Resilienz und Coaching

In diesem Blogpost gibt’s ne kurze Definition zum Thema Resilienz, was Coaching dafür tun kann plus 10 Tipps für jeden Tag, die leicht umzusetzen sind.

Resilienz

Ich engagiere mich ehrenamtlich für das Netzwerk Frauen Bei der Bahn und hatte im Januar 2020 einen Workshop „Stressbewältigung und Resilienz“ angeboten. Wir waren nicht ganz durchgekommen, weil die Teilnehmerinnen in der ersten halben Stunde erstmal Netzwerken und sich kennenlernen wollten, was ich nicht einberechnet hatte. (Merker für künftige Workshops: Immer 30 Minuten für extra Wünsche der Teilnehmerinnen einplanen),

Das war aber kein Problem, denn das gab mir die Gelegenheit noch einen zweiten Termin anzubieten und dann tiefer in das Thema einzusteigen.

Was ist Resilienz überhaupt?

Resilienz ist ein dynamischer Prozess. Sie verändert sich im Laufe des Lebens – kann mal stärker oder schwächer werden. Es bedeutet erfolgreich Krisen zu bewältigen und in einen Gleichgewichtszustand zurückzukehren bzw. sogar einen Zugewinn an seelischer Belastbarkeit.

Auch wenn es viele nicht hören wollen, es ist kein Trendthema, das es erst seit kurzem gibt.

Ein paar Definitionen für Resilienz

Ich bin auch ein bisschen auf die Geschichte der Resilienzforschung eingegangen. Mit der Studie von Kauai vom Emmy Werner hatte alles 1955 begonnen.

Coachings zahlen auf Stärkung der Resilienz ein

Resilienz ist nicht mein Spezialgebiet aber in der Vorbereitung zu diesem Workshop fiel mir auf, dass viele Tools und Übungen, die ich in meinen Coachings anbiete, auf die Ressourcen einzahlen, die Resilienz stärken.

Wenn Du an einer Fragestellung Deines (beruflichen) Lebens mit mir arbeitest, dann arbeitest Du auch an Deiner Resilienz.

7 Schlüssel der Resilienz a.k.a. -Resilienzfaktoren oder -säulen

Bestimmten Fähigkeiten, Grundhaltungen und Ressourcen bilden die Basis für die inneren Widerstandskraft. Hierzu gibt es die Möglichkeit mit Übungen, daran zu arbeiten und sie zu stärken.

  • Akzeptanz
  • Optimismus / Emotionsmanagement
  • Opferrolle verlassen (Selbstwirksamkeit)
  • Eigenverantwortung
  • Netzwerkorientierung
  • Lösungsorientierung
  • Zukunftsorientierung

Faktoren der Resilienz im Detail

Akzeptanz

  • Akzeptanz ist relevant, wenn es um Veränderungen geht – als Führungskraft z.B. in Change-Projekte und Krisen.
  • Annehmen von dem was jetzt ist und von Vergangenem, um erfolgreich zu handeln.

Optimismus

  • Das bedeutet NICHT rosarote Brille, sondern Zuversicht. Es ist die Überzeugung, dass – auch wenn‘s grade schwierig ist – es wieder besser wird und dass es gut ist, Dinge anzupacken. Das Licht am Ende des Tunnels sehen.
  • Es gibt einen Zusammenhang zum Glückserleben.  Emotionssteuerung/-management bedeutet, nicht auf den schlechten Emotionen rumzukauen, sondern sich auf positive Emotionen und kleine tägliche Freuden zu fokussieren.
  • Umgang mit den eigenen Gefühlen beherrschen. Gefühle zulassen und auch anderen gegenüber zeigen.

Selbstwirksamkeit

  • Überzeugung, eines Menschen, dass er sein Leben im Griff hat. Dass er das was er tun will, auch tun kann.
  • Sich so organisieren, dass man den Anforderungen gewachsen ist. Wenn sich jemand grundsätzlich zutraut, erfolgreich zu sein, selbst in schwierigen Zeiten.
  • Es bedeutet auch die Opferrolle zu verlassen. 

Verantwortung übernehmen

  • Fähigkeit zu ausgeprägter Selbstreflexion. Fähigkeit innere Überzeugungen überprüfen zu können.
  • Realistische Situationsbewertung, Perspektivenwechsel. Realistisches Selbstbild, nicht anders sein wollen, ich bin OK, so wie ich bin.

Netzwerkorientierung

  • Fähigkeit gut in Kontakt mit anderen zu gehen, sich in andere einfühlen und private und geschäftliche Beziehungen gestalten können. Als FK mit unterschiedlichen Persönlichkeiten klar kommen.
  • Erfolgreich ist heutzutage nur, wer mikropolitisch im Unternehmen geschickt agiert und ein entsprechend gutes Netzwerk mit Unterstützern und Fürsprechern aufgebaut hat.
  • Unterstützung wird in schwierigen Zeiten eher Personen angeboten, denen man sich nahe und vertraut fühlt.

Lösungsorientierung

  • Vorannahme, dass Probleme grundsätzlich gelöst werden können.
  • Haltung, wie wir zu etwas unveränderlichem stehen, verändern und uns davon loslösen.
  • Möglichkeiten ausloten, kreativ an Themen rangehen.

Zukunftsorientierung

  • Zielorientierung.
  • Wissen, wofür mache ich das alles.
  • Sog. Kohärenz

Extra Tipp zum besseren Verstehen von Resilienz: Sendung in der ARD Mediathek , die das Thema wunderbar durchleuchtet.

10 Tipps für jeden Tag

Um diese innere Kraft täglich zu pflegen, kommen jetzt hier 10 Tipps, die leicht umzusetzen sind. Sie stammen aus den Buch: „Resilienz. Innere Stärke für Führungskräfte“.

  • Achte auf ausreichenden Schlaf.
  • Sorge dafür, dass Du genug isst.
  • Bringe Abwechslung in Deine Arbeit.
  • Tue etwas für Deinen Körper.
  • Tue etwas woran Du Freude hast.
  • Fokussiere Dich auf das, was Du gut gemacht hast.
  • Lerne aus Deinen Fehlern.
  • Erzähle etwas witziges weiter.
  • Bete, meditiere oder entspanne Dich.
  • Unterstütze einen Kollegen.

Mit diesen kleinen Aktionen kannst du täglich an Deiner Resilienz arbeiten. Und kein Stress, bitte. Eins ist mehr als Null! Lieber jeden Tag nur eine kleine Sache, als gar nichts.

Wenn Du tiefer gehen möchtest und über einen längeren Zeitraum an einer erkennbaren Verhaltensänderung arbeiten willst, dann lass uns darüber reden.

Du kannst über die Startseite www.thegoodworkingmom.com ganz unten einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch buchen. Nach der Terminbuchung bekommst Du von mir eine E-Mail mit Arbeitsblättern zur Vorbereitung auf unser Gespräch. Zum Vereinbarten Termin rufe ich Dich an und wir besprechen, wie ich Dir helfen kann.

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Deine Anna

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