Schreibtisch-Menü

Schreibtisch-Menü

Schreibtisch-Menü

Was ist ein Schreibtisch-Menü?

Als Teilzeit Mama im Büro weißt Du genau, was ich mit Schreibtisch-Menü meine. Essen alleine vor dem Bildschirm, weil mit den Kollegen in der Kantine essen gehen lange dauert und Du keine Zeit verlieren willst. Schließlich musst Du pünktlich Schluss machen, um die Kleinen abzuholen.

Dein Schreibtisch- Menü sieht wahrscheinlich so aus:

  1. Cashewnüsse mit Cranberries oder sonstiges Studentenfutter.
  2. Smoothie.
  3. Ein Sandwich von der Tankstelle in der Straße.
  4. Kaffee (wahlweise mit viel Milch und Zucker damit es satt macht)
  5. Mischtüte: alles, was Du im Kühlschrank oder auf der Küchenanrichte gefunden hast z.B. ein Stück Obst, die zwei letzten Toastscheiben, ein Rest Käse, zwei Scheiben Salami, ein Müsli-Riegel, Teebeutel.
  6. Eine Portion Eintopf aus der Tiefkühltruhe von letztem Monat.
  7. Eine Sushibox/Bowl vom neuen In-Laden in der Nähe des Büros.
  8. Eine Schüssel selbst gemachter Salat der „gesund aussieht“.
  9. Die Reste vom Geburtstagskuchen des Kollegen.
  10. Den Schokoriegel, den Du noch in der Schublade vom Rollcontainer gefunden hast.

Ach ja und Brot mit diversen Belägen wie z.B. Erdnussbutter mit Bananenscheiben sind auch immer mal wieder dabei.

Nun haben wir zurzeit eine andere Herausforderung mit der ganzen Corona-Stay-at-Home-Office-Quarantäne-Fernunterricht-Situation.

OK Frühstück und Abendessen wären sowieso standardmäßig zu bewältigen, aber jetzt entfällt das warme Essen in der Schulmensa bzw. in der Firmenkantine bei den anderen und alle wollen Mittagessen.

Plötzlich sieht es so aus, dass nicht nur wir als working moms, irgendwie etwas gegen den Hunger in der Mitte des Tages unternehmen müssen, sondern ein, zwei, drei Kinder und ein Mann zuhause sind und 3 Mal am Tag Hunger haben.

Das merkst Du dann, wenn spätestens gegen 12 Uhr der ein oder andere aus seiner Ecke kommt und fragt: „Was gibt’s heute?“

Als wärst Du die Einzige, die dafür zuständig ist. Bist Du’s vielleicht…?

Aus Schreibtisch-Menü wird in-der-Küche-stehen-am-laufenden-Band oder Wieso müssen die alle 3 mal am Tag essen?

Für Dich alleine wäre jetzt alles von der obigen Liste OK, aber für die anderen..? Und so findest Du Dich jeden Tag mittags in der Küche wieder und dann heißt es kochen Baby! Kochen!

  1. Manchmal bestellt Ihr Euch Pizza, aber das schlechte Gewissen erlaubt es Dir nur alle zwei Wochen einmal.
  2. Fischstäbchen, mit Kartoffelpüree und Rahmspinat – Du bist die größte Heldin.
  3. Ein Riesentopf Fleisch-Kartoffel-Suppe/Eintopf reicht auch für zwei Tage.
  4. Linsen mit Spätzle Reste vom Sonntag – kam so la la an.
  5. Spaghetti oder Nudeln mit Tomatensoße geht immer.
  6. Geheimtipp: Chicken Gyros in der Pfanne mit Fladen Brot.
  7. Nochmal Nudeln – wegen Zeitmangel nur mit Butter.
  8. Salamibrot und wir essen dann heute Abend richtig.
  9. Ein Riesenblech Pastitsio (griechische Lasagne) – Lieblingsessen – muss aber am Wochenende vorbereitet werden.
  10. Warmes Käse-Toast-Sandwich.

Du probierst immer mehr aus, was schon vorbereitet ist, was Du nur noch aufwärmen musst oder Du lässt es liefern. Es gibt Tage, da entdeckst Du so Gerichte wie Spiegel-Ei wieder. Außerdem hast Du den Begriff Meal-prep neu gelernt und lässt Dich gerne von YouTube-Superstars inspirieren.

Manchmal fällt das Schreibtisch-Menü sogar aus

Und das ist auch neu. Weil alle Meetings nun online stattfinden, reiht sich Meeting an Meeting. Manche legen sie auch in die Mittagszeit. Und wenn Du gegen 12:30 Uhr essen willst, musst Du 11:30 Uhr spätestens mit kochen anfangen. Mit anschließend abräumen und klar Schiff machen in der Küche bist Du gut 2-3 Stunden beschäftigt.

Blöd, wenn Meetings von 11 bis 13:00 Uhr dauern. Da kannst Du nur hoffen, es gibt noch Reste vom Vortag oder die andern schaffen es, sich selbst etwas zu machen.

Und wenn Du Dir doch Zeit zum Kochen nimmst? Die Zeit darfst Du nachmittags/abends dranhängen, um auf deine Teil(Zeit) zu kommen. Aber das ist ja kein Problem, denn Du musst ja zurzeit nirgendwo hin.

Die Lösung ist einfach aber nicht leicht

  1. Das Home-Office Schreibtisch-Menü vorplanen oder vorkochen, damit es zur Mittagszeit schneller geht. z.B. nur mit Aufwärmen.
  2. Das Kochen und die Arbeit drumherum aufteilen zwischen den Beteiligten.

Wenn Kinder schon etwas älter sind, dürfen sie lernen, sich etwas warm zu machen, Geschirr selbst weg- und aufräumen und ggfs. sich beim Bäcker etwas zu holen.

Und dann gibt’s ja noch (idealerweise) einen anderen Erwachsenen, der die Hälfte der Arbeitstage die Verantwortung über die Menü-Planung und Zubereitung übernehmen könnte. Wie wir es schaffen, dass das auch zur Umsetzung kommt?

Vorschläge bitte in die Kommentare 🙂 Und wenn Du noch mehr Tipps fürs Schreibtisch-Menü hast, dann gerne auch.

Bon Appetit.

Jobsharing

Jobsharing – Vereinbarkeit von Kind und Karriere

Jobsharing

Letzte Woche hatte ich mir vorgenommen endlich mal wieder einen Blog Post zu schreiben zu den Themen, die mich als Working Mom umtreiben und mich in meinem WOL Circle praktisch dazu verpflichtet, als bei mir das Thema Führung ins Spiel kam bzw. neue Arbeitszeitmodelle in Form von Jobsharing.

Eine der anderen Teilnehmerinnen meinte, „Schreib doch einfach darüber!“ Tja, und das mache ich jetzt, denn:

Schließlich bin ich doch mit „the good working mom“ genau dafür angetreten: Mütter bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Führung in Teilzeit geht nicht

Nachdem Coaching als Nr. 1 Tool bei der Führungskräfteentwicklung eingesetzt wird, habe ich mich im vergangenen Jahr mit dem Thema Führung intensiv beschäftigt. Als Projektleiterin bin ich auch irgendwie Führungskraft und als Mutter ja auch. Dann traf ich auch noch eine Kommilitonin, die Führungskraft werden will und ja – warum eigentlich nicht? – ich erinnerte mich, das war doch auch mal für mich Thema.

Wieso war es eigentlich nicht mehr aktuell? Ach ja, da war ja noch die Sache mit der Teilzeit. Wie mir mein Chef mal versicherte, das einzige, was gegen eine Führungsposition sprechen würde.

Was spricht dafür? Eine gute Ausbildung (die Überqualifizierung für unsere Jobs ist reine Ressourcenverschwendung), wir haben Kinder und bewiesen, dass wir Verantwortung übernehmen können und zwar unter härtesten* Bedingungen. Wir haben 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt und bewiesen, dass wir flexibel und mobil einsetzbar sind.

Ein paar grundsätzliche Fragen

Als ein interessantes Stellenangebot für eine Führungsposition meinen Weg kreuzte, wollte ich es genauer wissen. Dem Prinzip #einfachmachen folgend schrieb ich der zuständigen Führungskraft eine E-Mail mit ein paar Fragen.

Zunächst mal wollte ich wissen, ob der Job auch in Teilzeit möglich ist. Und wenn ja, wie viele Stunden bzw. % der Vollzeitarbeitszeit mindestens erforderlich seien.

Dann wollte ich wissen, ob es eine Flexibilität bzgl. des Arbeitsplatzes gäbe. Stichwort „Homeoffice“. Ich bin kein Fan davon, aber manchmal ist es gut, die Möglichkeit zu haben.

Außerdem fragte ich nach einem Tipp zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere. (Hier habe ich nicht nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefragt, sondern gezielt nach Karriere).

Ein paar Tage später bekam ich auch eine Antwort, was mich sehr freute.

Ein neues Wort: Jobsharing

Tatsächlich ist es möglich in Teilzeit Führungskraft zu werden. Entweder mit 80%, also „Vollzeitnah“ oder im Tandem, indem man sich z.B. zu je 50% mit einer zweiten Person eine Stelle teilt. In dem Fall muss man sich als Tandem bewerben. D.h. Jobsharing.

Dieses Modell war mir neu! Bislang hatte ich davon noch nicht gehört. In meinem Circle sind ein paar HR-Expertinnen und eine davon kannte sich mit diesem sog. „Jobsharing“ sogar gut aus. In unserem Unternehmen gibt es sogar einen Leitfaden für dieses Thema!

Laut Wikipedia ist Jobsharing eine Arbeitsplatzteilung die auf Teilzeitarbeit basiert.**

Im Jobsharing sind verschiedene Arbeitszeit-Modelle möglich. Nicht nur 50%/50%, sondern auch 60%/40%, 60%/60%. Aufteilung in Vormittags/Nachmittags zusammen/im Wechsel/ Tageweise, Monatsweise.

Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit zwischen den Tandempartnerinnen gut funktioniert und die Führungskraft eine Ebene darüber es sich vorstellen kann und bereit ist, den Mehraufwand zu tragen.

„Homeoffice“ ist auch möglich. Allerdings nur in einem bestimmten Rahmen, denn bei Führung geht es ja um Menschen und da sind persönliche Abstimmungen wichtig.

Warum Jobsharing manchmal nicht klappt

Natürlich muss das Modell auch passen. Ich kann mich erinnern, dass eine Freundin mir erzählte, sie hätte sich mit einer Kollegin den Job teilen sollen. Beide sind Mütter in Teilzeit. Die eine hätte vormittags und die andere am Nachmittag kommen sollen. Sie sollten sich einen Arbeitsplatz (Rechner) und Parkplatz teilen. Das war für die beiden nicht umzusetzen, weil die Zeiten für Kinderbetreuung es nur erlauben, vormittags zu arbeiten.

Und selbst wenn das irgendwie organisierbar gewesen wäre. Den Rechner und Parkplatz zu teilen ist in den Übergangszeiten schwierig. Schließlich müssen sich die beiden auch mal abstimmen und gleichzeitig z.B. bei Besprechungen anwesend sein.

Wie es klappen kann

Zur Vereinbarkeit gibt es immer die gleiche Antwort. Es ist eine Frage der Organisation. Aber nicht nur. Das habe ich bei Kind und Beruf immer.

Jobsharing wäre ein Anfang. Eine Möglichkeit für den Einstieg. Etwas, dass das Erklimmen der ersten Stufe in eine Führungsposition erleichtern würde.

Die Phasen, in denen Mütter in Teilzeit arbeiten wollen verändern sich und auch die zur Verfügung stehende Zeit.

Für Familien kann es interessant sein, dass auch Väter in solchen Modellen arbeiten. Das würde die Akzeptanz steigern, besonders wenn es sich um eine Führungsposition handelt.

Wie siehst Du das Thema Jobsharing? Kennst Du es?
Hast Du Erfahrungen damit?

Ich freue mich auf Feedback.

Deine good working mom
Anna

weitere Infos zum Thema Jobsharing:

Podcast der herCAREER Karriere- &Netzwerkmesse für Frauen

www.tandemploy.com





*an dieser Stelle darfst Du, liebe good working mom, alles einsetzen, was dich je dazu gebracht hat heulend auf dem Badezimmerboden zu sitzen und danach wieder aufzustehen, um weiter zu machen!

** Leider sind die ganzen Artikel zum Thema Jobsharing in Führungspositionen, die dort aufgeführt werden , nicht mehr online verfügbar.

Netzwerken

Netzwerken – Know-How für Dein nächstes Event

Netzwerken

Vor ein paar Wochen war ich zum Netzwerken bei einem Treffen für Business Frauen und hatte dort sehr positive Erfahrungen gemacht. Ich habe hier auf dem blog darüber berichtet… 

Wahrscheinlich liegt es an meiner selektiven Wahrnehmung, aber auf ein  mal begegnen mir lauter Veranstaltungstipps oder Messen für Berufstätige Mütter, die eine super Gelegenheit zum Netzwerken bieten würden. Am liebsten würde ich auf jede Veranstaltung gehen, aber zeitlich würde mich das überfordern und eine kluge Auswahl der Veranstaltungen ist auch wichtig. 

Was noch wichtig beim Netzwerken ist, damit du dich wohl fühlst, dich nicht überforderst oder es peinlich wird habe ich in diesem Post zusammengefasst.

Netzwerken ist ein Prozess

Netzwerken ist ab einem bestimmten Punkt in der beruflichen Laufbahn oder im eigenen Business wichtig. In einem Unternehmen werden Mitarbeiter, die bekannt sind, eher weiter empfohlen oder befördert, als diejenigen, die keiner kennt. 

Wichtig: Es ist ein langer Prozess, kein einzelnes Ereignis und es sollte klar sein, dass es Zeit kostet und ja, auch Arbeit ist.

Allerdings bietet es viele Vorteile, die die Mühe wert sind. Z.B. können sich Kooperationen ergeben oder die Mitarbeit an einem neuen Projekt. Du erhöhst Deine Sichtbarkeit, gewinnst neue Erkenntnisse über ein Fachgebiet oder gewinnst einen neuen Kunden. Und in jedem Fall bekommst du die Möglichkeit für Inspirierende Gespräche. Je nachdem ob du Gleichgesinnte oder höher gestellte Personen triffst ergeben sich die ein oder anderen Chancen. 

Hier ein Paar Hinweise und Tipps fürs Netzwerken

Geben statt nehmen

Was du zu geben hast, hat vielleicht nicht direkt mit deiner eigenen Arbeit zu tun. Aber vielleicht kennst du jemanden, der hilfreich sein könnte für eine Person. Stell sie einander vor. Oder gib den Tipp, Link oder den Kontakt weiter.

Sei aufmerksam, sei da!

Gehe wertschätzend mit der anderen Person um. Wenn du in einem Gespräch mit jemandem bist, schenke der Person deine volle Aufmerksamkeit und lass dich nicht ablenken von anderen Personen oder dem Büffet.

mehr zuhören weniger reden

Menschen wollen, dass man sich für sie interessiert. Also stelle Fragen und lass die Person erzählen. Das macht dich für sie auch interessant.

langfristig denken

Beziehungen bauen sich über eine lange Zeit auf. Es dauert eine Weile und bedeutet ins Gespräch zu gehen, ernsthaftes Interesse am anderen zu zeigen und evtl. später auf das eigene Produkt oder Dienstleistung zu sprechen zu kommen. 

keine Zusagen machen, die dich überfordern

Du kannst nicht mit allen sprechen und dich zu weiteren Kontakten mit allen verpflichten. Dafür hast du nicht genügend Zeit. Mache daher keine Zusagen, die du nicht halten kannst und die dir nur ein schlechtes Gewissen bereiten. 

sei ehrlich

Verspreche nichts, das du nicht halten kannst – nicht eingehaltene Termine oder Absprachen schaden dir.  Und hinterfrage gegebenenfalls Kontakte. 

gehe gleich in die Umsetzung

Sollte es zu einer Aktion kommen, z.B. eine Empfehlung, Link, Tipps… nimm dein Smartphone und erledige es gleich. Wie oft hast du schon gehört „ich schick dir mal den Link…“ und hast ihn auch bekommen? oder du willst jemanden vorstellen? Mache es gleich. Eine Account Empfehlung bei Instagram? Gleich anschauen. 

gehe nur da hin, wo du wirklich hin willst

Parties, Konferenzen, Kaffee trinken egal was, die besten (business) Kontakte sind die, die sich wie eine Freundschaft anfühlen. Also gehe nur da hin, wo du dich wohl fühlst. Das sind die Events, die dich auch weiter bringen.

Netzwerken sollte sich gut anfühlen und ein Austausch sein mit Leuten, die du magst. Sicher will jede ihr Produkt oder Dienstleistung verkaufen aber das ist nicht das Ziel von Netzwerken. Das Ziel ist, Kontakte zu knüpfen. 

Ach ja… und nimm immer genügend Visitenkarten mit! 

Ich war einmal bei einem Event, bei dem das Netzwerken so angeregt wurde, indem es hieß: wenn du eine Vorspeise möchtest, musst du beim Büffet 5 eingesammelte Visitenkarten vorlegen, 10 für eine Hauptspeise und 15 für ein Dessert. (für mich ging es so aus, dass ich am Ende für 5 Visitenkarten zwei Trost Desserts bekommen habe, weil alles andere schon weg war :-))

Mehr Tipps, Impulse und Anregungen gibt’s auf meinem Instagram Account… @thegoodworkingmom

 

 

Netzwerk für Mütter

Ein starkes Netzwerk ist wichtig für Mütter

Netzwerk für Mütter
Ein leerer Arbeitsplatz nach der Elternzeit. Ein starkes Netzwerk hilft Müttern im Beruf.

Ein Netzwerk Abend

Da wollte ich einfach nur mal rauskommen und einen netten Abend verbringen ohne zu wissen, was mich erwartet und dann hatte ich einen super Netzwerk Abend!

Ein warmer Sommerabend, kühle Getränke, 30 Frauen, zwei Gastgeberinnen und viel Gelegenheit sich einfach zusammen zu finden und sich auszutauschen.

Und da habe ich mal wieder gemerkt, wie schön es ist, sich persönlich auszutauschen und vor allem: Mit Gleichgesinnten!

Es gibt so viele junge kreative Frauen mit Ideen, Träumen, Visionen, Plänen – und so interessant. Und jede ist anders und einzigartig, einfach toll. Und jede möchte arbeiten. Etwas leisten. Etwas schaffen. Einfach fantastisch.

Unter den Frauen waren auch viele Mütter, die entweder schon lange selbstständig sind oder gerade dabei sind damit zu starten.

Spannende Frauen im Netzwerk

Ich hatte Gelegenheit mit good working moms zu sprechen, die sich tatsächlich selbstständig machen müssen, weil sie ihr früherer Arbeitgeber nach der Elternzeit nicht mehr beschäftigen wollte. Bei ca. 30 Frauen, konnte ich mich mit ungefähr der Hälfte länger unterhalten. 3 von ihnen erzählten mir so einen Fall. Alles gut ausgebildete Frauen mit Studium.
Ich bin mir sicher, hätte ich mehr Zeit gehabt, mit noch mehr Frauen intensiver zu sprechen, wären es mehr gewesen.

Das macht mich wütend

Jedes Mal wenn ich so eine Geschichte höre, frage ich mich, wie es sein kann, dass ein Chef seiner Angestellten sagt, „ich weiß, dass du gut bist, aber mit Kind…bla bla bla!!!

Sogar bei Jobs, die Sachbearbeitercharakter haben und locker von zuhause gemacht werden könnten. Aber dann würde das ja jeder wollen… Hallo!

Meine Motivation, berufstätigen Müttern zu helfen, kommt aus dieser Wut heraus, dass Frauen und insbesondere Mütter auf dem Arbeitsmarkt besondere Herausforderungen zu bewältigen haben. Gegenwind aus allen Richtungen. Da ist ein Karriereknick schon fast harmlos dagegen.

Netzwerk gegen den Wind

Auf jeden Fall nehmen diese Mütter ihre Situation selbst in die Hand. Das ist bemerkenswert und macht Mut. Ein erster Schritt ist auf jeden Fall ein starkes Netzwerk. Gemeinsam haben wir mehr Möglichkeiten.

Die Gesellschaft ist noch nicht so weit, aber die Zeiten – sie werden sich ändern! Die Arbeitgeber werden umdenken müssen. Und bis dahin machen wir eben unser eigenes Ding!

Stehst du auch vor einer Herausforderung im Job oder in deinem Business? Bist du in der Elternzeit und fragst dich, wie es weiter geht? Hast du eine Entscheidung zu treffen, die dir schwer fällt? Hast du 100 Ideen und weißt nicht wo anfangen? Willst du dich gerne vernetzen und weißt nicht wie?

Vielleicht hilft dir ein Coaching? Bei Interesse melde dich gerne bei mir.

Gedanken

Rückkehr in den Job – Gedanken, die belasten…

Gedanken, die bei der Rückkehr in den Job belasten.

Komm zurück Mama, aber ohne Nervenzusammenbruch

Während meiner zweiten Elternzeit hatte sich mein Arbeitsplatz verändert; Bei der Rückkehr in den Job stellte ich fest: die Firma war gewachsen, neue Kollegen, neue Software, neuer Chef. Mein Projekt gab es nicht mehr. Alles war irgendwie anders. Der Wiedereinstieg war gar nicht mal so smooth, wie erwartet. 

Die ersten zwei Monate waren total verrückt. Neue Aufgaben und ein junger Hochschulabsolvent an meiner Seite, der mich täglich zur Weißglut trieb. Ein Auftraggeber, der – meiner Meinung nach – nicht durchblickte und ich immer am Schwitzen, um pünktlich Feierabend zu machen. Zwei Kinder, 5 und 2 Jahre alt mussten pünktlich von der Kita abgeholt werden. Damals kam ich auf den Begriff „zweite Schicht“. 

Jedes Mal wenn mir jemand einen schönen Feierabend wünschte, erklärte ich, dass jetzt erst mal die zweite Schicht anfing. Der Teil des Tages, der körperlich Kraft kostete. Der Job im Büro fühlte sich an wie der eigentliche Mutterschutz.

Vor und während der Rückkehr in den Job gingen mir – wie bestimmt anderen Müttern auch – typische Gedanken durch den Kopf. „Wahrheiten“ die du dir erzählst, weil sie sich gut anhören oder weil du dich damit besser fühlst. Oder weil du denkst die Gesellschaft will das so oder damit du deine Entscheidungen (vor dir) rechtfertigen kannst. 

7 Gedanken, die Dich vor der Rückkehr in den Job belasten

1. Ich werde zuhause gebraucht – mein Kind braucht mich

War ich vielleicht zu lange weg gewesen? Ich hätte nicht zwei Jahre Elternzeit nehmen müssen, ein Jahr hätte auch gereicht. Aber mein Kind (oder ich?) war noch nicht so weit. Die Kleine brauchte mich total dringend! Und die Zeit mit den Kindern war super schön, wenn auch super anstrengend. 

Auch wenn ich jetzt nicht mehr sagen könnte, was ich außer Hausarbeiten groß gemacht habe… manchmal war es auch langweilig und frustrierend. Ich suchte mir neue Hobbys und sehnte mich nach Gesprächen mit Erwachsenen.

Der Job war Meilenweit entfernt und im Alltag mit zwei Kindern zu einem kleinen verblassenden Punkt am Horizont geschrumpft. 

Meine Kinder waren nicht hochsensibel, gesund, emotional ausgeglichen, neugierig, interessiert und kamen mit anderen Kindern super zurecht.  Vielleicht wurde ich doch nicht rund um die Uhr gebraucht? 

2. Ich war zu lange draußen

Dass nach der Rückkehr in den Job alles für mich anders und neu war, lag natürlich an der langen Abwesenheit. Ich war nicht wie alle andern in die neuen Abläufe und Gegebenheiten der Firma gewachsen. Mein neuer Chef kannte mich von früher und hatte mich unter „hat Berufserfahrung“ abgespeichert, so dass ich gleich ins kalte Wasser geschmissen wurde.

Das hatte es vorher schon gegeben, nur dass ich meine Freischwimmerübungen nun mit zwei Kindern auf dem Rücken machen musste. 

Das hieß also Einarbeiten unter anderen Bedingungen. Und wieder neu lernen, zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt hin und her zu wechseln. 

Am Anfang bedeutet es auch loslassen und darauf vertrauen, dass es auch ohne dich läuft. 

3. Die Aufgaben haben sich verändert

Am Anfang dachte ich: „ich kann das nicht!“ oder „Das habe ich noch nie gemacht!“ Ich hatte vergessen, dass ich zuvor sehr viele Male, etwas zum ersten Mal hatte machen müssen.

Aber das Selbstvertrauen in meine Fähigkeit, mich in Neues einzuarbeiten und es anzunehmen, war während der Elternzeit offensichtlich geschrumpft. Oder durch andere Prioritäten ersetzt worden. Ich war jetzt eine Mama. Ich hatte Verantwortung für Wesen, die auf mich angewiesen waren.

Klar hat sich die Arbeitswelt verändert, aber die Fähigkeiten, die du als Mutter dazu gewonnen hast, sind sehr viel wert. (z.B. Zeitmanagement, Task switching, Gelassenheit…) 

4. Es lohnt sich nicht

Wow! Während meiner Elternzeit hatte ich eine Gehaltserhöhung bekommen. Wahnsinn. Bei 60% Teilzeit und Steuerklasse 5 entsprach das ein paar Euro mehr… Hammer! – Nicht!

Tja… die Sache mit dem Ehegattensplitting… jeden Monat das gleiche Elend auf dem Gehaltszettel. Aber deswegen zuhause bleiben..? Nö! 

5. Ich kann nicht so gut wie vorher sein

Stimmt leider teilweise. Richtlinien und Gesetze ändern sich ständig. Und wenn ich mir anschaue, wie die jungen Kolleginnen mit bestimmten Aufgaben umgehen, oder wie flink sie sind z.B beim Thema Digitalisierung etc. da muss du dich schon ranhalten. Aber von den Jungen kann man auch lernen.

Nun, die Bereitschaft nach der Elternzeit und bei der Rückkehr in den Job weiterhin Neues zu lernen sollte schon da sein!

6. Ich bin eine Rabenmutter

Ah… die Sicht der Außenwelt. Ist das so? Bin ich wirklich eine Rabenmutter? Ich beobachte an meinen Kindern, dass es tolle Kinder sind. Hilfsbereit, selbstständig, ausgeglichen, fröhlich, höflich, lernfähig, nicht verwöhnt, essen (bzw. probieren alles), sind einfach lieb… was will ich mehr? Was kann ich noch mehr Gutes für meine Kinder wollen? 

Eigentlich kann ich mir doch nur wünschen, dass sie eine Mutter haben, die zufrieden ist, oder? Und die Zufriedenheit kommt nicht, wenn ich zuhause sitze.

7. Ich bin schwer zu verplanen

Als Teilzeitkraft wieder voll in Projekten arbeiten geht nicht so einfach. Da darfst Du entweder die Krümelarbeit bzw. Rest der anderen mitmachen, bist Backstopper oder bekommst Miniprojekte.

Ok.  Ja, und? Das ist doch das Problem der Führungskraft, oder?  Wenn du nach einiger Zeit siehst, dass du mehr leisten kannst, dann sprich es an und dann  sollen sich die Chefs darüber den Kopf zerbrechen. Bei der jetzigen Marktlage beobachte ich viele Teilzeitmuttis, die sich dann etwas anderes suchen, wenn es nicht so läuft wie sie wollen. Rückkehr in den Job bedeutet  vielleicht nicht der exakt selbe Job wie vorher, aber kommt Zeit kommt Rat. Und manchmal ergeben sich auch andere Entwicklungsmöglichkeiten.

Andererseits, wenn es dazu kommt, dass du in 80% der Zeit die Aufgaben zu 100% wie früher erledigst, dann ist das absolut nicht OK. Das passiert häufig bei Teilzeitkräften. Wenn du mehr arbeitest, sollte es auch honoriert werden.  Mehr zum Thema Arbeitsbedingungen findest du hier auf dem blog.

Entwicklungsmöglichkeiten

Welche Fragen beschäftigen Dich rund um die Rückkehr in den Job?  Brauchst Du Unterstützung bei einer Entscheidung? Möchtest Du etwas ändern? Dich weiter entwickeln? Möchtest Du einfach in den Job zurück ohne Nervenzusammenbruch? Möchtest Du etwas ganz anderes machen, weißt aber nicht was?

Schreib mir, ich freue mich, wenn Du mit mir an Dir arbeiten möchtest und ich Dir bei Deinen Fragestellungen helfen kann.  

Deine Anna.

P.S.: Hier gibt es interessante Filmbeiträge: Frau tv.