Tipps wie working moms Zeit finden können

Liebe good working moms, fragt Ihr Euch manchmal wie Ihr irgendwo Zeit finden könnt für Euch selbst?

Zeit finden

 

Wann am Tag ist die Zeit in der Ihr mal etwas für Euch machen könnt? Wann im Verlauf des Tages kann Mama mal nur für sich sein? In Ruhe alleine aufs Klo gehen? Oder ein paar Seiten lesen? Wann und wie kann eine berufstätige Mutter eigentlich Zeit finden?

Morgens heißt es Kinder wecken, Frühstück machen, Pausenbrote richten, beim Zähneputzen und Waschen helfen, beim Anziehen helfen, sich selbst anziehen und richten, eine Ladung Wäsche einwerfen, Spülmaschine ausräumen, Kinder antreiben, aus dem Haus hechten, zur Kita/Schule begleiten, zur U-Bahn rennen, zur Arbeit fahren.

Kaum hat man bei der Arbeit den Stift fallen lassen und den Rechner ausgeschaltet, rennt man zur U-Bahn, um dann im Anschluß die Kinder einzusammeln und zuhause mit der zweiten Schicht anzufangen. Dann heißt es Snacks zubereiten, Lernzeit kontrollieren, Memory Spielen, Malen, Basteln, Fragen beantworten, auf dem Klo helfen, Aufräumen, Streit schlichten, eine Ladung Wäsche waschen oder aufhängen, Abendessen vorbereiten, Termine vereinbaren, zum Fußball Training fahren und zurück, ins Bett bringen und etwas vorlesen, dann noch den Tisch abräumen und Küche aufräumen, Spülmaschine anwerfen… ups, es ist 21:30 Uhr! Und dann noch Sport machen? haha…

Wo kann ich Zeit finden? Eine Möglichkeit.

Vor ein paar Jahren, als ich nur ein Kind hatte und wieder im Job anfing lernte ich eine Kollegin kennen, die zwei Mädchen hatte, die schon zur Schule gingen. Sie war, glaube ich, sogar Alleinerziehend und hat in Teilzeit gearbeitet. Sie ist dann sehr bald zu Vollzeit übergegangen.

Wir verstanden uns gut und sie erklärte mir, dass sie jeden Morgen um 5:30 Uhr aufstand, um ihren Kaffee in Ruhe zu trinken und ihre E-Mails zu checken und sonst alle Dinge zu machen auf die sie Lust hatte, bevor die beiden Mädchen aufstehen.

Das konnte ich mir nicht vorstellen

Damals war das für mich unvorstellbar. Schließlich hatte ich einen Zweijährigen zuhause, der zwar seit einiger Zeit durchschlief, aber ebenso schlief ich auch erst seit einiger Zeit wieder durch.

Dann kam das zweite Kind auf die Welt und der Große kam in die Schule. Und ich fing das zweite Mal wieder in meinem Beruf an.

Tja und dann wurde mir eins klar: wenn ich nicht mindestens eine halbe Stunde vor allen Anderen aufstehe, werde ich meinen Morgenkaffee nie wieder in Ruhe und vor allem warm trinken können.

Ich wurde zum early bird

Da mein Mann um 6:00 Uhr aufsteht, bedeutet das für mich: 5:30 Uhr. Und da hast Du’s! Jetzt stehe ich auch so früh auf. Obwohl ich es mir vor Jahren nicht vorstellen konnte. Jetzt mache ich es. Und wenn ich es mal nicht mache, fehlt mir etwas.

Was passiert in dieser Zeit?

In dieser Zeit passiert nichts Umwerfendes, nichts Magisches, einfach nur normale Dinge – aber in Ruhe. Ich kann mir Kaffee machen und ihn in Ruhe genießen, im Bad stört mich niemand. Ich kann mich um mich kümmern und es ist sogar Zeit für etwas Journaling. Und alles ohne „Maaaaamaaaa!“ im Ohr.

So schaffe ich es, etwas Zeit für mich zu finden – bevor ich mich dann voll und ganz der Familie widme. Dann habe ich mental schon etwas Kraft getankt und der Tag fängt nicht gleich Hamsterrad mäßig an.

Früher bin ich, weil ich den ganzen Tag keine Zeit für mich hatte, spät ins Bett gegangen. Ich dachte ich könnte nach 21:30 Uhr noch etwas für mich tun. Aber ich konnte den Abend nicht genießen. Ich konnte weder etwas Produktives machen noch konnte ich etwas lesen und für Bewegung war ich zu erschöpft.

Der Morgen war die einzige Möglichkeit das umzusetzen. Es hat sich ergeben. Die Tatsache, dass es für dem Rest des Tages sonst keinen Raum gibt, wo ich für mich Zeit finden kann, hat es mir leicht gemacht.

Das heißt nicht, dass ich am Wochenende nicht auch gerne mal ausschlafe, aber für die meisten Tage ist der Morgen MEINE Zeit.

Wie wird man ein Morgenmensch?

Niemand muss um 5:30 Uhr aufstehen. Eine halbe Stunde vor den Anderen kann auch erst um 8:00 Uhr sein.

Hier kommen ein paar Tipps, die Schritt für Schritt dabei helfen, früher aufzustehen und ein Morgenmensch zu werden.

die Müdigkeit bekämpfen

Wenn der Wecker (praktisch mitten in der Nacht) klingelt, ist das nicht gerade erfreulich. Der Köper ist dann noch sehr träge und will wieder in den Schlafmodus zurück. Da hilft es, gleich nach dem Aufstehen etwas Wasser zu trinken oder sich zu strecken. Auch hilft es, Dinge zu tun, die wie auf Autopilot laufen. Also z.B. ins Bad, Zähne putzen, Duschen. Da muss man nicht viel Denken und der Körper kommt in Fahrt.

Bewegung

Für diejenigen, die meinen sie hätten nie Zeit zum Sport machen. Jetzt ist eine gute Gelegenheit. (Ich sage mir das auch immer und immer wieder und versuche das zu implementieren!) Wenn man jeden Morgen ein paar Minuten etwas Gymnastik oder Yoga macht, bleibt man wohl eher dabei. Wie gesagt ich arbeite daran.

sich selbst belohnen

Das könnte z.B der morgendliche Kaffee in Ruhe sein ein leckeres Frühstück oder eine Beautyroutine im Bad mit Musik nebenher oder Hörbücher oder Podcasts hören.

etwas tun, das Spaß macht

Wenn nach dem Aufstehen gleich „Arbeit“ ansteht, dann ist man nicht so begeistert und versucht das eher zu vermeiden. Hat man aber etwas vor, das einem Spaß macht, dann steht man viel lieber auf. Das ist für jeden etwas anderes. Vielleicht in einem spannenden Buch weiter lesen oder selbst in sein Journal zu schreiben. Yoga, Meditation, was auch immer…

Tageslicht

Im Winter ist Tageslicht am frühen Morgen schwer zu bekommen, aber wenn man am Horizont die Sonne aufgehen sieht, hat das schon was. Und Tageslicht reguliert die Schlafhormone und ist ein Wach-auf-Signal für den Körper.

früh schlafen gehen

Wieviel Schlaf jemand braucht ist individuell. Niemand kann auf Dauer Leistung bringen und vor allem berufstätige Mütter nicht, wenn sie nicht ausreichend Schlaf erhalten. Früher aufstehen heißt also nicht weniger schlafen. Es heißt früher ins Bett gehen.

Soweit meine Tipps für Euch. Wie macht Ihr es? Wann steht Ihr morgens auf? Habt Ihr eine Morgenroutine? Was ist Eure Methode, mit der Ihr Zeit finden könnt?

Ich freue mich auf Euer Feedback.

Bis bald
Eure Anna

Einfach so auf ein Glas Wein treffen

 wein

Spontanes Treffen mit working mom

Nachdem ich schon einmal vergeblich versucht hatte ein Treffen mit berufstätigen Müttern  zu planen, habe ich einen erneuten Versuch gestartet und wieder alle – und noch ein paar mehr – gefragt…

Wenn wieder 60% nicht kommen, sind wir diesmal vielleicht zu Dritt.

Der Termin liegt reichlich weit in der Zukunft, so dass genug Zeit zur Verfügung steht, einen Babysitter zu organisieren, oder dem Papa mitzuteilen, dass er an dem Abend die Kinder ganz für sich hat.

Warum 6 Wochen warten?

Eine von den Mamas schrieb mir noch am selben Tag, dass sie spontan am nächsten Tag Zeit und Lust hätte, sich einfach so auf ein Glas Wein zu treffen. Und rein zufällig hatte auch ich Zeit und Lust und mein Mann war auch zuhause. Bingo.

Keine Zeit für extra Styling

Nach Arbeit, Kinder abholen, etwas zu Essen richten, schnell noch ein paar nette ausgehfeine Stiefeletten anziehen und dann nichts wie weg. Für mehr war keine Zeit.

Unterwegs merkte ich, dass auf meiner Hose Matsch Spritzer waren, weil ich sie tagsüber schon bei der Arbeit an hatte. Und weil ich ja auf einer Baustelle arbeite und es dort auch viel Matsch gibt, kann es schon mal passieren, dass man bei Regen eben auch was abbekommt. Selbst wenn man den ganzen Tag im Innendienst sitzt. *augenroll*

Egal!

Im Lokal angekommen stellte ich beruhigt fest, dass es sehr dunkel war und keine von den Anwesenden ausgerechnet auf meine Hose schauen würde.

Im ganzen Lokal waren 95% Frauen. Anscheinend ist Donnerstag der Mädelsabend schlechthin. Und alle waren am Schnattern und Kichern!

Und meine Verabredung war auch schon da und hatte schon mal mit dem Wein angefangen.

Mir geht’s wie Dir!

Wie jedes Mal, wenn man mal Zeit hat, in Ruhe ein paar Themen zu besprechen, stellte ich fest:

Wir Mütter haben in vielen Bereichen die gleichen Herausforderungen.
Wir verstehen uns, auch wenn wir nicht in allen Themen gleicher Meinung sind und auch nicht immer auf einer Wellenlänge.

Wenn du offen bist und auch mal die Perspektive wechselst, kannst du dazulernen. Selbst wenn du etwas erfährst, was völlig konträr ist zu deiner Einstellung, deinem Lifestyle, deiner Mentalität und Erziehungsphilosophie. Ja, auch dann kannst du für dich etwas erkennen.

Aber wir haben mehr gemeinsam, als wir anfangs denken.

Ich meine es: the good working mom

Es war ein super netter, lustiger, informativer Abend und am Ende stellst Du fest: So wie wir es machen ist es vielleicht anders als bei Anderen, aber gut!

 

Ich will mich nicht beklagen…

nicht beklagen

… oder: wie ich vor 6 Jahren schon mal fast das Gleiche geschrieben habe.

Vor einigen Jahren hatte ich schon mal einen blog. Ich hatte ihn gestartet, als ich 2005 beruflich nach München zog, um für Freunde über meine Erlebnisse in einer neuen Stadt zu berichten.

Als ich Mutter wurde, schrieb ich noch eine Weile weiter, aber irgendwann hatte ich einfach keine Zeit mehr. Den Blog gibt es nicht mehr. Aber ich habe noch meine Texte von damals. Vor ein paar Tagen dachte ich, ich stöbere mal darin herum und schau mal, was ich damals so geschrieben habe.

Und ich habe sehr gestaunt… Denn genau vor 6 Jahren hatte ich schon mal etwas geschrieben, das sich anhört, als wäre es von heute. Nur damals hatte ich erst ein Kind.

Es ging darum, wie erschöpft ich am Abend war. Und wie wenig Zeit ich für andere Aktivitäten hatte.

Und jetzt denke ich erstens: Irgendwie ändern sich die Dinge nicht so einfach. Und zweitens: Als Mutter kannst du deine Kräfte verdoppeln, selbst wenn du denkst du kannst nicht mehr. Denn jetzt habe ich zwei Kinder und arbeite wieder etwas mehr.

Die Überschrift des Textes war damals: „Eine Runde Selbstmitleid!!!“ Und obwohl man mir vor Kurzem gesagt hat, ich soll doch  bitte nicht so viel Jammern und mich beklagen, habe ich trotzdem den Text zum Nachlesen nochmal online gestellt. 

Heute will ich mich nicht mehr beklagen. Denn das hat mir nicht geholfen. In den letzten 6 Jahren habe ich gemerkt, dass je größer die Kinder werden, desto weniger anstrengend ist es. Was sich nicht geändert hat, ist der Teil mit „wenig Zeit für mich“ und „viel Haushalt“.

An der Lösung wird permanent gearbeitet.