Netzwerken

Netzwerken in Social Media

Mehr Sichtbarkeit durch Netzwerken

Netzwerken gehört hier auf dem Blog zu den Hauptthemen, weil sie in direkten Zusammenhang stehen mit der beruflichen Entwicklung. Die fehlende Sichtbarkeit in strategischen Netzwerken gehört zu den drei Hauptgründen, weswegen es im Top Management an Frauen mangelt.

Inhalt dieses Blogposts

  • Unterschiedliches Verhalten von Frauen und Männern beim Netzwerken
  • Netzwerken über Social Media
  • Schritt für Schritt das Netzwerken üben
  • Trainieren des Sichtbarkeitsmuskels
  • Tipps für eigene Beiträge bei LinkedIn
Netzwerken

Jetzt sind die Kinder groß und jetzt will ich’s nochmal wissen!

Bei einem online Treffen in unserem Frauen bei der Bahn Netzwerk mit Frauen unterschiedlicher Altersgruppen und beruflicher Entwicklung fiel dieser Satz. Mir wurde bewusst, dass ich mittlerweile zu dieser Altersklasse Ü45 gehöre, in der Du für das Management Board aus dem Blickfeld geraten bist.

Das Thema des Abends war die (fehlende) Sichtbarkeit weiblicher Meinungen auf der firmeninternen digitalen Plattform. Das Thema ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen sehr viel mehr Themen und Gründe, weswegen Frauen grundsätzlich nicht sichtbar sind.

Hast Du Dich in den letzten Jahren nicht aktiv am Netzwerken beteiligt, weil Deine Prioritäten anders lagen wegen… Du weißt schon Motherhood, dann hast Du festgestellt, dass immer mehr Führungskräfte von außerhalb deiner Organisation eingesetzt werden, aber niemand Dich und Deine Kolleginnen in Betracht gezogen hat.

Unterschiedliches Verhalten von Frauen und Männern

Vielleicht ist Dir auch aufgefallen, dass Du bei einer Veranstaltung, die zum Netzwerken gedacht war, Du in Gesellschaft von Männern weniger zu Wort gekommen bist oder komplett ausgeblendet wurdest.

Sofern Du nicht als Expertin für ein Thema anwesend warst, ist man(n) – vielleicht aus Tollpatschigkeit vielleicht auch gezielt, um Dich zu degradieren – eher auf Dein Aussehen eingegangen, Deinen Akzent oder auf ein anderes oberflächliches Thema.

In Netzwerken, wo nur Frauen anwesend sind, läuft die Kommunikation anders. Stellst Du Dich zu einem Grüppchen von 2-3 Frauen, wirst Du innerhalb von Sekunden integriert. Zunächst über Blickkontakt, die Körpersprache, dann direkt über das Ansprechen und einfache Fragen wie: „Was meinst Du dazu?“.

Netzwerken über Social Media

Das Internet gibt es seit 30 Jahren und Social Media Plattformen seit Anfang der 2000er. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich jede gekonnt darauf bewegen kann. Deswegen hier ein paar grundsätzliche Informationen.

In facebook, da findet sich nun wirklich fast jeder, durch alle Altersstufen und Gesellschaftsschichten. Nicht nur private Personen, auch Firmenseiten sind dort angesiedelt. Zum gezielten Netzwerken im beruflichen Kontext bzw. im Konzernumfeld rate ich davon ab.

Instagram ist eine überwiegend visuelle Plattform, die aber auch zum Bloggen von längeren Texten genutzt wird und je nach Thema sehr beliebt ist und inspirierende Inhalte bietet. Twitter ist die Plattform für die Wortkünstler.

Berufliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn sind die Social Media Plattformen, die Du für berufliches Netzwerken bevorzugen solltest, weil dort die Menschen bereits mit einem Business „Mindset“ unterwegs sind.

Aber es wird Dir auch hier auffallen, dass sich Männer und Frauen unterschiedlich verhalten. Das sollte Dich jedoch nicht davon abhalten, dort selbst in die Sichtbarkeit zu gehen.

Schritt für Schritt das Netzwerken üben

Wie bei den meisten Dingen im Leben kannst Du Dich der Sache langsam annähern. Du brauchst nicht von Anfang an epischen Content liefern.

Du würdest ja auch nicht bei einer Live Veranstaltung, wo Dich niemand kennt, nach vorne auf die Bühne stürmen, das Mikrophon nehmen und eine Stunde lang einen Vortrag halten, zu einem Thema, das keiner auf dem Schirm hatte.

Nein, Du würdest Dich – vielleicht mit einem Umweg übers Büffet – erst mal umschauen und dann nach und nach ein paar Personen ansprechen. Erstmal über Smalltalk einsteigen, zu aktuellen Themen übergehen, dann zu Beruf, Ziele und Austausch von Meinungen und anschließend weiter zum Knüpfen strategischer Kontakte.

Trainieren des Sichtbarkeitsmuskels

Bei Social Media läuft Netzwerken ähnlich ab. Mit dem Unterschied, das Deine Beiträge in Deiner Timeline erhalten bleiben. Du kannst Dich, wie offline auch, der Sache langsam annähern und Dich mit der Zeit weiter steigern.

Hier ein paar Tipps

  • Entscheide Dich zunächst für eine Plattform – ich empfehle LinkeIn
  • Wofür stehst Du ? Was ist Deine Intention? Hast Du ein eigenes Expertenthema?
  • Schau Dich um. Wer ist schon alles da, die Du kennst?
  • Wie ist der Umgangston zu bestimmten Themen? Kannst Du Dir vorstellen, da mitzureden?
  • Vernetze Dich mit Dir bekannten Menschen, die Du aus der Offline Welt kennst.
  • Bei Vernetzungsanfragen mit Unbekannten: Gibt es eine Schnittstelle? Warum willst Du Dich mit der Person vernetzen? Oder sie mit Dir?
  • „like“ nur, wenn Dich etwas wirklich anspricht und interessiert. Der Algorithmus merkt sich Dein Verhalten und spielt Dir entsprechend Inhalte ein.
  • Kommentiere so, wie Du mit jemandem offline sprechen würdest z.B. jemand, der neben Dir im Bus sitzt.
  • Wenn es mal unangenehm wird mit negativen Kommentaren: Nicht sofort reagieren. Erst atmen und überlegt antworten.*
  • Mehr Sichtbarkeit für einen Beitrag erzielt man durch Kommentieren. (Das Teilen eines Beitrags reduziert die Reichweite, weil der Algorithmus vermeiden will, dass Beiträge mehrmals erscheinen. Funktioniert bei LinkedIn anders als bei facebook. Das ist etwas Fortgeschrittenen Know-how, dazu in einem späteren Post mehr).

Eigene Beiträge bei LinkedIn

  • Du darfst um Hilfe bitten und Dir von anderen, die schon fortgeschritten sind Tipps und Tricks zeigen lassen.
  • Starte mal mit einem Zitat, das Dich inspiriert oder täglich begleitet.
  • Das nächste Mal nimmst Du ein Bild oder Illustration dazu.
  • Steigere Dich, indem Du ein Bild von Dir selbst postest, das zu Deiner Intention passt und/oder Deinem Business Thema. Erzähle darüber, was Du machst. Es muss nicht perfekt sein.
  • Weitere Steigerung: Du machst ein Video, in dem Du über Deine Arbeit und Dein Angebot sprichst. DAS ist ein Riesenschritt aus der Komfortzone!
  • Weitere Steigerung: Du postest regelmäßig.

Mit der Zeit hast du Dich an Deine Sichtbarkeit in Social Media gewöhnt.

Weiterlesen zum Thema Netzwerken

Hier auf dem Blog gibt es zu den Themen Netzwerken noch ein paar andere Posts, wo Du weiterlesen und Dir Inspiration holen kannst.

Hast Du noch weitere Fragen zum Netzwerken On- und Offline? Dann schreib mir in die Kommentare.

Traust Du Dich?

Stehst Du noch am Anfang? Möchtest Du Deine Stärken und Werte oder Deinen Pitch entwickeln? Kennst Du Deine Netzwerk-Strategie (noch) nicht? Hast Du ein bestimmtes Lernfeld in dem Du Dich weiterentwickeln möchtest? Willst Du an Deiner Sichtbarkeit arbeiten?

Ich unterstütze Dich gerne mit einem gezielten und maßgeschneiderten Coaching. Klarheit für Dich gibt es bei einem kostenlosen Erstgespräch, das Du hier über meine Seite buchen kannst.

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Anna


*Ich plane noch einen Beitrag zu „Umgang mit negativen Kommentaren“. Wenn Du meine Beiträge nicht verpassen möchtest, dann abonniere meinen Newsletter. Dort bekommst Du eine Zusammenfassung aller meiner Social Media Beiträge und noch zusätzliche Tipps, die ich sonst nicht öffentlich teile.

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Netzwerken mit Working out loud

Netzwerken mit Working out loud

Tja, in diesem Blog passiert leider nicht sehr viel in letzter Zeit. Offline ist halt auch sehr viel los und wie bereits in anderen Beiträgen beschrieben, bin ich ein großer Fan von Netzwerken, wo ich mich gerne engagiere. Die Methode, die ich aktuell teste, nennt sich Working Out Loud und ist ein Konzept fürs Netzwerken mit Strategie. Es bedeutet Beziehungen aufbauen, die von Bedeutung sind. Also Netzwerken mit den richtigen Personen zur richtigen Zeit, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Wie funktioniert Working out loud?

Man findet sich zusammen in sogenannten Circles von 4-5 Personen und trifft sich 12 Wochen lang, jeweils für eine Stunde pro Woche offline oder online, um bestimmte Übungen und Aufgaben zu bearbeiten. Die Übungen sind in den Circle Guides beschrieben, so dass man eine Anleitung hat und nicht planlos ist.

Nun ich bin jetzt seit 4 Wochen in einem Circle. Es macht Spaß sich auszutauschen und jeder hat hier noch einen Tipp oder da noch eine Idee und hier nochmal ne Anregung oder einen Kontakt, den man noch ansprechen könnte.

Ich hab jetzt schon gemerkt, dass es hauptsächlich darum geht, die Methode zu verinnerlichen. Es geht darum diese Erfahrung zu machen, WIE du mit Hilfe von einem Netzwerk ein Ziel erreichen kannst. Das eigentliche Ziel ist erst mal sekundär.

Am Ende jedes Circle Meetings bespricht man, was man sich für die kommende Woche vornimmt. Nachdem ich schon lange nichts mehr gebloggt habe, dachte ich das wäre doch eine gute Idee. Natürlich passiert nichts, wenn ich mich nicht daran halte, aber die Verbindlichkeit bzw. der Druck steigt schon an, wenn du den anderen sagst, was du dir vorgenommen hast.

Am Anfang des nächsten Circles besprechen wir, wie die Woche war.
Habe ich umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte?
Wenn nein, woran lag’s?
Was oder wer kann helfen?

Nun ist diese Methode von dem Unternehmen, in dem ich arbeite, initiiert worden und alle Teilnehmer sind aus verschiedenen Bereichen des Konzerns. Auch aus anderen Regionen in Deutschland. Wir „treffen“ uns lediglich virtuell, per Video-Call, was sehr gut funktioniert – sofern die Technik es zulässt oder in meinem Fall, weil es am späten Nachmittag stattfindet, die Kinder verhalten sich einigermaßen ruhig.

Außerhalb von Unternehmen

Es ist natürlich interessant für Mitarbeiter eines Unternehmens mittels Netzwerken sichtbarer zu werden, um sich innerhalb der Organisation weiter zu entwickeln.

Aber auch ohne Unternehmen im Hintergrund, können Circles stattfinden. Die Anleitungen sind für jeden auf der Working out loud Website zugänglich, so dass man sich auch privat gut selbst einen Circle organisieren könnte. Es gibt eine facebook Gruppe und bei entsprechendem Engagement könnte ich mir das Netzwerken mit Working out Loud auch für einen erweiterten Freundeskreis gut vorstellen.

Infos:

https://workingoutloud.com/