Selbstvertrauen ist nicht etwas, das du einmal erlebst und dann hast du es für immer. Sondern es ist etwas, das Du immer wieder erfahren musst.
Erst Vertrauen, dann Mut, dann wieder Selbstvertrauen, dann wieder Mut…
Du machst einen mutigen Schritt.
Dein Ausgangspunkt ist eine Deiner Fähigkeiten. Du hast Vertrauen in diese Fähigkeit. Wenn Du nun immer und immer wieder diese Fähigkeit und dieses Wissen anwendest, dann wirst Du immer besser darin. Du bist Expertin.
Und dann wieder von vorn… Du bist mutig und machst einen nächsten Schritt. Du gehst wieder an den Ausgangspunkt.
Die drei wichtigsten Regeln
Da gibt es noch 3 Regeln zu befolgen, damit es funktioniert:
Du brauchst am Anfang eine gewisse Energie, damit es losgeht. Dieser eine kleine erste Schritt, der Mut erfordert. Du wirst Dich aus Deiner Komfortzone heraus bewegen müssen. Warte nicht darauf, bis Du Dich danach fühlst.
Wiederholungen. D.h. Immer und immer wieder die Dinge tun, die wichtig sind.
Sei milde mit selbst. Mach Dich nicht fertig, wenn Du mal einen schlechten Tag hast und vielleicht in Deine alten Muster zurückgefallen bist. Vergib Dir selbst und sag Dir: “Ok, Du hast nicht gemacht, was Du Dir vorgenommen hattest! Morgen versuchst Du es wieder und machst es ein bisschen besser!”
Ein Plan für die Umsetzung
Wie geht es eigentlich weiter nach diesem ersten Schritt?
Oder was ist dieser erste Schritt überhaupt? Vielleicht hast du bei einem Thema mehrere Richtungen, in die Du gehen könntest und weißt nicht wo Du anfangen sollst.
Bei ganz großen Entscheidungen, die Dir schwer fallen, kann ein Coaching bei der Lösung Deiner Fragen helfen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob Coaching etwas für dich ist, dann schreib mir eine E-Mail und wir vereinbaren einen Termin für ein unverbindliches Kennenlerngespräch.
Ende des Jahres fand der Workshop Jahresreflexion, Vision und Veränderung planen statt. 3 Stunden in denen die Teilnehmerinnen das Vergangene Jahr reflektiert haben und Pläne für das neue Jahr geschmiedet haben.
Was passiert nun mit den ganzen Ideen und guten Vorsätzen. Verschwinden sie in einer Schublade?
Wie kommst Du in die Umsetzung dieser Pläne?
Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.
— Alan Kay (amerikanischer Informatiker)
Bewusst planen und durchhalten
Seinen Alltag in Lebensbereiche zu strukturieren, ist ein Ansatz, der es ermöglicht herauszufinden, ob überhaupt und an welchen Stellen eine Veränderung sinnvoll und möglich ist.
Statistisch gesehen halten sich neue Vorhaben (a.k.a. gute Vorsätze) im neuen Jahr bis zum 19. Januar. Das sind nicht einmal 3 Wochen…
Wenn Du verheiratet bist, Kinder hast und berufstätig bist, dann sind das schon 3 Lebensbereiche, in die Du täglich Zeit und Energie reinsteckst, um einen Grundzustand zu erhalten. Wie viele Stunden pro Woche und wie viel Kraft hast Du dann noch zur Verfügung, um etwas anders zu machen?
Egal ob im Job oder privat – Deine Ressourcen sind begrenzt. Zeit und Energie.
Wenn Du Dich nun zusätzlich in einem Bereich – z.B. Ehrenamt oder Weiterbildung – verändern willst, dann ist es von Vorteil, es bewusst und mit einer Struktur anzugehen.
Außerdem hilft es, in der Gruppe gemeinsam zu planen.
Feedback zum Workshop von Teilnehmerinnen:
„Bei einzelnen Themen wurde deutlich, dass sie zwar hin und wieder Aufreger sind, aber keine hohe Prio haben.“
„Die Jahresreflexion hat mir geholfen, ein klareres Bild des Vergangenen zu bekommen und daraus Schlüsse zu ziehen, die mir jetzt und in Zukunft weiterhelfen können.“
Welche konkreten Pläne hast Du?
Auch wenn Du beim Workshop nicht dabei warst, es ist nie zu spät für ein bisschen Planung.
Am 27sten eines Monats planen wir gemeinsam die Umsetzung deiner Pläne für den nächsten Monat bzw. Quartal. Dafür habe einen ersten Planungstreff angesetzt.
Von wegen positives Denken! Es gibt Tage, da fällt es dir schwer, irgendetwas Positives zu finden.
Es gibt Phasen, da durchleben wir bestimmte Schwierigkeiten. Sei’s auf persönlicher Ebene oder alle zusammen. Die vergangenen anderthalb Jahre waren zum Beispiel so. Das ist ein Ausnahmezustand. Keine Frage, du hast jedes Recht müde, wütend, müde und wütend gleichzeitig (mütend) zu sein.
Seltsam, aber egal, wen du triffst, alles von dem du überzeugt bist, scheint sich zu bestätigen. Immer wieder fallen die gleichen Wörter. Z.B. Wenn du immer wieder auf die Frage „wie geht es dir?“, die immer gleiche Antwort gibst: „ich bin total erschöpft!“.
Das gleiche passiert auch mit Glaubenssätzen, wie zum Beispiel ich habe immer Pech. Ich bin unsportlich. Niemand mag mich. Das Leben ist unfair…
Okay, absolut nachvollziehbar. Aber wenn du etwas immer wieder sagst, hältst du damit diese Realität am Leben. Und die 20 Leute, denen du gesagt hast, wie erschöpft du bist, oder dass du kein Geld hast oder dass du total gestresst bist, die halten diese Realität ebenfalls am Leben.
Deine Gedanken werden Worte und deine Worte sind Dein Werkzeug.
Positives Denken beeinflusst unsere Sprache, wie wir mit anderen sprechen, wie wir über uns selbst denken und was wir über uns selbst sagen.
Warum es gut ist, positives Denken zu fördern
Wenn du dir selbst die Möglichkeit gibst, dich auf das Positive zu konzentrieren, lernst du, die guten Dinge im Leben zu bemerken, dich zu erinnern und zu genießen.
Du lernst, den positiven Ereignissen in der Zukunft mehr Aufmerksamkeit zu schenken und dich eingehender mit ihnen zu befassen – sowohl im Moment als auch später, wenn du dich an diese Erfahrungen erinnerst und sie mit anderen teilst.
Das Nachdenken über die Ursache des Ereignisses kann dir helfen, dich auf die tieferen Quellen des Guten in deinem Leben einzustellen und deine Dankbarkeit zu fördern.
Im Alltag kann es schnell passieren, dass du dich auf die negativen Dinge konzentrierst. Der Tag fängt schon „prima“ an. Morgens kippt die Milch um, Du trittst auf ein Spielzeugauto und dann sind auch noch die Kaffee-Filter alle! Schon bist du in dem Modus „Das ist nicht mein Tag!“ und während du durch diesen Tag gehst erzählst du das auch jedem dem du begegnest.
Außerdem gewöhnen wir Menschen uns schnell an die Annehmlichkeiten in unserem Leben und sehen sie als selbstverständlich. Wir übersehen die guten Dinge in unserem Leben und verpassen die Gelegenheit, Dankbarkeit, Freude und Verbindung mit anderen Menschen zu spüren.
Übung für positives Denken: Drei gute Dinge
Diese Übung wirkt diesen oben beschriebenen negativen Tendenzen entgegen indem sie das positive Denken unterstützt.
Wenn du dich an drei positive Dinge erinnerst, die an einem Tag passiert sind und sie aufschreibst – und überlegst, was sie verursacht hat -, stellst du dich auf das Gute in Deinem Leben ein.
Es ist eine Routine, die den emotionalen Ton deines Lebens verändern und Gefühle der Enttäuschung oder des Anspruchs durch Gefühle der Dankbarkeit ersetzen kann – weshalb diese Übung zu einer Steigerung der Zufriedenheit führen kann.
Du brauchst dafür 10 Minuten pro Tag. Idealerweise vor dem Schlafengehen.
Positives Denken durch reflektieren der 3 Guten Dinge des Tages.
Wie die Übung geht und Ablauf
Schreibe jeden Tag drei Dinge auf, die an diesem Tag gut für dich gelaufen sind, und beschreibe warum.
Es reicht nicht aus, diese Übung einfach im Kopf zu machen. Es ist wichtig, dass Du es aufschreibst. Die Dinge können eine relativ kleine Bedeutung haben (z. B. „mein Kollege hat heute den Kaffee gemacht“) oder relativ groß (z. B. „Ich habe eine große Beförderung bekommen“).
Gib dem Ereignis einen Titel (z. B. „Kollegin/Führungskraft hat meine Arbeit an einem Projekt gelobt“).
Schreibe so detailliert wie möglich auf, was passiert ist, einschließlich dessen, was du getan oder gesagt hast und wenn andere beteiligt waren, was sie getan oder gesagt haben.
Beschreibe, wie du dich in dem Moment gefühlt hast und wie du dich nach dem Ereignis gefühlt hast (auch jetzt, wenn du dich daran erinnerst).
Beschreibe was deiner Meinung nach dieses Ereignis verursacht hat – warum es stattgefunden hat.
Schreibe so, wie es dir leicht fällt und kümmere dich nicht um perfekte Grammatik und Rechtschreibung.
Verwende so viele Details, wie du möchtest.
Wenn wieder negative Gefühle aufkommen, konzentrierst du dich erneut auf das gute Ereignis und die damit verbundenen positiven Gefühle. Das kann anstrengend sein, wird aber mit dem Üben einfacher und kann einen echten Unterschied in deinen Emotionen bewirken.
Studie dazu, warum es funktioniert
Besucher einer Website erhielten Anweisungen zur Durchführung dieser Übung. Das Schreiben über drei gute Dinge war unmittelbar danach sowie eine Woche, einen Monat, drei Monate und sechs Monate später mit einem gesteigerten Glück verbunden.
Diese Übung kommt ziemlich harmlos um die Ecke, sie ist aber sehr wirkungsvoll. Ich selbst habe sie über ein Jahr lang täglich gemacht. An jedem Monatsende habe ich die guten Dinge nochmal reflektiert und gezählt in welchem Lebensbereich sie stattgefunden hatten. (Die Lebensbereiche sind: Familie, Gesundheit, Job, Finanzen, Purpose, Beziehungen.)
Eine Strichliste brachte es dann ans Licht.
Nach meiner Auswertung stellte ich fest, dass ich sehr viele gute Momente mit meiner Familie hatte. Zu einer Zeit, in der ich wieder im Job angefangen hatte und die Coaching Ausbildung nebenher machte. Damals plagte ich mich oft, mit dem für Mütter typisch schlechten Gewissen, weil ich glaubte, zu wenig Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich hatte zuvor diese Momente nicht bemerkt, weil ich zu sehr auf das Negative fokussiert gewesen war.
Wenn du ähnliche Themen hast, die dich beschäftigen oder du diese Übung gerne mit meiner Anleitung machen möchtest, dann melde dich zu einem Coaching bei mir.
Ich bin mir sicher, wir finden einen Lösungsansatz.
Bei der Tu Dir etwas Gutes Blogparade von SimplyLovelyChaos werden Tipps gesucht zum Thema Selbstfürsorge oder ganz einfach: Wie kann Frau bzw. Mama sich etwas Gutes tun? Dieses Thema ist mir sehr wichtig, nachdem ich letztes Jahr festgestellt hatte, dass ich 10 Jahre lang nicht wirklich etwas für mich getan hatte…
Dass ich täglich wichtige Arbeit für meine Familie und meinen Beruf leiste ist selbstverständlich. Aber wo bleibe ich? Was tue ich für mich? Ich brauche das Gefühl, dass der Tag oder die Woche nicht sinnlos oder Zeitverschwendung war. Für mich.
Und fast hätte ich bei dieser Blogparade gar nicht mitgemacht. Aber dann hörte ich in einem Podcast etwas, das mich wieder daran erinnert hat… Und so bin ich schon mittendrin bei den Dingen, die mir gut tun…
Etwas Neues erfahren. Der Wunsch immer zu lernen.
Es geht um die innere Einstellung zum Lernen. Ich kann durch ein Gespräch mit einer befreundeten Mutter etwas lernen. Der Austausch ist mir wichtig. Oder ich kann einen Impuls in einem Hörbuch bekommen, oder ich lese eine Seite in einem Ratgeber und es bleibt tatsächlich etwas hängen. Und wenn es nur ein Satz ist. Oder ich höre einen Podcast.
Das tut mir deswegen gut, weil ich dann weiß, dass ich mich nicht vernachlässige. Nicht nur im Äußeren, sondern auch meine grauen Zellen. Sich weiter entwickeln ist auch Selbstfürsorge.
Die Pflege im Außen
Wenn die Kinder sehr klein sind und einem ständig am Busen baumeln oder permanent am Bein hängen… Ihr wisst was ich meine: Füttern, Wickeln, Waschen, Schlafen, Putzen und wieder von vorn, da kann es schon mal vorkommen, dass Tage vergehen und du kommst nicht zum Duschen. Und wenn es sich dann mal ergibt und du bekommst die Zeit… das Gefühl danach… Da fühlst du dich wieder wie ein Mensch! Oder? Und nur als Beispiel, eine schöne luxuriöse Bodylotion… Der Duft! Eine kleine Oase im Ozean des Babybreis. Sich zu Pflegen, sich als Frau fühlen ist auch Selbstfürsorge.
Die „Was-ich-schon-immer-mal-machen-wollte-Liste“
Eine Idee einer befreundeten Mama. Sie erzählte mir einmal, dass sie ungeplant ein paar Stunden „Kinderfrei“ hatte, weil der Mann mit den Kindern unterwegs war. Erst war sie planlos, aber dann hat sie sich eine Liste gemacht, mit Dingen die sie schon immer mal machen wollte, aber nie Zeit dafür hatte. Künftig schaut sie auf die Liste und macht das, worauf sie am meisten Lust hat. Sich kleine Wünsche und Träume verwirklichen ist auch Selbstfürsorge.
Die „Das-Entspannt-mich-Liste“
Was entspannt dich? Ich meine was entspannt dich wirklich? Tee? Milchkaffee? Ein Eis? Ein Magazin durchblättern? Auf der Couch liegen? Ein Glas Rotwein? Meditieren? Sich selbst massieren – wo auch immer? Egal was… Schreib dir eine Liste. Sie ist nur für dich! Braucht niemand sonst zu sehen. Schreib auf, was dich entspannt. Etwas auf das du zurückgreifen kannst, wenn du ein paar Minuten Zeit hast und dir etwas Gutes tun willst. Du hast ein Recht darauf. Sich regelmäßig entspannen ist auch Selbstfürsorge.
Zeit blocken für Selbstfürsorge
Warum Listen? In manchen Situationen neige ich dazu, nicht zu wissen, was ich mit meiner plötzlich freien (kurzen) Zeit anstellen soll. Schließlich gibt es ja so viele Pflichten, da vergesse ich, wie es geht, einfach etwas zu tun, das Spaß macht. Und dann denke ich manchmal, ich mach noch schnell ’ne Waschladung… Aber muss ich das wirklich, wenn ich mal 30 Minuten Zeit geschenkt bekommen habe?
Ein Blick auf die Liste bringt wieder in Erinnerung, was man in ein paar Minuten sonst noch machen könnte. Und man sieht, was einem dann auch wirklich wichtig ist. Kann sein, dass Du feststellst, dass du keine Lust hast auf Badewanne, obwohl du immer jammerst, dass du nie Zeit hast für ein langes Bad… Aber dafür vielleicht mal wieder Musik auflegen von früher? Und mit dem Beat mitgehen?
Ein mal in der Woche nehme ich mir abends gezielt Zeit für mich. Ich treffe mich mit Freundinnen, gehe in die Sauna, ins Kino oder Essen. Am Wochenende oder an meinem freien Tag blocke ich Zeit für andere Themen. Ich markiere den Tag oder die Uhrzeit in meinem Kalender. Z.B. Grün für metime, Orange für Weiterbildung, Gelb für Sport. Auch nachträglich, wenn sich spontan Zeit ergeben hat. So kann ich auf einen Blick sehen, dass ich etwas für mich getan habe und kann feststellen, ob mein Wohlbefinden und die Zeit, die ich für mich nutze zusammen passt.
Unsere Zeit wird zu einem Großteil von den Bedürfnissen der Familie bestimmt. Wir Mütter haben ein Recht darauf für unsere Bedürfnisse auch Zeit in Anspruch zu nehmen. Das erfordert Struktur und Planung. Sich Zeit nehmen, planen, Zeit blocken und sich organisieren ist auch Selbstfürsorge.
Soweit mein Beitrag zur „Tu dir etwas Gutes“- Blogparade von SIMPLYLOVELYCHAOS – Ein Mama-Blog aus Berlin. Ich hoffe, es war auch ein Tipp für dich dabei. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.
Deine Anna
the good working mom
P.S.:
Der Podcast, den ich erwähnt habe ist „Gut reden kann jeder“ von Isabel Garcia, in dem es eigentlich um die Stimme geht, aber dann wieder um vieles mehr; nämlich, dass alles mit allem zusammenhängt. Das hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Und damit auf die Stimme. Und sie beschreibt auch die „Das-entspannt-mich-Liste“.
Tipps wie man als working mom ein bisschen Zeit für sich finden kann habe ich in diesem Post hier mal beschrieben.