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Schreibtisch-Menü

Schreibtisch-Menü

Schreibtisch-Menü

Was ist ein Schreibtisch-Menü?

Als Teilzeit Mama im Büro weißt Du genau, was ich mit Schreibtisch-Menü meine. Essen alleine vor dem Bildschirm, weil mit den Kollegen in der Kantine essen gehen lange dauert und Du keine Zeit verlieren willst. Schließlich musst Du pünktlich Schluss machen, um die Kleinen abzuholen.

Dein Schreibtisch- Menü sieht wahrscheinlich so aus:

  1. Cashewnüsse mit Cranberries oder sonstiges Studentenfutter.
  2. Smoothie.
  3. Ein Sandwich von der Tankstelle in der Straße.
  4. Kaffee (wahlweise mit viel Milch und Zucker damit es satt macht)
  5. Mischtüte: alles, was Du im Kühlschrank oder auf der Küchenanrichte gefunden hast z.B. ein Stück Obst, die zwei letzten Toastscheiben, ein Rest Käse, zwei Scheiben Salami, ein Müsli-Riegel, Teebeutel.
  6. Eine Portion Eintopf aus der Tiefkühltruhe von letztem Monat.
  7. Eine Sushibox/Bowl vom neuen In-Laden in der Nähe des Büros.
  8. Eine Schüssel selbst gemachter Salat der „gesund aussieht“.
  9. Die Reste vom Geburtstagskuchen des Kollegen.
  10. Den Schokoriegel, den Du noch in der Schublade vom Rollcontainer gefunden hast.

Ach ja und Brot mit diversen Belägen wie z.B. Erdnussbutter mit Bananenscheiben sind auch immer mal wieder dabei.

Nun haben wir zurzeit eine andere Herausforderung mit der ganzen Corona-Stay-at-Home-Office-Quarantäne-Fernunterricht-Situation.

OK Frühstück und Abendessen wären sowieso standardmäßig zu bewältigen, aber jetzt entfällt das warme Essen in der Schulmensa bzw. in der Firmenkantine bei den anderen und alle wollen Mittagessen.

Plötzlich sieht es so aus, dass nicht nur wir als working moms, irgendwie etwas gegen den Hunger in der Mitte des Tages unternehmen müssen, sondern ein, zwei, drei Kinder und ein Mann zuhause sind und 3 Mal am Tag Hunger haben.

Das merkst Du dann, wenn spätestens gegen 12 Uhr der ein oder andere aus seiner Ecke kommt und fragt: „Was gibt’s heute?“

Als wärst Du die Einzige, die dafür zuständig ist. Bist Du’s vielleicht…?

Aus Schreibtisch-Menü wird in-der-Küche-stehen-am-laufenden-Band oder Wieso müssen die alle 3 mal am Tag essen?

Für Dich alleine wäre jetzt alles von der obigen Liste OK, aber für die anderen..? Und so findest Du Dich jeden Tag mittags in der Küche wieder und dann heißt es kochen Baby! Kochen!

  1. Manchmal bestellt Ihr Euch Pizza, aber das schlechte Gewissen erlaubt es Dir nur alle zwei Wochen einmal.
  2. Fischstäbchen, mit Kartoffelpüree und Rahmspinat – Du bist die größte Heldin.
  3. Ein Riesentopf Fleisch-Kartoffel-Suppe/Eintopf reicht auch für zwei Tage.
  4. Linsen mit Spätzle Reste vom Sonntag – kam so la la an.
  5. Spaghetti oder Nudeln mit Tomatensoße geht immer.
  6. Geheimtipp: Chicken Gyros in der Pfanne mit Fladen Brot.
  7. Nochmal Nudeln – wegen Zeitmangel nur mit Butter.
  8. Salamibrot und wir essen dann heute Abend richtig.
  9. Ein Riesenblech Pastitsio (griechische Lasagne) – Lieblingsessen – muss aber am Wochenende vorbereitet werden.
  10. Warmes Käse-Toast-Sandwich.

Du probierst immer mehr aus, was schon vorbereitet ist, was Du nur noch aufwärmen musst oder Du lässt es liefern. Es gibt Tage, da entdeckst Du so Gerichte wie Spiegel-Ei wieder. Außerdem hast Du den Begriff Meal-prep neu gelernt und lässt Dich gerne von YouTube-Superstars inspirieren.

Manchmal fällt das Schreibtisch-Menü sogar aus

Und das ist auch neu. Weil alle Meetings nun online stattfinden, reiht sich Meeting an Meeting. Manche legen sie auch in die Mittagszeit. Und wenn Du gegen 12:30 Uhr essen willst, musst Du 11:30 Uhr spätestens mit kochen anfangen. Mit anschließend abräumen und klar Schiff machen in der Küche bist Du gut 2-3 Stunden beschäftigt.

Blöd, wenn Meetings von 11 bis 13:00 Uhr dauern. Da kannst Du nur hoffen, es gibt noch Reste vom Vortag oder die andern schaffen es, sich selbst etwas zu machen.

Und wenn Du Dir doch Zeit zum Kochen nimmst? Die Zeit darfst Du nachmittags/abends dranhängen, um auf deine Teil(Zeit) zu kommen. Aber das ist ja kein Problem, denn Du musst ja zurzeit nirgendwo hin.

Die Lösung ist einfach aber nicht leicht

  1. Das Home-Office Schreibtisch-Menü vorplanen oder vorkochen, damit es zur Mittagszeit schneller geht. z.B. nur mit Aufwärmen.
  2. Das Kochen und die Arbeit drumherum aufteilen zwischen den Beteiligten.

Wenn Kinder schon etwas älter sind, dürfen sie lernen, sich etwas warm zu machen, Geschirr selbst weg- und aufräumen und ggfs. sich beim Bäcker etwas zu holen.

Und dann gibt’s ja noch (idealerweise) einen anderen Erwachsenen, der die Hälfte der Arbeitstage die Verantwortung über die Menü-Planung und Zubereitung übernehmen könnte. Wie wir es schaffen, dass das auch zur Umsetzung kommt?

Vorschläge bitte in die Kommentare 🙂 Und wenn Du noch mehr Tipps fürs Schreibtisch-Menü hast, dann gerne auch.

Bon Appetit.

mental Load

Hilfe bei Mental Load

Wenn das Gefühl überwältigend wird und der Kopf schwirrt wegen des To-Do-Schwarms, heutzutage Mental Load genannt, dann ist es Zeit für ein paar Tools.

Mental Load oder zu viel los in Deinem Kopf?

Klicke Dich durch die Bilder um ein paar Maßnahmen anzuschauen, die gegen das Chaos im Kopf helfen.

  • mental Load

Alles abladen: Der Braindump

Braindump bedeutet, alles aufzuschreiben, was Dich belastet, egal in welcher Reihenfolge und in welchem Lebensberich oder Kategorie.

Das könnte so aussehen:

Essensplan machen, Sohn zum Fußball bringen, vorher Fußballsachen waschen, mit anderer Mutter abstimmen wegen Trainergeschenk, neue Schuhe für Tochter, Milch und Brot auf dem Heimweg besorgen, Blogartikel schreiben, Waschmaschine am Morgen beladen – abends ausladen, Wäsche aufhängen, Text lesen für Bewerbung beste Freundin, Verabredung mit beste Freundin, Loch in Hose stopfen, Rechnung XY überweisen, Wichtiger Termin Job vorbereiten, Oma anrufen, Smoothie Rezept ausprobieren, Plätzchenbackheft suchen, Artikel wegen Weiterbildung lesen, Kinderklamotten aussortieren, u.s.w..

Das sind nur Beispiele, aber ich glaube, dass es bei vielen working moms ähnlich aussieht. Die Aufgabe ist klar, oder? Einfach mal alles auflisten.

Das Abladen verschafft erst mal eine erste Erleichterung.

Der Überblick und Dein Kalender

Als nächstes bringst Du etwas Licht in das Chaos, indem Du mal schaust, ob wirklich alles jetzt erledigt werden muss oder ob es vielleicht auch OK ist, bestimmte Dinge nächste oder übernächste Woche zu machen. Was sind Aufgaben in einem bestimmten Bereich? Was kann zusammengefügt werden? Was kann jemand anderes übernehmen. Wo gibt’s Puffer und wann kann etwas aufgeteilt werden? Auch möglich: was kann entfallen? Das kannst Du mit dem nächsten Tool ermitteln.

Mehr Kotrolle durch Priorisieren

Es gibt keine ultimative Methode zu Priorisieren, aber grundsätzlich bedeutet es zu unterscheiden, was (Dir) wichtig ist und was dringend ist und somit was, wann, in welchem Moment erledigt wird.

Wenn du immer am Feuerlöschen bist oder wie Charlie Chaplin durch die Welt wirbelst, hast Du keine Energie oder Freiraum für Dich und Deine Ideen oder Träume.

Mit Tools wie z.B. der Eisenhower Matrix kannst Du versuchen Deine Träume, Ziele, Pläne auch unterzubringen. Das steigert die Zufriedenheit und gibt Dir Energie die täglichen kleinen Aufgaben zu bewältigen – ohne den Mental Load, wo Du die ganze Zeit darüber nachdenkst, was Du alles in Deinem Leben nicht schaffst. (Im Downloadbereich gibt es eine Anleitung dafür. Das Passwort erhalten alle Abonnentinnen des Newsletters.)

Bitte um Hilfe bzw. fordere sie ein

Es ist wohl in den meisten Fällen so, dass Du Deine Kinder nicht von irgendwo her mitgebracht hast, sondern, dass es einen Vater dazu gibt und ggfs. Großeltern und/oder ein anderes (familiäres) Supportsystem. Nachbarinnen, Freundinnen, Paten, andere Mütter aus Kita/Schule. (Ich weiß, dass viele Alleinerziehende wirklich alleine sind. Gerade sie brauchen ein externes Supportsystem.)

Lerne zu Netzwerken und schaffe Dir das Dorf, das es braucht, um ein Kind großzuziehen. Und frage, bitte um Hilfe, delegiere, lasse Verantwortung übernehmen. Teile die Aufgaben mit Deinem Partner. Ich weiß aus Erfahrung: Es ist mühsam und braucht viel Diskussion.

Buchtipps zu Mental Load

Viele Hilfreiche Tipps gibt es auch in Büchern zum Thema Mental Load. Da gibt es auf dem Markt einiges dazu. Zwei davon habe ich auch gekauft und gelesen und empfehle sie gerne weiter. (Werbung)

„Raus aus der Mental Load-Falle: Wie gerechte Arbeitsteilung in der Familie gelingt„ ist kurzweilig, persönlich geschrieben und schnell zu lesen. Mit praktischen Tipps.

 

„Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles!: Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen“ beinhaltet viele Hintergrundinformationen, Statistiken und Tipps von einer Psychologin.

 

Ziele erreichen durch Planen

Jetzt hast Du Dir Zeit freigeschaufelt und kannst Dich an die Umsetzung Deiner eigenen Themen machen. Die Dinge, die Dir wirklich wichtig sind und die in der Umsetzung aber immer hinten runter gefallen sind.

Was auch immer es ist. Ein privates Projekt, ein DIY Projekt, ein Ehrenamt, Abnehmen, Veganerin werden, dich um Deine Finanzen kümmern, Dein eigenes Café eröffnen, Deine Bewerbungsunterlagen auf Stand bringen, ein Buch schreiben, den Keller ausräumen, ein Haus suchen, u.s.w.

mental Load

All das sind mögliche Tools gegen Dein Chaos im Kopf

Das gibt Dir die Kontrolle zurück und bringt etwas Erleichterung. Damit bist Du zwar Deine Probleme nicht von heute auf morgen losgeworden, aber es reduziert den Stress, du fühlst dich beruhigt und Du bist der Lösung einen großen Schritt näher, denn Du hast es in Deiner Hand.

Workshop und Coachings


Ich biete nicht nur Tools an, sondern weiterhin maßgeschneidertes 1:1 Coaching und Beratung. Die Anmeldung zum Kennenlerngespräch findest Du hier → klick Erstgespräch.

Ein Workshop zum Thema Stressbewältigung findet auch bald statt. Hier kannst Du Dich in die Warteliste eintragen und Du erhältst eine E-Mail mit Informationen dazu, wenn es soweit ist. → klick Warteliste Workshop

Hast Du noch Fragen? Du kannst mir auch eine E-Mail schreiben an coaching@antoniadou.de

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Deine Anna.

Burnout

Burnout bei Müttern

Zusammenhang von Stress und Burnout

Burnout kommt am Ende eines langen Prozesses: Arbeitsbelastung, chronischer Stress sowie Reaktionen auf belastende Lebensereignisse.

Eine frühere Kollegin erzählte mir, wie sie die völlige Erschöpfung erlebt hatte. Es zeigte sich einmal nach dem Einkauf, als sie die Taschen in der Küche abstellte und wie ferngesteuert in eine Tasche griff, um mit dem Einräumen der Sachen zu beginnen. Mit einer Milchpackung in der Hand blieb sie wie festgefroren mitten in der Bewegung in der Küche vor dem Kühlschrank stehen. Nichts ging mehr. Sie stand da und wusste plötzlich nicht mehr, was sie mit der Milchtüte machen sollte. Ihr Körper und ihr Gehirn konnten diesen Prozess nicht mehr zu Ende führen. Game over. Keine Energie mehr, kein Arbeitsspeicher mehr. Der Zustand am Ende einer Spirale von Stresserlebnissen.

Stressreaktion

Stress ist ursprünglich ein Begriff aus der Physik und beschreibt den Zustand eines Werkstoffs unter Krafteinwirkung. Später wurde der Begriff für Menschen verwendet als Beschreibung der psychischen und körperlichen Reaktion durch spezifische äußere Reize.

Um zu verstehen, was da eigentlich mit uns passiert hilft es die biochemischen Prozesse in unserem Körper zu verstehen und was da eigentlich mit uns los ist, wenn wir „gestresst“ werden.

Ein Stressreiz führt zu einer Reaktion: Adrenalin, Noradrenalin werden im Gehirn freigesetzt und als Folge

  • höherer Blutdruck, 
  • beschleunigte Atmung, 
  • mehr Sauerstoff gelangt in die Muskeln,
  • Körper ist bereit zum Angriff oder Flucht.

Durch körperliche Aktivität (Angriff, Kampf, Flucht) schließt sich der Stressreaktionszyklus und das innere Gleichgewicht wird wieder hergestellt.

Ursprünglich – als die Menschen noch draußen in der Natur gelebt haben – war diese Reaktion ein Überlebensvorteil. Die Flucht vor Fressfeinden (Säbelzahntiger) und die Jagd nach Nahrung haben diese biochemischen Prozesse unserer Körper im Gleichgewicht gehalten. 

Heutzutage, durch die Arbeitsbedingungen in Büros und den modernen Lifestyle schaffen wir es nicht, den Stressreaktionszyklus zu schließen. Immer und immer wieder erleben wir Situationen, die uns stressen, aber wir können keine körperliche Aktivität direkt im Anschluss daran durchführen.

Nach jedem nervigen Kommentar im Büro 20 Mal im Bürogang rauf und runter rennen, lässt sich irgendwie nicht realisieren. Und dass Du als Working Mom direkt im Anschluss an Deine Arbeit zur Kita oder Schule rennst und danach die zweite Schicht beginnt mit Sorgenarbeit für Kinder und Haus öffnet neue Stresszyklen, die Du wieder nicht schließen kannst. Oder schaffst Du es etwa jeden Abend noch 20-60 Minuten Sport zu machen? (Über das Thema Mental Load, habe ich hier auch schon geschrieben. Das kommt oben drauf!)

Wenn es Dir wie mir geht, dann hast Du um 21:30 Uhr die Spülmaschine eingeräumt und die letzten Spielsachen vom Wohnzimmerboden gefischt und bist froh, dass Du vielleicht 15 Minuten alleine im Bad bist zum Zähneputzen bevor Du  Dich zum Schlafen hinlegst. 

Wir schieben nicht geschlossene Spiralen von Stress vor uns her.

Andauernder, wiederholender, chronischer Stress führt zu unterschiedlichen Symptomen wie z.B. Erschöpfung und Schläfrigkeit, Appetit- und Lustlosigkeit, erhöhtes Schmerzempfinden sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtniseinbußen. 

Und wenn es so weitergeht folgen noch Depression, Gewichtszunahme, Burnout.

Wir waren zu dritt in einem Restaurant essen. 3 Mütter, die einen freien Vormittag in der Woche nutzten, um mal gemeinsam Mittag zu essen und sich auszutauschen, anstatt – wie sonst immer – die Wohnung aufzuräumen, Wäsche zu waschen u.s.w.. Eine von uns ging auf die Toilette. Als sie zurückkam erzählte sie, dass sie beim Händewaschen für einen kurzen Moment nicht wusste, wo sie ist. 

Woran erkennt man Burnout?

Von den ersten Warnzeichen bis zum Zusammenbruch

  • Energieverlust
  • reduzierte Leistungsfähigkeit
  • Gleichgültigkeit und Zynismus
  • Unlust
  • Unklare körperliche Symptome, wie Schwitzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Muskelschmerzen, Schlafprobleme und Konzentrationsmängel.

Burnout entwickelt sich über 12 Phasen

  • der Zwang, sich zu beweisen, 
  • verstärkter Einsatz, 
  • Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, 
  • Verdrängung von Konflikten,  
  • Umdeutung von Werten,  
  • Leugnung der Probleme,  
  • Rückzug,  
  • beobachtbare Verhaltensänderung, 
  • Depersonalisierung,  
  • innere Leere,  
  • Depression,  
  • völlige Erschöpfung.

Merkmale

Emotionale Erschöpfung – Müdigkeit, die davon kommt, dass man sich zu lange zu viel gesorgt hat.

Depersonalisation – Verlust von Empathie, Anteilnahme und Mitgefühl.

Vermindertes Selbstwertgefühl in Bezug auf die eigene Leistungsfähigkeit – unbezwingbares Gefühl der Sinnlosigkeit. Fehlende Selbstwirksamkeit. 

Was tun, gegen Burnout?

Erst mal so viel wie möglich für das eigene Wohlbefinden tun und Strategien für das „Schließen der Stressreaktionszyklen“ umsetzen. 

Im Workshop Stressbewältigung gebe ich einige Beispiele und Vorschlägen für solche Strategien. (Termine für diesen Workshop findest Du auf der Seite Workshop)

Was noch? Lernen Nein zu sagen, Grenzen setzen. Wertschätzen, was Du alles schaffst, Druck vermindern und Aufgaben abgeben. Lernen, dass Erholung Dich voranbringt und nicht zurückwirft.

Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen.

Weltgesundheitsorganisation, 1946

Workshop Stressbewältigung

Du kannst auch einen Workshop mit mir besuchen – offline oder online. Trag dich in die Warteliste ein, dann wirst du über Termine informiert, sobald wieder mal einer Stattfindet.

Und wenn Du nicht warten willst sondern eine konkrete Fragestellung hast, dann lass uns darüber reden. Schreibe mir eine E-Mail für ein Erstgespräch.

Ich freue mich auf Dich!

Bis bald
Deine Anna.

Resilienz

Resilienz und Coaching

In diesem Blogpost gibt’s ne kurze Definition zum Thema Resilienz, was Coaching dafür tun kann plus 10 Tipps für jeden Tag, die leicht umzusetzen sind.

Resilienz

Ich engagiere mich ehrenamtlich für das Netzwerk Frauen Bei der Bahn und hatte im Januar 2020 einen Workshop „Stressbewältigung und Resilienz“ angeboten. Wir waren nicht ganz durchgekommen, weil die Teilnehmerinnen in der ersten halben Stunde erstmal Netzwerken und sich kennenlernen wollten, was ich nicht einberechnet hatte. (Merker für künftige Workshops: Immer 30 Minuten für extra Wünsche der Teilnehmerinnen einplanen),

Das war aber kein Problem, denn das gab mir die Gelegenheit noch einen zweiten Termin anzubieten und dann tiefer in das Thema einzusteigen.

Was ist Resilienz überhaupt?

Resilienz ist ein dynamischer Prozess. Sie verändert sich im Laufe des Lebens – kann mal stärker oder schwächer werden. Es bedeutet erfolgreich Krisen zu bewältigen und in einen Gleichgewichtszustand zurückzukehren bzw. sogar einen Zugewinn an seelischer Belastbarkeit.

Auch wenn es viele nicht hören wollen, es ist kein Trendthema, das es erst seit kurzem gibt.

Ich bin auch ein bisschen auf die Geschichte der Resilienzforschung eingegangen. Mit der Studie von Kauai vom Emmy Werner hatte alles 1955 begonnen.

Coachings zahlen auf Stärkung der Resilienz ein

Resilienz ist nicht mein Spezialgebiet aber in der Vorbereitung zu diesem Workshop fiel mir auf, dass viele Tools und Übungen, die ich in meinen Coachings anbiete, auf die Ressourcen einzahlen, die Resilienz stärken.

Wenn Du an einer Fragestellung Deines (beruflichen) Lebens mit mir arbeitest, dann arbeitest Du auch an Deiner Resilienz.

7 Schlüssel der Resilienz a.k.a. -Resilienzfaktoren oder -säulen

Bestimmten Fähigkeiten, Grundhaltungen und Ressourcen bilden die Basis für die inneren Widerstandskraft. Hierzu gibt es die Möglichkeit mit Übungen, daran zu arbeiten und sie zu stärken.

  • Akzeptanz
  • Optimismus / Emotionsmanagement
  • Opferrolle verlassen (Selbstwirksamkeit)
  • Eigenverantwortung
  • Netzwerkorientierung
  • Lösungsorientierung
  • Zukunftsorientierung

Faktoren der Resilienz im Detail

Akzeptanz

  • Akzeptanz ist relevant, wenn es um Veränderungen geht – als Führungskraft z.B. in Change-Projekte und Krisen.
  • Annehmen von dem was jetzt ist und von Vergangenem, um erfolgreich zu handeln.

Optimismus

  • Das bedeutet NICHT rosarote Brille, sondern Zuversicht. Es ist die Überzeugung, dass – auch wenn‘s grade schwierig ist – es wieder besser wird und dass es gut ist, Dinge anzupacken. Das Licht am Ende des Tunnels sehen.
  • Es gibt einen Zusammenhang zum Glückserleben.  Emotionssteuerung/-management bedeutet, nicht auf den schlechten Emotionen rumzukauen, sondern sich auf positive Emotionen und kleine tägliche Freuden zu fokussieren.
  • Umgang mit den eigenen Gefühlen beherrschen. Gefühle zulassen und auch anderen gegenüber zeigen.

Selbstwirksamkeit

  • Überzeugung, eines Menschen, dass er sein Leben im Griff hat. Dass er das was er tun will, auch tun kann.
  • Sich so organisieren, dass man den Anforderungen gewachsen ist. Wenn sich jemand grundsätzlich zutraut, erfolgreich zu sein, selbst in schwierigen Zeiten.
  • Es bedeutet auch die Opferrolle zu verlassen. 

Verantwortung übernehmen

  • Fähigkeit zu ausgeprägter Selbstreflexion. Fähigkeit innere Überzeugungen überprüfen zu können.
  • Realistische Situationsbewertung, Perspektivenwechsel. Realistisches Selbstbild, nicht anders sein wollen, ich bin OK, so wie ich bin.

Netzwerkorientierung

  • Fähigkeit gut in Kontakt mit anderen zu gehen, sich in andere einfühlen und private und geschäftliche Beziehungen gestalten können. Als FK mit unterschiedlichen Persönlichkeiten klar kommen.
  • Erfolgreich ist heutzutage nur, wer mikropolitisch im Unternehmen geschickt agiert und ein entsprechend gutes Netzwerk mit Unterstützern und Fürsprechern aufgebaut hat.
  • Unterstützung wird in schwierigen Zeiten eher Personen angeboten, denen man sich nahe und vertraut fühlt.

Lösungsorientierung

  • Vorannahme, dass Probleme grundsätzlich gelöst werden können.
  • Haltung, wie wir zu etwas unveränderlichem stehen, verändern und uns davon loslösen.
  • Möglichkeiten ausloten, kreativ an Themen rangehen.

Zukunftsorientierung

  • Zielorientierung.
  • Wissen, wofür mache ich das alles.
  • Sog. Kohärenz

Extra Tipp zum besseren Verstehen von Resilienz: Sendung in der ARD Mediathek , die das Thema wunderbar durchleuchtet.

10 Tipps für jeden Tag

Um diese innere Kraft täglich zu pflegen, kommen jetzt hier 10 Tipps, die leicht umzusetzen sind. Sie stammen aus den Buch: „Resilienz. Innere Stärke für Führungskräfte“.

  • Achte auf ausreichenden Schlaf.
  • Sorge dafür, dass Du genug isst.
  • Bringe Abwechslung in Deine Arbeit.
  • Tue etwas für Deinen Körper.
  • Tue etwas woran Du Freude hast.
  • Fokussiere Dich auf das, was Du gut gemacht hast.
  • Lerne aus Deinen Fehlern.
  • Erzähle etwas witziges weiter.
  • Bete, meditiere oder entspanne Dich.
  • Unterstütze einen Kollegen.

Mit diesen kleinen Aktionen kannst du täglich an Deiner Resilienz arbeiten. Und kein Stress, bitte. Eins ist mehr als Null! Lieber jeden Tag nur eine kleine Sache, als gar nichts.

Wenn Du tiefer gehen möchtest und über einen längeren Zeitraum an einer erkennbaren Verhaltensänderung arbeiten willst, dann lass uns darüber reden.

Du kannst über die Startseite www.thegoodworkingmom.com ganz unten einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch buchen. Zum Vereinbarten Termin rufe ich Dich an und wir besprechen, wie ich Dir helfen kann.

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Deine Anna

Sichtbarkeit Komfortzone

Sichtbarkeit

Früher konnte ich mit dem Begriff Sichtbarkeit nicht viel anfangen. Seitdem ich mich mit meinen Beiträgen im Social Media und meinen Perspektiven im Unternehmensumfeld beschäftige, habe ich jedoch verstanden, welchen Effekt diese Sache mit der Sichtbarkeit auf die Entwicklungsmöglichkeiten – vor allem von Frauen – hat.

Sichtbarkeit bedeutet z.B. sich bei Netzwerkveranstaltungen zu zeigen, in Besprechungen etwas zu sagen und dabei wichtige Wörter zu verwenden. Mit ausgewählten Kollegen gemeinsam Mittagspause machen gehört auch dazu.

Es ist am Ende eine Wirkung von Selbstbewusstsein, weil eine Person immer und immer wieder irgendwo im Sichtfeld der Führungskräfte und Kollegen auftaucht und somit bekannt ist. Vielleicht sogar bekannt für ein bestimmtes Thema. 

Es ist eher wahrscheinlich, dass man bei einem Problem angesprochen wird, wenn man einen kennt und vertraut.

Sichtbarkeit ist entscheidend für Entwicklungsmöglichkeiten 

Mel Robbins, die ich in meinen Beiträgen oft zitiere, und die in ihren Vorträgen oft das Thema Karrieremöglichkeiten von Frauen behandelt, macht auf einen interessanten Effekt aufmerksam:  Nur sichtbare Arbeit wird belohnt. Mit Beförderungen! In dem verlinkten Video sind sehr viele Tipps enthalten. Schaut es Euch mal an. Ist unter 5 Minuten.

Es gibt eine Studie der Harvard Universität, die festgestellt hat, dass Frauen bei gleichen Noten, gleicher Qualifikation, gleiche Weiterbildung etc. im Job weniger befördert wurden als die männlichen Vergleichspersonen. Und man hatte festgestellt, es liegt an ihrer fehlenden Sichtbarkeit.

Meine persönliche Erfahrung

Ich habe jahrelang gedacht, meine Leistung würde für sich sprechen und meine Vorgesetzten müssten mich von sich aus wählen und mich befördern. Leider läuft es nicht so. 

Nochmal: Befördert werden eher Personen, die Sichtbarkeit haben, weil sie selbstbewusst wirken, ihre Arbeit zeigen und darüber sprechen. Sicher es gibt auch andere Faktoren, die eine Rolle spielen, aber das geschickte Eigenmarketing gehört dazu.

Tijen Onaran schreibt in ihrem Buch „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“:

„Auch wenn die Vorstellung sehr schön ist, so müssen gerade Frauen im Berufsleben immer wieder feststellen, dass niemand auf sie zukommt und sie anspricht, ob sie nicht bei diesem oder jenem Projekt mitmachen wollen, weil sie sich fachlich dafür eignen. Gerade auch innerhalb von Unternehmen gilt: Wenn du aufsteigen willst, musst du dich selbst für bestimmte Projekte oder Positionen vorschlagen und dich immer wieder ins Spiel bringen.“

Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Mein Chef kennt mich seit 17 Jahren, aber er weiß nicht wirklich viel über meine Arbeit, weil ich nicht immer wieder darüber gesprochen habe. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Projekte, die zu mir gepasst hätten, abgelehnt wurden, weil niemand an mich gedacht hatte. Wie auch? Ich war damals nicht sichtbar und habe eher im Hintergrund gearbeitet. Fleißig aber ohne Sichtbarkeit für die anderen. 

Sichtbarkeit für das Management

Tatsächlich hat mir eine frühere Führungskraft mal erzählt, dass wenn es um die Besetzung einer Stelle ging und es im Managementkreis besprochen wurde bei der Nennung einer Person, gefragt wurde „Habe ich schon mal von dem gehört?“ oder „Kenne ich sie?“.

Am Ende wird dort über die Besetzung einer Position entschieden. Und selbst wenn du besser qualifiziert bist, als dein Mitbewerber, wenn dich keiner kennt, wenn niemand weiß wofür du stehst, wie du auf dem Parkett des Unternehmens agierst, dann wird man dich leider nicht bevorzugen. 

Sichtbarkeit für working moms

Wie verhält es sich nun für berufstätige Mütter mit dieser Sichtbarkeit? Vor allem für die, die den Hauptanteil der Care-Arbeit übernehmen.

  • Mütter gehen früher nach Hause, vor allem immer pünktlich zur selben Zeit, wegen der Kita Schließzeiten. 
  • Sie sind bei den wichtigen Besprechungen oft nicht dabei, weil die spät sind und lange dauern.
  • Sie gehen nicht mit zum Essen, weil sie keine Pause machen oder nur in Teilzeit da sind.
  • Netzwerkveranstaltungen sind oft abends, was eine Teilnahme erschwert.

Also insgesamt weniger Zeit und Gelegenheit über sich und seine Arbeit zu sprechen und sich in Blickfeld der entscheidenden Personen zu bringen. 

Kommt dir etwas davon bekannt vor?

Sichtbarkeit Komfortzone

Was kannst du anders machen?

Es ist wie immer ein Prozess und kleine Schritte führen zum Ziel. Vielleicht gehst du mal wieder mit jemandem zum Mittagessen? Oder du trägst etwas zum nächsten Team Meeting bei? Oder du bewirbst dich auf eine Stelle weiter oben in der Hierarchie?

Auf jeden Fall wirst du aus deiner Komfortzone herauskommen. Frag dich, wofür willst du stehen – außer dafür, dass du eine working mom bist. 

Ich helfe dir dabei, aus deiner Komfortzone zu kommen und in die Sichtbarkeit zu gehen. Melde dich gerne zu einem Kennenlerngespräch mit mir an. Es ist unverbindlich und wir können herausfinden, wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann.

Du kannst auch meine Beiträge als E-Mail abonnieren. In meinen E-Mails teile ich auch Tipps, die ich auf anderen Plattformen nicht teile. 

Ich freue mich dass du da bist.

Mir geht’s wie dir!
Liebe Grüße 
Anna