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Selbstvertrauen

Fehlendes Selbstvertrauen?

Selbstvertrauen

Je mehr ich mich mit dem Thema Selbstvertrauen beschäftige, desto mehr A-ha Momente habe ich.

Ich habe mal irgendwo gelesen oder gehört, dass Mädchen ihren höchsten Level an Selbstvertrauen im Alter von ca. 10 Jahren haben. Danach wird es weniger. Leider habe ich die Quelle nicht mehr. Wenn ich mich aber so umschaue und darüber nachdenke, da muss ich leider sagen – es sehe viele Situationen, in denen es zutrifft.

Was passiert mit uns Frauen bzw. mit uns Mädchen? Na ja… es passiert die Konditionierung zu einem „braven Mädchen“ oder „Lady“.

In diesem Post habe ich zusammengefasst, in welchen Alltagssituationen sich dieses brave Mädchen sein zeigt.

Die Geschichte von fehlendem Selbstvertrauen ist lang

Bis vor ein paar Jahrzehnten durften Frauen nicht studieren, nicht wählen, kein Konto eröffnen und z.B. konnte in Deutschland bis 1958 ein Mann den Job seiner Frau kündigen. Wer tiefer eintauchen möchte: Hier ein Wikipedia-Eintrag zum Thema Frauenrechte.

Die einzige Möglichkeit für eine Frau in der Gesellschaft zu „überleben“ war, einen Mann zu heiraten. Dafür musste sie bestimmte Eigenschaften haben, um auf dem „Heiratsmarkt“ attraktiv zu sein. Und so beginnt der ganze Schlamassel mit der Erziehung.

Bereits kleine Mädchen fangen an, sich damit zu beschäftigen, wie sie sein sollen. Wenn sie ihre Meinung sagen, sind zu zu aufmüpfig, altklug, vorwitzig… Erwachsene Menschen echauffieren sich darüber, wie frech Mädchen sind. Stattdessen sollen sie nett sein und hübsch, brav und fleißig.

Ich habe es selbst bei einem Elternabend vor ein paar Jahren erlebt, wie sich Eltern von Jungs auf die Mädchen gestürzt haben, anstatt über das Verhalten ihrer Söhne zu reflektieren.

Wie es weiter geht

Vor etwas über einem Jahr ging dieses Video von Cynthia Nixon durch die Sozialen Medien. Sie rezitiert den Text „Be a Lady, they said“ von Camille Rainville. Ich bin mir sicher, dass – wenn Du Dir das Video anschaust – Dir das ein oder andere bekannt vorkommen wird.

Wie hängt das jetzt alles zusammen?

Es ist eine lange Geschichte…

Es fängt also bei den Kindern an. Kinder sind auf die Gemeinschaft besonders angewiesen. Sie brauchen die Aufmerksamkeit, der Erwachsenen.

Seit Jahrtausenden achten Erwachsene bei Jungs darauf, was sie tun. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf ihr Verhalten. Bei Mädchen richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf wie sie sind. Also hübsch, nett, fleißig.

Jungs tun, Mädchen sind. Das wiederum bewirkt, dass Jungs/Männer ihre eigene Aufmerksamkeit nach außen richten. Mädchen/Frauen richten ihre Aufmerksamkeit nach innen auf sich selbst.

Frauen hinterfragen sich öfter, zweifeln mehr und sind in ihren Forderungen nicht 100% klar. Das kommt in der Wirkung als fehlendes Selbstvertrauen rüber.

Selbstvertrauen ist das fehlende Stück?

Das bringt mich zu zwei Beobachtungen:

  1. Wenn Selbstvertrauen also die Charaktereigenschaft ist, die Menschen, die sich etwas nur vornehmen, von denen unterscheidet, die handeln, dann bedeutet das, dass Frauen nicht das Selbstvertrauen fehlt, sondern ihr Sein ist das Ergebnis einer Konditionierung zu diesem bestimmten Frauenbild.
  2. Wenn diese Verhaltensweisen von Frauen und Männern das Ergebnis von Konditionierung ist, dann kann es auch auf die gleiche Art „ent“-lernt werden.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, dann kannst Du entweder bei einem Workshop mit anderen zusammen mitmachen (Termine stehen noch nicht fest). klicke hier und trag Dich in die Warteliste ein. Dann bekommst Du Informationen, wenn es soweit ist.

Oder Du kannst persönlich mit mir zusammen arbeiten. Ich unterstütze Dich gerne mit einem gezielten und maßgeschneiderten Coaching. Melde Dich zu einem Erstgespräch an und wir finden heraus, wie ich Dich unterstützen kann.

Selbstbewusst

Braves Mädchen

Was ist ein braves Mädchen? Was ist der Preis dafür und was ist eigentlich so schlimm daran?

Es sind viele kleine Verhaltensweisen. Einzeln fallen sie nicht auf. Vielleicht hinterlassen sie ein ungutes Gefühl und meistens wirst Du denken, was soll’s?!

Aber: Sie summieren sich zu einem Gesamtbild des braven Mädchens. Das brave Mädchen, das zu einer Frau wird, die jeder gerne mag. Die immer nett ist, verlässlich, leise, unsichtbar, unhörbar. Ist immer hilfsbereit und beklagt sich nie. Gibt sich zufrieden mit dem (meist kleineren) Anteil, den sie bekommt.

Der Preis dafür sind neben unendlicher Erschöpfung, Gender Pay Gap, Gender Pension Gap, Gender Lifetime Earnings Gap und Gender Care Gap.

Schuld daran soll der Confidence Gap sein. Also eine Lücke im bzw. das Fehlen von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit.

Es sieht aus wie das Fehlen von Selbstsicherheit. Das ist der Eindruck, der entsteht. In Wirklichkeit ist es aber eher so, dass wir uns in einem System bewegen, mit einem bestimmten sozialen Verhalten, welches es so aussehen lässt.

Wir sind so konditioniert. Von Klein auf.

Wenn ich braves Mädchen sage, meine ich bestimmte Verhaltensweisen

braves Mädchen Selbstbewusst

Automatische Antworten – a.k.a. braves Mädchen zum Quadrat

Es ist die automatische Antwort, das zu schnelle „Ja“ oder das zu schnelle „Nein, es ist nichts“. Oder auch sehr beliebt: „Alles gut!“

Das automatische „ja“ erkennst du daran, dass Du z.B. schnell zugesagt hast, eine zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, die Du eigentlich gar nicht machen wolltest.

Oder grundsätzlich wenn du ohne Nachdenken zu etwas zugestimmt hast. „Kein Problem!“

Das automatische „Nein“ funktioniert genau so. Jemand bietet Dir Hilfe an, z.B. weil er sieht, wie Du Dich mit dem Kinderwagen und den Einkaufstaschen beim Aussteigen aus der Bahn abmühst und Du lehnst ab.

Grenzüberschreitungen

Du beantwortest Fragen, die Du nicht beantworten willst.

Erstarren

Wir alle – nicht nur, aber besonders Frauen – kennen solche Situationen, bei denen wir sprachlos sind, obwohl wir innerlich 1000 Gedanken und Gefühle in dem Moment haben.
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Eine indiskrete Frage, ein unangebrachter Kommentar, eine ungeschickte Formulierung, eine Beleidigung, ein überraschender Moment in einem Meeting.

Solche Momente bewirken eine Stressreaktion, die sich „Erstarren“ nennt – ein Moment neuromuskulärer Blockade; ein Zustand, der vorübergehend sprachlos macht.
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Projekte und Chancen sterben in diesem Moment. Beförderungen, Gehaltserhöhungen und Ansehen werden in diesem Moment in die falsche Richtung geleitet. Zustimmung wird unklar, Grenzen werden verletzt. Das Problem sind nicht nur die schlechten Dinge, die in der Folge passieren, sondern die ganzen schönen Dinge, die nicht passieren.
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Speziell zu diesem Thema habe ich einen Workshop konzipiert. Dort erkläre ich wie es zu diesem Erstarren kommt, worin die Ursachen liegen (Spoiler: Es liegt an der Braves Mädchen Konditionierung) und ich gebe eine Strategie, dieses Erstarren zu brechen.

Du kannst Dich hier in die Warteliste eintragen.

Die Pflegeleichte

Sie braucht nichts. „Mir geht’s gut.“

Verbiegt sich und macht es anderen leicht.

Wenn Sie nach etwas fragt, wird die Wichtigkeit davon heruntergespielt. In der Folge werden dem anderen, einfache Wege aus der Situation angeboten.

Das innere vorab Verhandeln mit Dir selbst

Wünsche runter und sich selbst aus etwas heraus verhandeln. Nicht 100% verlangen, von dem was Du willst.

Ein braves Mädchen hat keine Wünsche

Ich bin auf eine Studie gestoßen, die Frauen in der Berufswelt untersucht hat. Die Ergebnisse zeigen die Probleme auf, die immer noch die Karriere von Frauen blockieren. 

Ein großes Problem dabei: „unentitled Mindset“. 

Also gibt es eine „nicht-anspruchsberechtigte Geisteshaltung“. 

Das führt dazu, dass Frauen sich in allen Bereichen ihres Lebens, weniger berechtigt fühlen, als Männer. Sie erwarten weniger, wollen nicht zu viel Platz beanspruchen, nicht mehr verlangen.

Es entsteht eine Anspruchslücke zwischen Frauen und Männern. Es führt zu ungleichen Löhnen, häuslicher Belastung, Kinderbetreuung, elterlicher Fürsorge und unbezahlter Arbeit, die hauptsächlich auf den Schultern von Frauen lastet.

Die Studie umfasst 82 Seiten OMG ? aber zum Glück gibt’s die Zusammenfassung als Video! (Dauer 2 min.)

Vermutete Reziprozität

Wenn Du anderen etwas Gutes oder einen Gefallen tust, in der Hoffnung, die Person macht irgendwann, wenn Du es brauchst, das Gleiche Für Dich. Macht sie aber nicht.

Unsichtbare Arbeit

Du bist die Wundertäterin hinter den Kulissen. Du organisierst alles im Hintergrund, Du fängst Emotionen auf, denkst an tausende von Dingen, von denen keiner sonst etwas weiß, Dir Wertschätzung dafür gibt oder Du es bezahlt bekommst.

Ich denke dazu gehört auch, dass in der jetzigen Zeit der Pandemie, überwiegend die Frauen, vermehrt für Care-Arbeit eingesprungen sind. Hier nochmal verlinkt der Zeit-Artikel von Jutta Allmendinger

Sich unnötigerweise entschuldigen

… wenn es nichts gibt, für das Du Dich entschuldigen solltest.

Komplimente ablehnen

… oder nicht annehmen können. „Ach, das war doch nichts. War ganz leicht..!“

Ein braves Mädchen erfüllt unausgesprochene Erwartungen

Übernimmst Du Aufgaben, die nicht zu Deinem Job gehören, die nie ausgesprochen wurden und denen Du nie aktiv zugestimmt hast, die aber regelmäßig erfolgen?

Dazu gehören das Einräumen der Spülmaschine im Büro, Geburtstags- oder Ausstandsgeschenke organisieren, Elterndienst in der Schule oder Kita.

Es fühlt sich so an, dass, wenn Du es nicht mehr machst, würdest du eine Abmachung brechen, der Du aber nie zugestimmt hast.

Das führt dazu, dass die Sache dann mit Dir als Person assoziiert wird oder die Arbeit unsichtbar wird, weil keiner mitbekommt, wer es macht.

Natürlich… unbezahlt, kostet aber Deine Zeit und Energie.

Nicht fragen…

…aus Angst ein „Nein“ zu hören.

Und niemand weiß eigentlich, was genau Du Dir wünscht.

Nicht aufs Bauchgefühl hören…

… aber später feststellen, dass Du besser Deiner Intuition vertraut hättest.

Niemand hat Dir beigebracht, wie Du ein braves Mädchen wirst

Diese Verhaltensweisen lernen Kinder durch soziale Interaktion. Auch Jungs werden auf eine bestimmte weise sozialisiert.

Was man sozial lernt, kann man auch sozial wieder verlernen.

Du kannst einen ersten Schritt bei einem Workshop mit anderen zusammen erfahren (Termine stehen noch nicht fest).

Oder Du kannst persönlich mit mir zusammen arbeiten.

Ich unterstütze Dich gerne mit einem gezielten und maßgeschneiderten Coaching. Melde Dich zu einem Erstgespräch und wir finden heraus, wie ich Dich unterstützen kann.

Veränderungen

Veränderungen gibt es immer. Und jede kennt den Satz „Nichts ist beständiger als der Wandel“ – oder „Panta Rhei“ [τα πάντα ρει].

Derzeit erleben wir jedoch auf globaler Ebene eine Transformation. Wir sehen viele Veränderungen und es ist an der Zeit im Großen wie auch im Kleinen, über Grenzen von Institutionen hinweg, aus einem tieferen Sinn und Zweck heraus zu handeln. Gesellschaftlich und auf persönlicher Ebene.

Von der persönlichen Veränderung zur Großen

Ich glaube, dass Veränderungen, die über Grenzen von Institutionen gehen, zunächst auf persönlicher Ebene beginnen. Das Handeln kommt aus einem tieferen Sinn.

Ich bin als Coach angetreten, um Frauen zu informieren, zu stärken, zu ermutigen – zu empowern, wie es so schön heißt – sich den Anteil der Welt einzufordern, der ihnen zusteht. Das mit dem Anteil ist nicht von mir. Ich hörte es letzte Woche bei einem Interview mit einer weiblichen Führungskraft. Immer wieder höre ich auch, was eine Frau, die Führungskraft werden will von sich aus tun kann, um dahin zu kommen.

Aber, um da hin zu kommen, muss frau vorher ein paar Hürden überwinden. Einerseits innere, bei sich selbst und andererseits äußere strukturelle Hürden. Ein paar Stichworte: Gläserne Decke, Gender Care Gap, Zielgröße Null.

Veränderungen als Prozess

Veränderungen Prozess der Theorie U
Schritte der Veränderung aus dem Modell der Theorie U

Wenn ich hier von Veränderung spreche, meine ich nicht das EINE plötzliche Event von außen, auf das Du keinen Einfluss hast, sondern den Wandel, den Du dir für Dich und Deine Mitmenschen wünscht – auch als Reaktion auf eine Veränderung von außen. Es geht also nicht sofort und nicht in einem Schritt. Veränderung geht in vielen Schritten.

Am Beispiel des Modells der Theorie U beispielsweise geht es über 7 Phasen, die ich hier kurz aufführe.

  • Am Anfang steht das Handeln aus den bekannten Mustern. Vergegenwärtigen.
  • Das Ganze sehen. Verbindungen empfinden. Perspektivenwechsel.
  • Loslassen, Zulassen.
  • Entstehen lassen.
  • Nimmt Gestalt an. Ideen.
  • Probieren, was geht.
  • Das Neue leben.

Wer treibt Veränderungen an?

Strukturelle Veränderungen kommen nicht immer nur „von oben“. Sie können auch „von unten“ angetrieben werden – von Gruppen mit einem bestimmten Interesse. Gruppen bestehen aus einzelnen Personen, die dieses Interesse teilen. Es ist ein langer Weg von einer Idee (einer einzelnen Person) zu einer Veränderung im Ganzen zu gelangen. Dieser Weg beginnt mit einem Impuls, einem ersten Schritt, einer Bewegung.

Ein schönes Beispiel dafür, wie etwas großes von einer kleinen Gruppe gestartet werden kann, ist die Initiative #proparents. Sie fordern:

„die Aufnahme des Diskriminierungsmerkmals »Elternschaft« in § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) bzw. eine Ergänzung des AGG – z.B. nach dem österreichischen Vorbild, wonach in der Arbeitswelt niemand »Auf Grund des Geschlechtes, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden darf.« (§ 4 GlBG).“

https://proparentsinitiative.de/#forderungen

Frauen in Führung

Die Art und Weise mit der Frauen in Unternehmen gefördert und befördert werden, hat mich schon immer beschäftigt. Ich habe es jetzt 20 Jahre lang beobachtet.
Da gibt es so viele Einflussfaktoren.

Manchmal denke ich, ich habe schon alles gesagt. Alles schon einmal geschrieben. Mich über alles schon mal aufgeregt. Mir den Mund fusselig geredet. Aber anscheinend ist es noch nicht genug. Deswegen schreibe und poste ich weiter.

Aber: In den letzten Jahren beobachte ich einen Shift. Unternehmen haben erkannt, dass es ohne die Frauen nicht geht. Frauen benötigen andere Rahmenbedingungen (z.B. aufgrund von Elternschaft) und Unternehmen stellen sich diesen Veränderungen.

Wie kann ich Dir helfen?

Die Frage ist nun, was kannst Du auf persönlicher Ebene machen, wenn Du einen größeren Traum hast.

Wenn Du einen Traum hast oder eine Idee, etwas bestimmtes schon immer mal machen wolltest… Wenn Du Einfluss nehmen möchtest auf bestimmte Zustände in der Gesellschaft… Wenn Du in Führung gehen willst, Dich aber immer wieder ausgebremst fühlst… Wenn Du keinen Plan hast oder nicht so richtig weißt wo loslegen, dann kannst Du hier ein Erstgespräch mit mir buchen , um mit mir gemeinsam herausfinden, wie Du in den Prozess reinkommst.

Ich freue mich, dich zu treffen.

Anna

antoniadou coaching

Ein neues Jahr

Dein neues Jahr

Alle Hoffnung für ein neues Jahr

Ein neues Jahr… bei dem, was uns 2020 gebracht hat, stecken viele Menschen jetzt wahrscheinlich all ihre Hoffnungen in 2021. Aber: Nur weil in ein paar Tagen die Jahreszahl wechselt, wir sich nichts ändern. So war es schon immer und so wird es immer bleiben.

Damit meine ich nicht die Veränderungen im Außen. Umstrukturierungen in der Firma, neuer Chef, neue Kollegen, neuer Friseur, Lieblingsrestaurant pleite… darauf hast Du keinen Einfluss. Erst recht nicht dieses Jahr. Wir erleben den Jahreswechsel im Lockdown.

Alle Lebensbereiche werden auf die ein oder andere Weise davon betroffen sein – und sind es seit März diesen Jahres. Dennoch hast Du Deinen Weg gefunden damit umzugehen. Alles, was wir bisher erlebt haben in unserem Leben hatte uns darauf vorbereitet.

Wie wir darauf reagieren und unser Leben danach ausrichten hängt allein von uns selbst ab. Also welche Dinge können wir selbst beeinflussen und ändern.

Es ändert sich nur etwas, wenn du entscheidest etwas zu verändern.

Schauen wir auf das, was wir gelernt haben durch die Herausforderungen des Jahres.

  • Was hat das Jahr mit/aus uns gemacht?
  • Mit welchen Stärken gehen wir daraus hervor?
  • Was haben wir gut gemacht, trotz aller Widrigkeiten.
  • Was können wir weiter machen? Was eher nicht?

Ich glaube, dass wir vieles gelernt haben über uns und über unsere Fähigkeiten. Wir haben auch viel über andere Menschen gelernt. Wie wir miteinander umgegangen sind. Mit unseren Freunden und Familienangehörigen. Darüber wie fremde Menschen im Supermarkt sich verhalten haben. Daraus wird sich einiges ableiten lassen für die Zukunft.

Keine Zukunft ohne Rückblick

Ich kenne viele, die einen Jahresrückblick machen und für ein neues Jahr planen. Auch ich habe meine Methode, auf die ich seit ein paar Jahren nicht verzichten möchte. Jedes Jahr verfeinere ich sie und mache die Planung detaillierter.

Es geht über eine gute Reflexion des vergangenen Jahres über zum Planen Deiner Haltung für ein neues Jahr. Dazu gehört auch das Entwickeln von Zielen mit Hilfe von Träumen und einer Vision. Dabei werden auch die Gefühle auch berücksichtigt und nicht nur die sachlichen Fakten.

Im Bereich Downloads gibt es ein Workbook mit Leitfragen für deinen Jahresrückblick für Newsletter Abonnentinnen.*

Hast Du Fragen und möchtest mehr über das entwickeln von Zielen und Plänen für ein neues Jahr oder generell für neue Lebensphasen erfahren, dann melde Dich bei mir zu einem kostenlosen und unverbindlichen Kennenlerngespräch.

Ich freue mich auf Dich!

*Update April 2021: Das Workbook wird zurzeit überarbeitet.

Netzwerken

Netzwerken in Social Media

Mehr Sichtbarkeit durch Netzwerken

Netzwerken gehört hier auf dem Blog zu den Hauptthemen, weil sie in direkten Zusammenhang stehen mit der beruflichen Entwicklung. Die fehlende Sichtbarkeit in strategischen Netzwerken gehört zu den drei Hauptgründen, weswegen es im Top Management an Frauen mangelt.

Inhalt dieses Blogposts

  • Unterschiedliches Verhalten von Frauen und Männern beim Netzwerken
  • Netzwerken über Social Media
  • Schritt für Schritt das Netzwerken üben
  • Trainieren des Sichtbarkeitsmuskels
  • Tipps für eigene Beiträge bei LinkedIn
Netzwerken

Jetzt sind die Kinder groß und jetzt will ich’s nochmal wissen!

Bei einem online Treffen in unserem Frauen bei der Bahn Netzwerk mit Frauen unterschiedlicher Altersgruppen und beruflicher Entwicklung fiel dieser Satz. Mir wurde bewusst, dass ich mittlerweile zu dieser Altersklasse Ü45 gehöre, in der Du für das Management Board aus dem Blickfeld geraten bist.

Das Thema des Abends war die (fehlende) Sichtbarkeit weiblicher Meinungen auf der firmeninternen digitalen Plattform. Das Thema ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen sehr viel mehr Themen und Gründe, weswegen Frauen grundsätzlich nicht sichtbar sind.

Hast Du Dich in den letzten Jahren nicht aktiv am Netzwerken beteiligt, weil Deine Prioritäten anders lagen wegen… Du weißt schon Motherhood, dann hast Du festgestellt, dass immer mehr Führungskräfte von außerhalb deiner Organisation eingesetzt werden, aber niemand Dich und Deine Kolleginnen in Betracht gezogen hat.

Unterschiedliches Verhalten von Frauen und Männern

Vielleicht ist Dir auch aufgefallen, dass Du bei einer Veranstaltung, die zum Netzwerken gedacht war, Du in Gesellschaft von Männern weniger zu Wort gekommen bist oder komplett ausgeblendet wurdest.

Sofern Du nicht als Expertin für ein Thema anwesend warst, ist man(n) – vielleicht aus Tollpatschigkeit vielleicht auch gezielt, um Dich zu degradieren – eher auf Dein Aussehen eingegangen, Deinen Akzent oder auf ein anderes oberflächliches Thema.

In Netzwerken, wo nur Frauen anwesend sind, läuft die Kommunikation anders. Stellst Du Dich zu einem Grüppchen von 2-3 Frauen, wirst Du innerhalb von Sekunden integriert. Zunächst über Blickkontakt, die Körpersprache, dann direkt über das Ansprechen und einfache Fragen wie: „Was meinst Du dazu?“.

Netzwerken über Social Media

Das Internet gibt es seit 30 Jahren und Social Media Plattformen seit Anfang der 2000er. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich jede gekonnt darauf bewegen kann. Deswegen hier ein paar grundsätzliche Informationen.

In facebook, da findet sich nun wirklich fast jeder, durch alle Altersstufen und Gesellschaftsschichten. Nicht nur private Personen, auch Firmenseiten sind dort angesiedelt. Zum gezielten Netzwerken im beruflichen Kontext bzw. im Konzernumfeld rate ich davon ab.

Instagram ist eine überwiegend visuelle Plattform, die aber auch zum Bloggen von längeren Texten genutzt wird und je nach Thema sehr beliebt ist und inspirierende Inhalte bietet. Twitter ist die Plattform für die Wortkünstler.

Berufliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn sind die Social Media Plattformen, die Du für berufliches Netzwerken bevorzugen solltest, weil dort die Menschen bereits mit einem Business „Mindset“ unterwegs sind.

Aber es wird Dir auch hier auffallen, dass sich Männer und Frauen unterschiedlich verhalten. Das sollte Dich jedoch nicht davon abhalten, dort selbst in die Sichtbarkeit zu gehen.

Schritt für Schritt das Netzwerken üben

Wie bei den meisten Dingen im Leben kannst Du Dich der Sache langsam annähern. Du brauchst nicht von Anfang an epischen Content liefern.

Du würdest ja auch nicht bei einer Live Veranstaltung, wo Dich niemand kennt, nach vorne auf die Bühne stürmen, das Mikrophon nehmen und eine Stunde lang einen Vortrag halten, zu einem Thema, das keiner auf dem Schirm hatte.

Nein, Du würdest Dich – vielleicht mit einem Umweg übers Büffet – erst mal umschauen und dann nach und nach ein paar Personen ansprechen. Erstmal über Smalltalk einsteigen, zu aktuellen Themen übergehen, dann zu Beruf, Ziele und Austausch von Meinungen und anschließend weiter zum Knüpfen strategischer Kontakte.

Trainieren des Sichtbarkeitsmuskels

Bei Social Media läuft Netzwerken ähnlich ab. Mit dem Unterschied, das Deine Beiträge in Deiner Timeline erhalten bleiben. Du kannst Dich, wie offline auch, der Sache langsam annähern und Dich mit der Zeit weiter steigern.

Hier ein paar Tipps

  • Entscheide Dich zunächst für eine Plattform – ich empfehle LinkeIn
  • Wofür stehst Du ? Was ist Deine Intention? Hast Du ein eigenes Expertenthema?
  • Schau Dich um. Wer ist schon alles da, die Du kennst?
  • Wie ist der Umgangston zu bestimmten Themen? Kannst Du Dir vorstellen, da mitzureden?
  • Vernetze Dich mit Dir bekannten Menschen, die Du aus der Offline Welt kennst.
  • Bei Vernetzungsanfragen mit Unbekannten: Gibt es eine Schnittstelle? Warum willst Du Dich mit der Person vernetzen? Oder sie mit Dir?
  • „like“ nur, wenn Dich etwas wirklich anspricht und interessiert. Der Algorithmus merkt sich Dein Verhalten und spielt Dir entsprechend Inhalte ein.
  • Kommentiere so, wie Du mit jemandem offline sprechen würdest z.B. jemand, der neben Dir im Bus sitzt.
  • Wenn es mal unangenehm wird mit negativen Kommentaren: Nicht sofort reagieren. Erst atmen und überlegt antworten.*
  • Mehr Sichtbarkeit für einen Beitrag erzielt man durch Kommentieren. (Das Teilen eines Beitrags reduziert die Reichweite, weil der Algorithmus vermeiden will, dass Beiträge mehrmals erscheinen. Funktioniert bei LinkedIn anders als bei facebook. Das ist etwas Fortgeschrittenen Know-how, dazu in einem späteren Post mehr).

Eigene Beiträge bei LinkedIn

  • Du darfst um Hilfe bitten und Dir von anderen, die schon fortgeschritten sind Tipps und Tricks zeigen lassen.
  • Starte mal mit einem Zitat, das Dich inspiriert oder täglich begleitet.
  • Das nächste Mal nimmst Du ein Bild oder Illustration dazu.
  • Steigere Dich, indem Du ein Bild von Dir selbst postest, das zu Deiner Intention passt und/oder Deinem Business Thema. Erzähle darüber, was Du machst. Es muss nicht perfekt sein.
  • Weitere Steigerung: Du machst ein Video, in dem Du über Deine Arbeit und Dein Angebot sprichst. DAS ist ein Riesenschritt aus der Komfortzone!
  • Weitere Steigerung: Du postest regelmäßig.

Mit der Zeit hast du Dich an Deine Sichtbarkeit in Social Media gewöhnt.

Weiterlesen zum Thema Netzwerken

Hier auf dem Blog gibt es zu den Themen Netzwerken noch ein paar andere Posts, wo Du weiterlesen und Dir Inspiration holen kannst.

Hast Du noch weitere Fragen zum Netzwerken On- und Offline? Dann schreib mir in die Kommentare.

Traust Du Dich?

Stehst Du noch am Anfang? Möchtest Du Deine Stärken und Werte oder Deinen Pitch entwickeln? Kennst Du Deine Netzwerk-Strategie (noch) nicht? Hast Du ein bestimmtes Lernfeld in dem Du Dich weiterentwickeln möchtest? Willst Du an Deiner Sichtbarkeit arbeiten?

Ich unterstütze Dich gerne mit einem gezielten und maßgeschneiderten Coaching. Klarheit für Dich gibt es bei einem kostenlosen Erstgespräch, das Du hier über meine Seite buchen kannst.

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Anna


*Ich plane noch einen Beitrag zu „Umgang mit negativen Kommentaren“. Wenn Du meine Beiträge nicht verpassen möchtest, dann abonniere meinen Newsletter. Dort bekommst Du eine Zusammenfassung aller meiner Social Media Beiträge und noch zusätzliche Tipps, die ich sonst nicht öffentlich teile.