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Ergebnisse aus dem Fragebogen

Ergebnisse aus dem Fragebogen für berufstätige Mütter auf meinem blog

Der erste Eintrag auf meinem Fragebogen für berufstätige Mütter ist vom 28.09.2016. Bis heute haben 44 Frauen meine Fragen darin beantwortet. Ich muss zugeben, dass ich wenig Werbung gemacht habe und dass ich selbst – bedingt durch meine eigene Working Mom Existenz – wenig dazu kam, die Ergebnisse mal in Ruhe auszuwerten. 

Immer wieder mal habe ich in die Ergebnisse rein geschaut und mich vor allem von den Freitext antworten inspirieren lassen. Das wurde dann auf Instagram Posts verarbeitet.

Ich hatte den Fragebogen von Anfang an so aufgesetzt, dass die Frauen auf jeden Fall anonym bleiben würden. (Sofern keine von sich aus persönliche Angaben macht, kann auch niemand zurückverfolgen, von wem die Antwort stammt.)

Ergebnisse

Was interessiert Working Moms eigentlich

Ich wollte gerne wissen, wer die Frauen sind, die auf meinem blog landen und welche Themen sie am meisten interessieren damit ich meine Texte, Tipps und Angebote danach ausrichten konnte.

Aufgrund der Ergebnisse habe ich einen besseren Überblick über die Bedürfnisse und Interessen von Working Moms. 

Mir ist schon klar, dass es kein wissenschaftlicher oder repräsentativer Fragebogen ist. Dennoch sind die Antworten interessant und vor allem, weiß ich jetzt besser, welche Themen Euch interessieren.

Und hier nun ein paar Ergebnisse aus dem Fragebogen

Ein bisschen Statistik

Ergebnisse Alter

  1. 58,8% –> 31-40 Jahre
  2. 36,4% –> 40+ Jahre
  3. 6,8% –> 25-30 Jahre

Anzahl der Kinder

  1. Eine Frau hatte 4 Kinder
  2. 3 Frauen 3 Kinder
  3. die meisten 30 Frauen haben 2 Kinder
  4. 8 Frauen haben 1 Kind

Antworten zur Frage nach der Ausbildung

Fast alle sind auf einem Top Level ausgebildet. Studium Uni/FH, Selbstständige… viele Führungskräfte, Prokuristin, Professorin, Ingenieurinnen, Juristin, PR-Managerin…

Die Ergebnisse zu den Interessen – Top 10

Ich hatte 20 Themen als Vorschlag vorgegeben. Mehrfachnennung war möglich. Die häufigsten Antworten kreisen rund um die 3 Schwerpunkte – Überraschung (!!!) – Zeit, Kinder, Vereinbarkeit.

Schwerpunkt Zeit

  1. 65,9% Zeitmanagement
  2. 61,4% persönliche Entwicklung/Weiterbildung
  3. 54,5% Zeit für mich

Schwerpunkt Kinder

4.-6. Erziehung, Kinderbetreuung, Austausch mit anderen Müttern

Schwerpunkt Vereinbarkeit

7.-10. Arbeitsbedingungen im Job, Arbeitsteilung zuhause, Burn-out-Prävention, Karriere.

Und welches Ergebnis hatte das Thema Geld?

Tatsächlich ist das ein Thema für das sich die wenigsten Frauen interessieren – letzter Platz. Nur 6 von 44 Frauen hatten dieses Thema angeklickt.

Und dann sind da noch die Fragen…

…, die sich mit Statistik nicht beantworten lassen.

  • Was brennt Dir als berufstätige Mutter noch unter den Nägeln?
  • Was wolltest Du schon immer mit anderen Müttern teilen?
  • Wobei brauchst Du Hilfe?

Ein paar Antworten…

Ich will einfach nur hören, dass andere genau so überfordert sind wie ich – oder sich zumindest so fühlen 🙂

Wie schaffen es manche Mutter nicht dick zu sein, mit all dem Stress!!!!!!!!! Ich brauche Essen und vor allem Schokolade um Kraft zu schöpfen!!!!!!

Erfahrungsaustausch, Zeitmanagement optimieren, wie stemmen andere arbeitende Mütter den Alltag

wir brauchen einen besseren Zusammenhalt unter Müttern. und zur Vereinbarkeitsdebatte: die fängt bei jedem selbst an.


Ein weiteres großes Feld ist die mehrfache Belastung von Müttern und deren Benachteiligung bei der Rente: berufstätige Mutter geht Teilzeit arbeiten, erzieht die Kinder, macht den Haushalt – hat also 3 Jobs, wovon nur einer bezahlt wird und bekommt dafür neben dem Gratis-Burnout nur eine Mindestrente am Arbeitsende. Fair geht anders! Männer und Väter haben’s da leichter, sie gehen meistens „nur“ arbeiten.

Denke es gibt zu wenige Teilzeitstellen für qualifizierte Jobs! Wir brauchen keine Quote für Vorstandsposten sondern für qualifizierte Teizeitjobs!

Mütter sollen sich gegenseitig wirklich unterstützen. Je vielfältiger wir leben und dies akzeptieren, desto mehr kann unsere Gesellschaft wachsen und besser werden!

Ich brauche und will Anerkennung für meine „Arbeit“ als Mutter und 100%Mädchen für alles im Haushalt.
Ein Strauß Blumen hin und wieder oder ein einfaches „Danke“ würden doch schon reichen.

Das hier ist ein Zitat, das in eine andere Richtung geht. Es zeigt mir, dass es für Frauen gut ist VOR den Kindern ein gewisses, gewünschtes Level erreicht zu haben. So hat man beim Wiedereinstieg nicht das Gefühl, etwas zu verpassen.

Ich bin eigentlich ziemlich begeistert, wie gut sich die Kombination Kinder&Teilzeitjob eingespielt haben. Mir ist es sehr wichtig, dass die Kinder so kurz wie möglich fremdbetreut werden. Deswegen ist mir ein „minderer“ Job viel viel wichtiger als meine Karriere. Vor meiner Karenz hatte ich einen Job in Führungsebene.
Ich finde es immer äußerst schade, wenn Kinder 10-12 Stunden am Tag fremdbetreut werden. Wofür hat man dann Kinder bekommen?!

Das sind eigentlich die spannenden Ergebnisse aus dem Fragebogen und ich hoffe, dass da in Zukunft noch mehr zusammen kommt.

Wenn Du das erste Mal hier auf dem blog bist und Lust hast, dann kannst Du auch noch meine Fragen beantworten.

Je mehr mitmachen, desto klarer wird das Bild von der good working mom!

Vielen Dank schon mal…

Mir geht’s wie Dir!
Anna

newsletter

Newsletter wollte ich es nicht nennen…

Vier Jahre nach dem ersten Blog Post wage ich mich an einen sogenannten Newsletter. Eigentlich wollte ich es nicht so nennen. Update, Inspiration, Wochenbegleiter – das waren Vorschläge aus der Community. „Abonniere meine Beiträge per E-Mail.“ – heißt es jetzt auf der Anmeldeseite!

An den Rahmenbedingungen – verheiratet, Mutter von zwei Kindern und an 4 Tagen pro Woche arbeite ich als Projektleiterin für Infrastrukturprojekte bei der DB – hat sich seit damals nicht viel geändert.

Neu ist, dass ich seit diesem Jahr nebenberuflich als Systemische Coach am Start bin. Einmal in der Woche – meistens mittwochs – habe ich Zeit für mein Side Business.

Bei Instagram habe ich schon viel darüber geschrieben und letztes Jahr den Prozess meiner Ausbildung dokumentiert.

Mein Wunsch ist es, berufstätige Mütter auf ihrem Weg zu beruflicher Entwicklung und einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen. „Karriereberatung“ ist hierbei nur ein Arbeitstitel. Das beschreibt es nicht vollständig.

Vielmehr geht es um Vereinbarkeit und Selbstverwirklichung ohne Nervenzusammenbruch. Kinder, Familie und Job sind zusammen 3 Jobs. Hierfür Lösungen zu finden, darum geht’s.

Newsletter in the making

In den letzten Tagen gab es keine Posts von mir, weil ich viel gearbeitet habe und abgetaucht war in das Erstellen einer Newsletter Anmeldung. Die Technik dazu ist auch für mich neu und ich war froh, einer Empfehlung von kommunikato.de zu folgen, die auf ihrem blog jede Menge wertvoller Tipps gibt.

Am Ende ist es nach dem Motto „better done than perfekt“ eine einfache Anmeldung über SendFox* geworden.

Der rosa Button führt Dich zum Formular mit der Anmeldung für die E-Mails von mir.

Wann kommt der Newsletter?

Am Anfang bekommst Du 3 E-Mails zur Begrüßung (das macht man so, hab ich gelernt!) – danach einmal pro Woche – falls nichts dazwischen kommt. Wahrscheinlich mittwochs. Wenn ich mal etwas besonderes plane, kann es sein, dass auch mal eine E-Mail außer der Reihe kommt.

Laut der letzten Auswertung des Fragebogens für Working Moms hier auf der Seite, nutzen 58,1% von Euch die sozialen Medien vor dem Schlafengehen und 37,2% morgens.

93,2% nutzen am meisten das Smartphone.

D.h. beim ersten Kaffee oder wenn alle anderen endlich schlafen und Mutter endlich ein paar Momente für sich hat. Wie ist es bei Dir? Team Morgenkaffee oder Team Einschlafbegleitung.

Bleib neugierig!

Hier lese ich etwas auf dem Smartphone wahrscheinlich einen Newsletter
Hier lese ich gerade einen Newsletter ?

Ich bin gespannt wie es klappen wird. Schließlich mache ich das mit dem Newsletter zum ersten Mal und manchmal weiß ich auch nicht genau, was ich da tue… aber wenn ich nur einer einzigen von Euch weiter helfen kann, dann hat es sich für mich gelohnt… auf den Newsletter kann man auch antworten und es kommt bei mir an ?

Ich freue mich von Dir zu hören oder zu lesen.

Bis bald.
Mir geht’s wie dir!
Anna

(*Partnerlink)

Blinder Fleck

Der Blinde Fleck – an einem Beispiel erklärt

Blinder Fleck

Der Blinde Fleck der Anderen…

…oder wie der Blinde Fleck mir beispielhaft vorgeführt wurde, damit ich Euch heute davon berichten kann.

Zu den Dingen, die ich fast gar nicht mehr mache, seitdem ich Kinder habe, gehört planlos in der Stadt zu bummeln. Ich meine, wann hat eine Mutter, die auch noch einen Beruf hat, schon mal keinen Termin, kein Ziel auf das sie im Stechschritt zumarschiert oder einfach mal so freie Zeit? Das kommt selten vor, umso mehr habe ich meinen freien Tag in der Stuttgarter City genossen.

An einem kleinen Geschäft lese ich „Wir schließen – 20% Rabatt“. Ja, da gehe ich doch gleich mal rein. Es ist ein kleiner Gewürz- und Feinkostladen, der schließt, weil eine Investorenfirma den ganzen Häuserblock gekauft hat und gleich mal die Mieten erhöht hat. Im Laden an der Theke steht eine junge Frau mit dunklen Haaren. Sie ist freundlich und spricht sehr gut Deutsch mit einem Akzent.

Ich schaue mich lange um und überlege, was ich kaufen könnte. In der Zwischenzeit bedient sie andere Kunden, unterhält sich, bietet Delikatessen zum Probieren an und Espresso. Alle sind begeistert. 

Unter den anderen Kunden sind eine mittelalte Frau und wenig später ein ebenso mittelalter Mann. Schwäbischer Akzent. Ich schaue mich weiter um und warte bis die beiden ihre Waren ausgesucht und bezahlt haben. Währenddessen lausche jeweils den Gesprächen. 

Der Blinde Fleck – die Erste 

Als die erste Frau bezahlt hat und sich verabschieden will – mit den besten Wünschen für die Zukunft natürlich – fragt sie die Verkäuferin, ob sie, jetzt wo der Laden schließt, in ihre Heimat zurückgeht. Das klingt ja nach ehrlichem Interesse. Bei mir klingelt da immer ein Alarm.

Durch so eine Frage fühle ich mich immer getriggert. Da schwingt für mich immer der Meta Satz mit, „du bist anders, du bist nicht von hier, du gehörst hier nicht hin, wann gehst du, jetzt wirst du ja nicht mehr gebraucht.“

Auch ich habe diese Frage schon gestellt bekommen. Ich bin einerseits vorbelastet, andererseits verstehe ich vorher das kommt. Hier steckt der Blinde Fleck,  weil die Frau sich nicht vorstellen kann, dass eine Verkäuferin besser ausgebildet sein könnte und vor allem sie selbst war noch nie in der Situation aus eigener Entscheidung oder aus welchem Grund auch immer, in einem anderen Land zu leben. 

Die Verkäuferin reagiert super freundlich und super cool. Zunächst erklärt sie, dass sie schon sehr lange in Deutschland lebt, mit einem Deutschen verheiratet ist und weil sie Maschinenbau studiert hat, es besser für sie wäre, in der Region zu bleiben, da sie in dem Bereich arbeiten kann. Die Kundin ist sichtlich beeindruckt. Ihre Perspektive auf die junge Frau verändert sich. Damit hat sie nicht gerechnet. Sie wirkt etwas verwirrt und verschwindet schnell aus dem Laden.

BAM! Nimm das! Ich hab das innerlich so gefeiert. Auch ich erlebe wie manche Menschen eine Art kognitive Dissonanz erleben, wenn ich meinen Beruf erwähne und bei den Personen ihr Bild im Kopf von Ausländern nicht mehr zusammen passt. Oder ihr Bild von Frauen. Oder ihr Bild von Müttern. Oder ihr Bild von ausländischen berufstätigen Müttern. 

Der Blinde Fleck – die Zweite

Der zweite Kunde hatte während er seinen Espresso trank, im Gespräch herausgefunden, dass die Verkäuferin aus dem Iran stammt. Da wollte er nach dem Zahlen auch besonders nett sein und sich originell verabschieden. Er sagte dann etwas, das ein Abschiedsgruß in einer Sprache sein sollte, die sie versteht. Worauf sie lachte und meinte, das sei Arabisch und nicht Persisch.

Und wieder dieser Trigger in mir „du bist anders, du bist nicht von hier, ihr seid alle irgendwie gleich!“ (Zur Info: Iraner sind Perser und keine Araber. Anderes Land, andere Sprache, andere Kultur.)

Das ist der Blinde Fleck. Sie stellen Fragen oder machen Aussagen, ohne zu wissen, dass sie jemanden damit verletzen können. Sie haben keine Vorstellung davon, dass sie fremdenfeindlich rüber kommen.

Aber da hat mich die junge Frau wieder beeindruckt: Sie hat ihn freundlich in ihrer Sprache verabschiedet und ihm erklärt, was genau sie gesagt hat. In der Art „Vielen Dank, kommen Sie gut nach Hause und wir freuen uns, wenn Sie wiederkommen!“

Die ganze Zeit über war sie sehr freundlich und zuvorkommend und aus verkäuferischer Sicht meiner Meinung nach einfach eine Top-Mitarbeiterin, hat sie doch mit ihrer Art einiges verkauft. Sie ist eine Bereicherung für jeden Laden oder auch künftig für ein Ingenieurbüro. Generell eine Bereicherung für jedes Land. 

Ich hoffe, dass bei den beiden, durch das subtile Feedback der jungen Frau, ihr Blinder Fleck etwas mehr Informationen erhalten hat. 

Coaching 

In Teams oder bei Führungskräften kommt es vor, dass ein gewisses Verhalten, beim Umfeld anders wahrgenommen wird, als beabsichtigt. 

Um jetzt den Bogen zum Coaching zu schließen…

Durch Perspektivenwechsel, Feedback und anderen Tools (z.B. Johari-Fenster)  kann so ein Verhalten sichtbar gemacht werden. 

Wenn Du nun neugierig bist und in dem Bereich gerne mit mir zusammenarbeiten möchtest, dann schreib mir an:
info@thegoodworkingmom.com und wir vereinbaren ein unverbindliches Erstgespräch.

Ich freue mich, bis bald

Deine good working mom
Anna

Deckblatt Stress & Resilienz Workshop

Workshop Stress & Resilienz

Deckblatt Stress & Resilienz Workshop

Mein erster Workshop

In dieser Woche habe ich zum ersten Mal mit dem Frauennetzwerk Frauen bei DB, ehrenamtlich einen 2-stündigen Workshop durchgeführt. Das Thema war Stress und Resilienz. Wobei der Schwerpunkt auf Tipps und Tools zur Bewältigung von Stress lag.

Ich habe eine Mischung aus Übungen zur Selbstreflexion angeboten und Theorie zum Verständnis:

  • Was passiert in unserem Körper und Gehirn, wenn wir Stress haben,
  • was bedeutet Stress überhaupt und
  • wie kann der Prozess der Stressbewältigung aussehen?

Meine Basis für den Workshop

Seit 4 Jahren habe ich, im Rahmen meiner Rolle als interne Prozessbegleiterin, schon ein paar Workshops konzipiert, geplant und durchgeführt. Meistens handelt es sich um Schnittstellen Workshops oder es besteht der Wunsch nach Teambuilding, wo ich mal mehr oder weniger interveniere oder „nur“ moderiere, je nach Bedarf.

In meiner Ausbildung zum Systemischen Business Coach habe ich sehr viele Tools gelernt, mit deren Hilfe ich Coachees unterstützen kann, sich selbst zu helfen. Coaching ermöglich es, sich an seine eigenen Ressourcen zu erinnern. Ein Teil der Ausbildung beschäftigte sich mit dem Thema Gesundheit, wozu auch die Bewältigung von Stress und die Verbesserung von Resilienz gehören.

Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht bloß das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

(Verfassung der Weltgesundheitsorganisation, 1946)

Bei den Übungen, die ich in Zusammenhang mit Stress und Resilienz gelernt habe, habe ich sofort den Impuls verspürt, es in meinem Umfeld weiter zu geben. Insbesondere für Frauen und natürlich für Mütter sind solche Übungen interessant, weil Frauen eher gefährdet sind durch chronischem Stress und Burn-Out. 

Natürlich sind auch die Gesellschaftlichen Rahmenbedingungen oder die Aufteilung der Carearbeit nicht optimal für uns Frauen. Stichwort Mental Load!

Solange sich daran nichts bzw. nur sehr langsam etwas ändert, werden wir auf uns selbst sehr gut aufpassen müssen. 

Ein wertvoller Nachmittag für alle

Auch wenn die Teilnehmerinnen ohne große Erwartungen der Einladung zum Workshop gefolgt waren, nahmen sie am Ende viele Impulse, zum künftig besseren Umgang mit Stress mit.

Für mich war es eine gute Erfahrung. Sowohl im Vorfeld, als auch bei der Durchführung. Ich habe viel Arbeit in die Erstellung des Workbooks gesteckt, was sich als sehr gute Entscheidung herausgestellt hat. Alle haben damit gearbeitet und werden auch weiterhin zuhause damit arbeiten können.

Nachdem der Schwerpunkt mehr auf dem Thema Stress lag und das Thema Resilienz aus Zeitgründen etwas zu kurz kam, gab es schon den Hinweis, dass ein weiterer Termin gewünscht ist, um das zu vertiefen. In Zukunft werde ich die Themen jedoch entweder von vorne herein trennen, oder eine längere Dauer für den Workshop ansetzen.

Um beide Themen abzudecken würde ich so einen Workshop künftig auf 4 Stunden ansetzen. Mit Pause versteht sich. Wir wollen ja nicht bei einem Workshop zur Stressbewältigung in Stress geraten!

Willst Du auch besser mit Stress umgehen lernen?

Wenn Du auch gerne lernen möchtest, besser mit Stress umzugehen oder Du hast ein Thema, das Dich zurzeit beschäftigt, dann schreib mir und wir vereinbaren ein unverbindliches Vorgespräch.

Ich kann Dich mit Coaching Tools auf Deinem Weg der Entwicklung und Veränderung unterstützen. Wenn Du Teil einer (Mama)-Gruppe bist, ist evtl. auch ein Workshop, wie oben beschrieben, für Euch interessant.

Kontakt: Coaching@antoniadou.de

Jobsharing

Jobsharing – Vereinbarkeit von Kind und Karriere

Jobsharing

Letzte Woche hatte ich mir vorgenommen endlich mal wieder einen Blog Post zu schreiben zu den Themen, die mich als Working Mom umtreiben und mich in meinem WOL Circle praktisch dazu verpflichtet, als bei mir das Thema Führung ins Spiel kam bzw. neue Arbeitszeitmodelle in Form von Jobsharing.

Eine der anderen Teilnehmerinnen meinte, „Schreib doch einfach darüber!“ Tja, und das mache ich jetzt, denn:

Schließlich bin ich doch mit „the good working mom“ genau dafür angetreten: Mütter bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Führung in Teilzeit geht nicht

Nachdem Coaching als Nr. 1 Tool bei der Führungskräfteentwicklung eingesetzt wird, habe ich mich im vergangenen Jahr mit dem Thema Führung intensiv beschäftigt. Als Projektleiterin bin ich auch irgendwie Führungskraft und als Mutter ja auch. Dann traf ich auch noch eine Kommilitonin, die Führungskraft werden will und ja – warum eigentlich nicht? – ich erinnerte mich, das war doch auch mal für mich Thema.

Wieso war es eigentlich nicht mehr aktuell? Ach ja, da war ja noch die Sache mit der Teilzeit. Wie mir mein Chef mal versicherte, das einzige, was gegen eine Führungsposition sprechen würde.

Was spricht dafür? Eine gute Ausbildung (die Überqualifizierung für unsere Jobs ist reine Ressourcenverschwendung), wir haben Kinder und bewiesen, dass wir Verantwortung übernehmen können und zwar unter härtesten* Bedingungen. Wir haben 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt und bewiesen, dass wir flexibel und mobil einsetzbar sind.

Ein paar grundsätzliche Fragen

Als ein interessantes Stellenangebot für eine Führungsposition meinen Weg kreuzte, wollte ich es genauer wissen. Dem Prinzip #einfachmachen folgend schrieb ich der zuständigen Führungskraft eine E-Mail mit ein paar Fragen.

Zunächst mal wollte ich wissen, ob der Job auch in Teilzeit möglich ist. Und wenn ja, wie viele Stunden bzw. % der Vollzeitarbeitszeit mindestens erforderlich seien.

Dann wollte ich wissen, ob es eine Flexibilität bzgl. des Arbeitsplatzes gäbe. Stichwort „Homeoffice“. Ich bin kein Fan davon, aber manchmal ist es gut, die Möglichkeit zu haben.

Außerdem fragte ich nach einem Tipp zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Karriere. (Hier habe ich nicht nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefragt, sondern gezielt nach Karriere).

Ein paar Tage später bekam ich auch eine Antwort, was mich sehr freute.

Ein neues Wort: Jobsharing

Tatsächlich ist es möglich in Teilzeit Führungskraft zu werden. Entweder mit 80%, also „Vollzeitnah“ oder im Tandem, indem man sich z.B. zu je 50% mit einer zweiten Person eine Stelle teilt. In dem Fall muss man sich als Tandem bewerben. D.h. Jobsharing.

Dieses Modell war mir neu! Bislang hatte ich davon noch nicht gehört. In meinem Circle sind ein paar HR-Expertinnen und eine davon kannte sich mit diesem sog. „Jobsharing“ sogar gut aus. In unserem Unternehmen gibt es sogar einen Leitfaden für dieses Thema!

Laut Wikipedia ist Jobsharing eine Arbeitsplatzteilung die auf Teilzeitarbeit basiert.**

Im Jobsharing sind verschiedene Arbeitszeit-Modelle möglich. Nicht nur 50%/50%, sondern auch 60%/40%, 60%/60%. Aufteilung in Vormittags/Nachmittags zusammen/im Wechsel/ Tageweise, Monatsweise.

Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit zwischen den Tandempartnerinnen gut funktioniert und die Führungskraft eine Ebene darüber es sich vorstellen kann und bereit ist, den Mehraufwand zu tragen.

„Homeoffice“ ist auch möglich. Allerdings nur in einem bestimmten Rahmen, denn bei Führung geht es ja um Menschen und da sind persönliche Abstimmungen wichtig.

Warum Jobsharing manchmal nicht klappt

Natürlich muss das Modell auch passen. Ich kann mich erinnern, dass eine Freundin mir erzählte, sie hätte sich mit einer Kollegin den Job teilen sollen. Beide sind Mütter in Teilzeit. Die eine hätte vormittags und die andere am Nachmittag kommen sollen. Sie sollten sich einen Arbeitsplatz (Rechner) und Parkplatz teilen. Das war für die beiden nicht umzusetzen, weil die Zeiten für Kinderbetreuung es nur erlauben, vormittags zu arbeiten.

Und selbst wenn das irgendwie organisierbar gewesen wäre. Den Rechner und Parkplatz zu teilen ist in den Übergangszeiten schwierig. Schließlich müssen sich die beiden auch mal abstimmen und gleichzeitig z.B. bei Besprechungen anwesend sein.

Wie es klappen kann

Zur Vereinbarkeit gibt es immer die gleiche Antwort. Es ist eine Frage der Organisation. Aber nicht nur. Das habe ich bei Kind und Beruf immer.

Jobsharing wäre ein Anfang. Eine Möglichkeit für den Einstieg. Etwas, dass das Erklimmen der ersten Stufe in eine Führungsposition erleichtern würde.

Die Phasen, in denen Mütter in Teilzeit arbeiten wollen verändern sich und auch die zur Verfügung stehende Zeit.

Für Familien kann es interessant sein, dass auch Väter in solchen Modellen arbeiten. Das würde die Akzeptanz steigern, besonders wenn es sich um eine Führungsposition handelt.

Wie siehst Du das Thema Jobsharing? Kennst Du es?
Hast Du Erfahrungen damit?

Ich freue mich auf Feedback.

Deine good working mom
Anna

weitere Infos zum Thema Jobsharing:

Podcast der herCAREER Karriere- &Netzwerkmesse für Frauen

www.tandemploy.com





*an dieser Stelle darfst Du, liebe good working mom, alles einsetzen, was dich je dazu gebracht hat heulend auf dem Badezimmerboden zu sitzen und danach wieder aufzustehen, um weiter zu machen!

** Leider sind die ganzen Artikel zum Thema Jobsharing in Führungspositionen, die dort aufgeführt werden , nicht mehr online verfügbar.