mental Load

Hilfe bei Mental Load

Wenn das Gefühl überwältigend wird und der Kopf schwirrt wegen des To-Do-Schwarms, heutzutage Mental Load genannt, dann ist es Zeit für ein paar Tools.

Mental Load oder zu viel los in Deinem Kopf?

Klicke Dich durch die Bilder um ein paar Maßnahmen anzuschauen, die gegen das Chaos im Kopf helfen.

  • mental Load

Alles abladen: Der Braindump

Braindump bedeutet, alles aufzuschreiben, was Dich belastet, egal in welcher Reihenfolge und in welchem Lebensberich oder Kategorie.

Das könnte so aussehen:

Essensplan machen, Sohn zum Fußball bringen, vorher Fußballsachen waschen, mit anderer Mutter abstimmen wegen Trainergeschenk, neue Schuhe für Tochter, Milch und Brot auf dem Heimweg besorgen, Blogartikel schreiben, Waschmaschine am Morgen beladen – abends ausladen, Wäsche aufhängen, Text lesen für Bewerbung beste Freundin, Verabredung mit beste Freundin, Loch in Hose stopfen, Rechnung XY überweisen, Wichtiger Termin Job vorbereiten, Oma anrufen, Smoothie Rezept ausprobieren, Plätzchenbackheft suchen, Artikel wegen Weiterbildung lesen, Kinderklamotten aussortieren, u.s.w..

Das sind nur Beispiele, aber ich glaube, dass es bei vielen working moms ähnlich aussieht. Die Aufgabe ist klar, oder? Einfach mal alles auflisten.

Das Abladen verschafft erst mal eine erste Erleichterung.

Der Überblick und Dein Kalender

Als nächstes bringst Du etwas Licht in das Chaos, indem Du mal schaust, ob wirklich alles jetzt erledigt werden muss oder ob es vielleicht auch OK ist, bestimmte Dinge nächste oder übernächste Woche zu machen. Was sind Aufgaben in einem bestimmten Bereich? Was kann zusammengefügt werden? Was kann jemand anderes übernehmen. Wo gibt’s Puffer und wann kann etwas aufgeteilt werden? Auch möglich: was kann entfallen? Das kannst Du mit dem nächsten Tool ermitteln.

Mehr Kotrolle durch Priorisieren

Es gibt keine ultimative Methode zu Priorisieren, aber grundsätzlich bedeutet es zu unterscheiden, was (Dir) wichtig ist und was dringend ist und somit was, wann, in welchem Moment erledigt wird.

Wenn du immer am Feuerlöschen bist oder wie Charlie Chaplin durch die Welt wirbelst, hast Du keine Energie oder Freiraum für Dich und Deine Ideen oder Träume.

Mit Tools wie z.B. der Eisenhower Matrix kannst Du versuchen Deine Träume, Ziele, Pläne auch unterzubringen. Das steigert die Zufriedenheit und gibt Dir Energie die täglichen kleinen Aufgaben zu bewältigen – ohne den Mental Load, wo Du die ganze Zeit darüber nachdenkst, was Du alles in Deinem Leben nicht schaffst. (Im Downloadbereich gibt es eine Anleitung dafür. Das Passwort erhalten alle Abonnentinnen des Newsletters.)

Bitte um Hilfe bzw. fordere sie ein

Es ist wohl in den meisten Fällen so, dass Du Deine Kinder nicht von irgendwo her mitgebracht hast, sondern, dass es einen Vater dazu gibt und ggfs. Großeltern und/oder ein anderes (familiäres) Supportsystem. Nachbarinnen, Freundinnen, Paten, andere Mütter aus Kita/Schule. (Ich weiß, dass viele Alleinerziehende wirklich alleine sind. Gerade sie brauchen ein externes Supportsystem.)

Lerne zu Netzwerken und schaffe Dir das Dorf, das es braucht, um ein Kind großzuziehen. Und frage, bitte um Hilfe, delegiere, lasse Verantwortung übernehmen. Teile die Aufgaben mit Deinem Partner. Ich weiß aus Erfahrung: Es ist mühsam und braucht viel Diskussion.

Buchtipps zu Mental Load

Viele Hilfreiche Tipps gibt es auch in Büchern zum Thema Mental Load. Da gibt es auf dem Markt einiges dazu. Zwei davon habe ich auch gekauft und gelesen und empfehle sie gerne weiter. (Werbung)

„Raus aus der Mental Load-Falle: Wie gerechte Arbeitsteilung in der Familie gelingt„ ist kurzweilig, persönlich geschrieben und schnell zu lesen. Mit praktischen Tipps.

 

„Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles!: Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen“ beinhaltet viele Hintergrundinformationen, Statistiken und Tipps von einer Psychologin.

 

Ziele erreichen durch Planen

Jetzt hast Du Dir Zeit freigeschaufelt und kannst Dich an die Umsetzung Deiner eigenen Themen machen. Die Dinge, die Dir wirklich wichtig sind und die in der Umsetzung aber immer hinten runter gefallen sind.

Was auch immer es ist. Ein privates Projekt, ein DIY Projekt, ein Ehrenamt, Abnehmen, Veganerin werden, dich um Deine Finanzen kümmern, Dein eigenes Café eröffnen, Deine Bewerbungsunterlagen auf Stand bringen, ein Buch schreiben, den Keller ausräumen, ein Haus suchen, u.s.w.

mental Load

All das sind mögliche Tools gegen Dein Chaos im Kopf

Das gibt Dir die Kontrolle zurück und bringt etwas Erleichterung. Damit bist Du zwar Deine Probleme nicht von heute auf morgen losgeworden, aber es reduziert den Stress, du fühlst dich beruhigt und Du bist der Lösung einen großen Schritt näher, denn Du hast es in Deiner Hand.

Workshop und Coachings


Ich biete nicht nur Tools an, sondern weiterhin maßgeschneidertes 1:1 Coaching und Beratung. Die Anmeldung zum Kennenlerngespräch findest Du hier → klick Erstgespräch.

Ein Workshop zum Thema Stressbewältigung findet auch bald statt. Hier kannst Du Dich in die Warteliste eintragen und Du erhältst eine E-Mail mit Informationen dazu, wenn es soweit ist. → klick Warteliste Workshop

Hast Du noch Fragen? Du kannst mir auch eine E-Mail schreiben an coaching@antoniadou.de

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Deine Anna.

Energie

Energie – ich brauche Kraft!

Energie

Energie

Energie? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Zeitmanagement eine Frage des Energiemanagements sei. Nun, es gibt verschieden Arten von Energie und über einen Teil davon will ich heute Erzählen…

Erdnussbutter hat viele Kalorien

Einmal hatte ich mir bei der Arbeit ein Brot dick mit Erdnussbutter bestrichen und mit Bananenscheiben darauf belegt. Geschmäcker sind verschieden. Ich find’s lecker! Ich saß an meinem Platz und aß so nebenher während ich am Bildschirm meines Computers etwas lesen musste. 

Das war zu einer Zeit, als meine Kinder beide noch in der Kita waren, ich eben aus der Elternzeit zurück war und mich zwischen den Orten Wohnung, Kita, Arbeit nur rennend fortbewegte. Die Arbeit war auf der Baustelle in einem Containerbau zusammen mit zwei Sekretärinnen und noch einem Kollegen. Im Winter kalt, im Sommer heiß.

Die eine Sekretärin beobachtete mich eine Weile und meinte dann: „Erdnussbutter hat viele Kalorien!“ 

„JA-ha! Deswegen ess ich das ja auch! Denn wenn ich nachher hier raus renne, beginnt meine zweite Schicht. Ich habe zwei Kinder und Einkäufe zu transportieren. Von der Kita zur Bahn, dann nach Hause, und dann alle(s) zwei Stockwerke hochtragen. Danach wird gewickelt, gefüttert, gespielt, geputzt… Da brauche ich Kraft!“ Und es war ja jeden Tag so. Im Büro war es die geistige Arbeit, zuhause körperliche Arbeit. 

Ich konnte jeden Tag Erdnussbutterbrot essen oder sonst was. Ich nahm nicht zu. Ich verbrauchte sowieso alle Kalorien. Allwals on the run!!!

Und diesen Satz, den mir eine good working mom in meinen Fragebogen schrieb konnte ich sofort nachvollziehen:

Es wird besser, aber noch nicht ganz

Meine Kinder sind nicht mehr so klein, und mit dem Management der Energie klappt es etwas besser…

Aber es gibt Phasen, wo dasselbe gilt wie vor 4 Jahren mit dem Erdnussbutterbrot und auch das, was ich vor 8 Monaten zu diesem Mama-Zitat bei Instagram schrieb: 

„Wir rennen den ganzen Tag durch die Gegend, kümmern uns um alles und jeden, haben keine Zeit zum Essen, bzw. Essen bei der Arbeit vor dem Bildschirm und kommen manchmal sogar nicht mal dazu, etwas zu trinken.
Wir brauchen Energie. Viel Energie. Und das manchmal schnell. Es gibt Tage, da kann ich eine ganze Tafel Schokolade essen. Die ganzen Kalorien werden sofort verbraucht. 
Die Phasen in denen ich mich gesund und bewusst ernähre, müssen immer genau geplant sein. Manchmal habe ich den Eindruck so eine Selbstverständlichkeit wie gesunde Ernährung kann mit meinem stressigen Alltag nur sehr schwer vereinbart werden. 
So bedeutet Vereinbarkeit nicht nur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern auch gesunde Ernährung in stressigen Zeiten. 

Wie es mit der Energie weitergeht…

Da ich im Rahmen meiner Coachingausbildung nun etwas mehr über Vereinbarkeit, Work-Life-Balance und Energiemanagement gelernt habe, weiß ich, wo ich bei mir selbst den Hebel ansetzen kann… und werde 🙂

Also… Fortsetzung folgt.

hier geht’s zum erwähnten Fragebogen, falls Du auch gerne mitmachen möchtest…

Gedanken

Rückkehr in den Job – Gedanken, die belasten…

Gedanken, die bei der Rückkehr in den Job belasten.

Komm zurück Mama, aber ohne Nervenzusammenbruch

Während meiner zweiten Elternzeit hatte sich mein Arbeitsplatz verändert; Bei der Rückkehr in den Job stellte ich fest: die Firma war gewachsen, neue Kollegen, neue Software, neuer Chef. Mein Projekt gab es nicht mehr. Alles war irgendwie anders. Der Wiedereinstieg war gar nicht mal so smooth, wie erwartet. 

Die ersten zwei Monate waren total verrückt. Neue Aufgaben und ein junger Hochschulabsolvent an meiner Seite, der mich täglich zur Weißglut trieb. Ein Auftraggeber, der – meiner Meinung nach – nicht durchblickte und ich immer am Schwitzen, um pünktlich Feierabend zu machen. Zwei Kinder, 5 und 2 Jahre alt mussten pünktlich von der Kita abgeholt werden. Damals kam ich auf den Begriff „zweite Schicht“. 

Jedes Mal wenn mir jemand einen schönen Feierabend wünschte, erklärte ich, dass jetzt erst mal die zweite Schicht anfing. Der Teil des Tages, der körperlich Kraft kostete. Der Job im Büro fühlte sich an wie der eigentliche Mutterschutz.

Vor und während der Rückkehr in den Job gingen mir – wie bestimmt anderen Müttern auch – typische Gedanken durch den Kopf. „Wahrheiten“ die du dir erzählst, weil sie sich gut anhören oder weil du dich damit besser fühlst. Oder weil du denkst die Gesellschaft will das so oder damit du deine Entscheidungen (vor dir) rechtfertigen kannst. 

7 Gedanken, die Dich vor der Rückkehr in den Job belasten

1. Ich werde zuhause gebraucht – mein Kind braucht mich

War ich vielleicht zu lange weg gewesen? Ich hätte nicht zwei Jahre Elternzeit nehmen müssen, ein Jahr hätte auch gereicht. Aber mein Kind (oder ich?) war noch nicht so weit. Die Kleine brauchte mich total dringend! Und die Zeit mit den Kindern war super schön, wenn auch super anstrengend. 

Auch wenn ich jetzt nicht mehr sagen könnte, was ich außer Hausarbeiten groß gemacht habe… manchmal war es auch langweilig und frustrierend. Ich suchte mir neue Hobbys und sehnte mich nach Gesprächen mit Erwachsenen.

Der Job war Meilenweit entfernt und im Alltag mit zwei Kindern zu einem kleinen verblassenden Punkt am Horizont geschrumpft. 

Meine Kinder waren nicht hochsensibel, gesund, emotional ausgeglichen, neugierig, interessiert und kamen mit anderen Kindern super zurecht.  Vielleicht wurde ich doch nicht rund um die Uhr gebraucht? 

2. Ich war zu lange draußen

Dass nach der Rückkehr in den Job alles für mich anders und neu war, lag natürlich an der langen Abwesenheit. Ich war nicht wie alle andern in die neuen Abläufe und Gegebenheiten der Firma gewachsen. Mein neuer Chef kannte mich von früher und hatte mich unter „hat Berufserfahrung“ abgespeichert, so dass ich gleich ins kalte Wasser geschmissen wurde.

Das hatte es vorher schon gegeben, nur dass ich meine Freischwimmerübungen nun mit zwei Kindern auf dem Rücken machen musste. 

Das hieß also Einarbeiten unter anderen Bedingungen. Und wieder neu lernen, zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt hin und her zu wechseln. 

Am Anfang bedeutet es auch loslassen und darauf vertrauen, dass es auch ohne dich läuft. 

3. Die Aufgaben haben sich verändert

Am Anfang dachte ich: „ich kann das nicht!“ oder „Das habe ich noch nie gemacht!“ Ich hatte vergessen, dass ich zuvor sehr viele Male, etwas zum ersten Mal hatte machen müssen.

Aber das Selbstvertrauen in meine Fähigkeit, mich in Neues einzuarbeiten und es anzunehmen, war während der Elternzeit offensichtlich geschrumpft. Oder durch andere Prioritäten ersetzt worden. Ich war jetzt eine Mama. Ich hatte Verantwortung für Wesen, die auf mich angewiesen waren.

Klar hat sich die Arbeitswelt verändert, aber die Fähigkeiten, die du als Mutter dazu gewonnen hast, sind sehr viel wert. (z.B. Zeitmanagement, Task switching, Gelassenheit…) 

4. Es lohnt sich nicht

Wow! Während meiner Elternzeit hatte ich eine Gehaltserhöhung bekommen. Wahnsinn. Bei 60% Teilzeit und Steuerklasse 5 entsprach das ein paar Euro mehr… Hammer! – Nicht!

Tja… die Sache mit dem Ehegattensplitting… jeden Monat das gleiche Elend auf dem Gehaltszettel. Aber deswegen zuhause bleiben..? Nö! 

5. Ich kann nicht so gut wie vorher sein

Stimmt leider teilweise. Richtlinien und Gesetze ändern sich ständig. Und wenn ich mir anschaue, wie die jungen Kolleginnen mit bestimmten Aufgaben umgehen, oder wie flink sie sind z.B beim Thema Digitalisierung etc. da muss du dich schon ranhalten. Aber von den Jungen kann man auch lernen.

Nun, die Bereitschaft nach der Elternzeit und bei der Rückkehr in den Job weiterhin Neues zu lernen sollte schon da sein!

6. Ich bin eine Rabenmutter

Ah… die Sicht der Außenwelt. Ist das so? Bin ich wirklich eine Rabenmutter? Ich beobachte an meinen Kindern, dass es tolle Kinder sind. Hilfsbereit, selbstständig, ausgeglichen, fröhlich, höflich, lernfähig, nicht verwöhnt, essen (bzw. probieren alles), sind einfach lieb… was will ich mehr? Was kann ich noch mehr Gutes für meine Kinder wollen? 

Eigentlich kann ich mir doch nur wünschen, dass sie eine Mutter haben, die zufrieden ist, oder? Und die Zufriedenheit kommt nicht, wenn ich zuhause sitze.

7. Ich bin schwer zu verplanen

Als Teilzeitkraft wieder voll in Projekten arbeiten geht nicht so einfach. Da darfst Du entweder die Krümelarbeit bzw. Rest der anderen mitmachen, bist Backstopper oder bekommst Miniprojekte.

Ok.  Ja, und? Das ist doch das Problem der Führungskraft, oder?  Wenn du nach einiger Zeit siehst, dass du mehr leisten kannst, dann sprich es an und dann  sollen sich die Chefs darüber den Kopf zerbrechen. Bei der jetzigen Marktlage beobachte ich viele Teilzeitmuttis, die sich dann etwas anderes suchen, wenn es nicht so läuft wie sie wollen. Rückkehr in den Job bedeutet  vielleicht nicht der exakt selbe Job wie vorher, aber kommt Zeit kommt Rat. Und manchmal ergeben sich auch andere Entwicklungsmöglichkeiten.

Andererseits, wenn es dazu kommt, dass du in 80% der Zeit die Aufgaben zu 100% wie früher erledigst, dann ist das absolut nicht OK. Das passiert häufig bei Teilzeitkräften. Wenn du mehr arbeitest, sollte es auch honoriert werden.  Mehr zum Thema Arbeitsbedingungen findest du hier auf dem blog.

Entwicklungsmöglichkeiten

Welche Fragen beschäftigen Dich rund um die Rückkehr in den Job?  Brauchst Du Unterstützung bei einer Entscheidung? Möchtest Du etwas ändern? Dich weiter entwickeln? Möchtest Du einfach in den Job zurück ohne Nervenzusammenbruch? Möchtest Du etwas ganz anderes machen, weißt aber nicht was?

Schreib mir, ich freue mich, wenn Du mit mir an Dir arbeiten möchtest und ich Dir bei Deinen Fragestellungen helfen kann.  

Deine Anna.

P.S.: Hier gibt es interessante Filmbeiträge: Frau tv. 

 

 

Tipps zur Selbstfürsorge für Mütter

Selbstfürsorge – Blogparade #tudiretwasgutes

Selbstfürsorge

Bei der  Tu Dir etwas Gutes Blogparade von SimplyLovelyChaos werden Tipps gesucht zum Thema Selbstfürsorge oder ganz einfach: Wie kann Frau bzw. Mama sich etwas Gutes tun? Dieses Thema ist mir sehr wichtig, nachdem ich letztes Jahr festgestellt hatte, dass ich 10 Jahre lang nicht wirklich etwas für mich getan hatte…

Dass ich täglich wichtige Arbeit für meine Familie und meinen Beruf leiste ist selbstverständlich. Aber wo bleibe ich? Was tue ich für mich? Ich brauche das Gefühl, dass der Tag oder die Woche nicht sinnlos oder Zeitverschwendung war. Für mich.

Und fast hätte ich bei dieser Blogparade gar nicht mitgemacht. Aber dann hörte ich in einem Podcast etwas, das mich wieder daran erinnert hat… Und so bin ich schon mittendrin bei den Dingen, die mir gut tun…

Etwas Neues erfahren. Der Wunsch immer zu lernen.

Es geht um die innere Einstellung zum Lernen. Ich kann durch ein Gespräch mit einer befreundeten Mutter etwas lernen. Der Austausch ist mir wichtig. Oder ich kann einen Impuls in einem Hörbuch bekommen, oder ich lese eine Seite in einem Ratgeber und es bleibt tatsächlich etwas hängen. Und wenn es nur ein Satz ist.  Oder ich höre einen Podcast.

Das tut mir deswegen gut, weil ich dann weiß, dass ich mich nicht vernachlässige. Nicht nur im Äußeren, sondern auch meine grauen Zellen.  Sich weiter entwickeln ist auch Selbstfürsorge.

Die Pflege im Außen

Wenn die Kinder sehr klein sind und einem ständig am Busen baumeln oder permanent am Bein hängen… Ihr wisst was ich meine: Füttern, Wickeln, Waschen, Schlafen, Putzen und wieder von vorn, da kann es schon mal vorkommen, dass Tage vergehen und du kommst nicht zum Duschen. Und wenn es sich dann mal ergibt und du bekommst die Zeit… das Gefühl danach… Da fühlst du dich wieder wie ein Mensch! Oder? Und nur als Beispiel, eine schöne luxuriöse Bodylotion… Der Duft! Eine kleine Oase im Ozean des Babybreis. Sich zu Pflegen, sich als Frau fühlen ist auch Selbstfürsorge.

Die „Was-ich-schon-immer-mal-machen-wollte-Liste“

Eine Idee einer befreundeten Mama. Sie erzählte mir einmal, dass sie ungeplant ein paar Stunden „Kinderfrei“ hatte, weil der Mann mit den Kindern unterwegs war. Erst war sie planlos, aber dann hat sie sich eine Liste gemacht, mit Dingen die sie schon immer mal machen wollte, aber nie Zeit dafür hatte. Künftig schaut sie auf die Liste und macht das, worauf sie am meisten Lust hat. Sich kleine Wünsche und Träume verwirklichen ist auch Selbstfürsorge.

Die „Das-Entspannt-mich-Liste“

Was entspannt dich? Ich meine was entspannt dich wirklich? Tee? Milchkaffee? Ein Eis? Ein Magazin durchblättern? Auf der Couch liegen? Ein Glas Rotwein? Meditieren? Sich selbst massieren – wo auch immer? Egal was… Schreib dir eine Liste. Sie ist nur für dich! Braucht niemand sonst zu sehen. Schreib auf, was dich entspannt. Etwas auf das du zurückgreifen kannst, wenn du ein paar Minuten Zeit hast und dir etwas Gutes tun willst. Du hast ein Recht darauf. Sich regelmäßig entspannen ist auch Selbstfürsorge.

Zeit blocken für Selbstfürsorge

Warum Listen? In manchen Situationen neige ich dazu, nicht zu wissen, was ich mit meiner plötzlich freien (kurzen) Zeit anstellen soll. Schließlich gibt es ja so viele Pflichten, da vergesse ich, wie es geht, einfach etwas zu tun, das Spaß macht. Und dann denke ich manchmal, ich mach noch schnell ’ne Waschladung… Aber muss ich das wirklich, wenn ich mal 30 Minuten Zeit geschenkt bekommen habe?

Ein Blick auf die Liste bringt wieder in Erinnerung, was man in ein paar Minuten sonst noch machen könnte. Und man sieht, was einem dann auch wirklich wichtig ist. Kann sein, dass Du feststellst, dass du keine Lust hast auf Badewanne, obwohl du immer jammerst, dass du nie Zeit hast für ein langes Bad… Aber dafür vielleicht mal wieder Musik auflegen von früher? Und mit dem Beat mitgehen?

Ein mal in der Woche nehme ich mir abends gezielt Zeit für mich. Ich treffe mich mit Freundinnen, gehe in die Sauna, ins Kino oder Essen. Am Wochenende oder an meinem freien Tag blocke ich Zeit für andere Themen.  Ich markiere den Tag oder die Uhrzeit in meinem Kalender. Z.B. Grün für metime, Orange für Weiterbildung, Gelb für Sport. Auch nachträglich, wenn sich spontan Zeit ergeben hat.  So kann ich auf einen Blick sehen, dass ich etwas für mich getan habe und kann feststellen, ob mein Wohlbefinden und die Zeit, die ich für mich nutze zusammen passt.

Unsere Zeit wird zu einem Großteil von den Bedürfnissen der Familie bestimmt. Wir Mütter haben ein Recht darauf für unsere Bedürfnisse auch Zeit in Anspruch zu nehmen. Das erfordert Struktur und Planung. Sich Zeit nehmen, planen, Zeit blocken und sich organisieren ist auch Selbstfürsorge.

Soweit mein Beitrag zur „Tu dir etwas Gutes“- Blogparade von SIMPLYLOVELYCHAOS – Ein Mama-Blog aus Berlin. Ich hoffe, es war auch ein Tipp für dich dabei. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

Deine Anna
the good working mom

P.S.:
Der Podcast, den ich erwähnt habe ist „Gut reden kann jeder“ von Isabel Garcia, in dem es eigentlich um die Stimme geht, aber dann wieder um vieles mehr; nämlich, dass alles mit allem zusammenhängt. Das hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Und damit auf die Stimme. Und sie beschreibt auch die „Das-entspannt-mich-Liste“.

Tipps wie man als working mom ein bisschen Zeit für sich finden kann habe ich in diesem Post hier mal beschrieben.

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Ich hätte auf Barbara hören sollen…

… oder wie ich anfing auf mich selbst zu achten!

Achtsamkeit

 

 

Barbara hatte ich morgens in der U-Bahn getroffen und wir unterhielten uns. Sie war eine Fußball-Mama, die ich vom Fußballtraining kannte und die immer sehr entspannt war. Ich hingegen war etwas angespannt. Und besonders an dem Tag; mit meinen vorbereiteten Workshop-Flipcharts im Rucksack.

Als ich ihr erzählte, dass ich mit dem Zug fahren musste, zu einem Workshop und ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich erst abends zurück kommen würde und wegen der Kinder und dem Mann und weil er die Kinder abholen musste und so weiter… meinte sie:

„Das sind doch die besten Tage!
Ich genieße solche Tage und ich würde an deiner Stelle noch in einem Restaurant essen gehen vor  der Heimfahrt.
Nimm ruhig einen Zug später!“

Ich dachte, so einfach kann ich das nicht machen. Und klar, nach dem Workshop rannte ich zur Straßenbahn, stresste mich zum Bahnhof und nahm den nächsten Zug nach Hause. Ich war weit entfernt davon, auf mich selbst zu achten. Meine Gedanken kreisten nur um die Anderen.

Und was für ein Zufall. Ich kam zeitgleich mit Mann und Kindern zuhause an. Der Große war beim Fußball und die Kleine bei einer Freundin. Das Abholen hatte schon mal geklappt.

Wieder etwas gelernt…

Neben dem Fußballplatz ist eine Pizzeria. Leider kam mein Mann nicht auf die Idee, dort eine Pizza mitzunehmen. Nach einem 12 Stunden Tag mit Anreise – Moderation eines Team-Workshops – Rückreise stellte ich mich also in die Küche und bereitete noch etwas zu essen zu. Ich weiß nicht mehr, was. Ich weiß nur, dass ich total erschossen war.

Klar, das hätte ich alles noch besser optimieren können. Besser planen, auch das Essen vorbereiten – kein Thema. Oder einen Zettel mit Anweisungen schreiben.

Aber ich lernte an dem Tag auch, dass ich besser auf mich selbst achten muss. Mein Mann kann wunderbar kochen, wenn ich nicht da bin. Ich hätte mich nicht beeilen müssen.

Achtsamkeit, achtsam sein, auf sich achten!

Wie hängt das mit der Achtsamkeit zusammen? Es geht darum, mal inne zu halten und sich zu fragen: Wie geht’s mir gerade? Wie geht’s mir mit der Idee, mir für mich Zeit zu nehmen? Wie geht’s mir mit dem Gedanken loszulassen? Was passiert, wenn ich mir für mich Zeit nehme? Was passiert, wenn ich mal auf mich achte? Wie kann ich das machen?

Wie ist es bei Dir? Gab es bei Dir so ein A-ha-Erlebnis? Hast Du Gelegenheit, auf Dich selbst zu achten? Wie machst Du’s?

Schreib mir gerne in die Kommentare – ich freue mich!

Bis zum nächsten Mal
Deine Anna

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