Resilienz

Resilienz und Coaching

In diesem Blogpost gibt’s ne kurze Definition zum Thema Resilienz, was Coaching dafür tun kann plus 10 Tipps für jeden Tag, die leicht umzusetzen sind.

Resilienz

Ich engagiere mich ehrenamtlich für das Netzwerk Frauen Bei der Bahn und hatte im Januar 2020 einen Workshop „Stressbewältigung und Resilienz“ angeboten. Wir waren nicht ganz durchgekommen, weil die Teilnehmerinnen in der ersten halben Stunde erstmal Netzwerken und sich kennenlernen wollten, was ich nicht einberechnet hatte. (Merker für künftige Workshops: Immer 30 Minuten für extra Wünsche der Teilnehmerinnen einplanen),

Das war aber kein Problem, denn das gab mir die Gelegenheit noch einen zweiten Termin anzubieten und dann tiefer in das Thema einzusteigen.

Was ist Resilienz überhaupt?

Resilienz ist ein dynamischer Prozess. Sie verändert sich im Laufe des Lebens – kann mal stärker oder schwächer werden. Es bedeutet erfolgreich Krisen zu bewältigen und in einen Gleichgewichtszustand zurückzukehren bzw. sogar einen Zugewinn an seelischer Belastbarkeit.

Auch wenn es viele nicht hören wollen, es ist kein Trendthema, das es erst seit kurzem gibt.

Ich bin auch ein bisschen auf die Geschichte der Resilienzforschung eingegangen. Mit der Studie von Kauai vom Emmy Werner hatte alles 1955 begonnen.

Coachings zahlen auf Stärkung der Resilienz ein

Resilienz ist nicht mein Spezialgebiet aber in der Vorbereitung zu diesem Workshop fiel mir auf, dass viele Tools und Übungen, die ich in meinen Coachings anbiete, auf die Ressourcen einzahlen, die Resilienz stärken.

Wenn Du an einer Fragestellung Deines (beruflichen) Lebens mit mir arbeitest, dann arbeitest Du auch an Deiner Resilienz.

7 Schlüssel der Resilienz a.k.a. -Resilienzfaktoren oder -säulen

Bestimmten Fähigkeiten, Grundhaltungen und Ressourcen bilden die Basis für die inneren Widerstandskraft. Hierzu gibt es die Möglichkeit mit Übungen, daran zu arbeiten und sie zu stärken.

  • Akzeptanz
  • Optimismus / Emotionsmanagement
  • Opferrolle verlassen (Selbstwirksamkeit)
  • Eigenverantwortung
  • Netzwerkorientierung
  • Lösungsorientierung
  • Zukunftsorientierung

Faktoren der Resilienz im Detail

Akzeptanz

  • Akzeptanz ist relevant, wenn es um Veränderungen geht – als Führungskraft z.B. in Change-Projekte und Krisen.
  • Annehmen von dem was jetzt ist und von Vergangenem, um erfolgreich zu handeln.

Optimismus

  • Das bedeutet NICHT rosarote Brille, sondern Zuversicht. Es ist die Überzeugung, dass – auch wenn‘s grade schwierig ist – es wieder besser wird und dass es gut ist, Dinge anzupacken. Das Licht am Ende des Tunnels sehen.
  • Es gibt einen Zusammenhang zum Glückserleben.  Emotionssteuerung/-management bedeutet, nicht auf den schlechten Emotionen rumzukauen, sondern sich auf positive Emotionen und kleine tägliche Freuden zu fokussieren.
  • Umgang mit den eigenen Gefühlen beherrschen. Gefühle zulassen und auch anderen gegenüber zeigen.

Selbstwirksamkeit

  • Überzeugung, eines Menschen, dass er sein Leben im Griff hat. Dass er das was er tun will, auch tun kann.
  • Sich so organisieren, dass man den Anforderungen gewachsen ist. Wenn sich jemand grundsätzlich zutraut, erfolgreich zu sein, selbst in schwierigen Zeiten.
  • Es bedeutet auch die Opferrolle zu verlassen. 

Verantwortung übernehmen

  • Fähigkeit zu ausgeprägter Selbstreflexion. Fähigkeit innere Überzeugungen überprüfen zu können.
  • Realistische Situationsbewertung, Perspektivenwechsel. Realistisches Selbstbild, nicht anders sein wollen, ich bin OK, so wie ich bin.

Netzwerkorientierung

  • Fähigkeit gut in Kontakt mit anderen zu gehen, sich in andere einfühlen und private und geschäftliche Beziehungen gestalten können. Als FK mit unterschiedlichen Persönlichkeiten klar kommen.
  • Erfolgreich ist heutzutage nur, wer mikropolitisch im Unternehmen geschickt agiert und ein entsprechend gutes Netzwerk mit Unterstützern und Fürsprechern aufgebaut hat.
  • Unterstützung wird in schwierigen Zeiten eher Personen angeboten, denen man sich nahe und vertraut fühlt.

Lösungsorientierung

  • Vorannahme, dass Probleme grundsätzlich gelöst werden können.
  • Haltung, wie wir zu etwas unveränderlichem stehen, verändern und uns davon loslösen.
  • Möglichkeiten ausloten, kreativ an Themen rangehen.

Zukunftsorientierung

  • Zielorientierung.
  • Wissen, wofür mache ich das alles.
  • Sog. Kohärenz

Extra Tipp zum besseren Verstehen von Resilienz: Sendung in der ARD Mediathek , die das Thema wunderbar durchleuchtet.

10 Tipps für jeden Tag

Um diese innere Kraft täglich zu pflegen, kommen jetzt hier 10 Tipps, die leicht umzusetzen sind. Sie stammen aus den Buch: „Resilienz. Innere Stärke für Führungskräfte“.

  • Achte auf ausreichenden Schlaf.
  • Sorge dafür, dass Du genug isst.
  • Bringe Abwechslung in Deine Arbeit.
  • Tue etwas für Deinen Körper.
  • Tue etwas woran Du Freude hast.
  • Fokussiere Dich auf das, was Du gut gemacht hast.
  • Lerne aus Deinen Fehlern.
  • Erzähle etwas witziges weiter.
  • Bete, meditiere oder entspanne Dich.
  • Unterstütze einen Kollegen.

Mit diesen kleinen Aktionen kannst du täglich an Deiner Resilienz arbeiten. Und kein Stress, bitte. Eins ist mehr als Null! Lieber jeden Tag nur eine kleine Sache, als gar nichts.

Wenn Du tiefer gehen möchtest und über einen längeren Zeitraum an einer erkennbaren Verhaltensänderung arbeiten willst, dann lass uns darüber reden.

Du kannst über die Startseite www.thegoodworkingmom.com ganz unten einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch buchen. Zum Vereinbarten Termin rufe ich Dich an und wir besprechen, wie ich Dir helfen kann.

Ich freue mich und vielleicht bis bald.

Deine Anna

Mental Load oder meine ewige To Do Liste

Mental Load – Ein neuer Name für ein altes Problem
mental load

Nach dem Aufstehen, auf dem Weg zur Arbeit, nach der Arbeit… Im Kopf gehe ich durch, was erledigt werden muss, a.k.a. meine ewige To Do Liste.  Seit letztem Jahr kenne ich auch einen neuen Begriff dafür: Mental Load.

Basics besorgen, Brot und Milch, vorher zur Apotheke und dann noch die Schwimmsachen packen für morgen. Und die Kleine geht morgen zu ihrer Freundin, da muss ich noch eine Nachricht an die Mutter schreiben. Ein Freundebuch liegt noch zuhause und das Wetter schlägt um – der Große braucht neue Schuhe. Jetzt habe ich schon wieder keinen Friseurtermin gemacht. Der Kindergeburtstag muss nachgeholt werden. Der Schulfotograf kommt: Klamotten waschen, bügeln, Schuhe putzen, Schultüte mitgeben. Was sollen wir eigentlich heute Abend essen? Was mache ich mit meiner Weiterbildung? Die Zielvereinbarung bis Ende des Jahres, ich muss noch zustimmen. Da kommt mir eine Idee für den Workshop. Am Samstag ist ein Kindersachenbazar – nee vergiss es Du bist am Vorabend bei einem 40sten Geburtstag – das wird bestimmt spät, heute Abend unbedingt Zähne nachputzen bei beiden, Training ist erst um 18:00 Uhr, hoffentlich hält das Wetter…

Wir denken einfach immer an alles Unerledigte

Im Wartezimmer unseres Kinderarztes steht ein Regal mit Büchern für die Eltern. In einem dieser Bücher – leider hab ich mir den Titel und Autor nicht gemerkt – geht es um Mediennutzung und deren Auswirkungen auf das Gehirn unserer Kinder. Beim Überfliegen bleibt mein Auge an einem Thema hängen.

Offensichtlich kann sich das Gehirn besser Dinge merken, die noch nicht erledigt sind, als Dinge die bereits abgehakt sind.

Und schon ist mir klar, warum ich die ganze Zeit an 100 Dinge, die erledigt werden müssen denke, aber wenn sie dann erledigt sind, nicht sagen kann, was ich den ganzen Tag gemacht habe.

Worum geht’s eigentlich? Einfach darum, an alles zu denken, was irgendwann erledigt werden muss. Die ständige Verantwortung. An alles für jeden in der Familie mitzudenken. Jede Kleinigkeit. Die großen wichtigen Sachen sowieso. Und weil es so viele verschiedene Dinge sind, an die du denkst, ist die Last der Gedanken ziemlich groß. Und das kostet Kraft. Für eine berufstätige Mutter, die zwischen den Welten hin und her wechselt, bedeutet es einen zusätzlichen Kraftaufwand. Wenn dann auch noch Geschäftsreisen hinzukommen und der organisatorische Aufwand zunimmt, heißt es dann nicht nur mental load sondern eher mental OVER-load.

Mütter sollten ab und zu mal für eine ganze Woche verreisen.

Es ist ja nicht so, dass die Väter nicht mithelfen wollen. Wenn du ihnen genau sagst, was sie tun sollen, dann machen sie es auch.  „Sag mir einfach, was ich tun soll und ich mache es!“ Klare genaue Ansagen. OK, aber daran denken und organisieren muss ich es trotzdem. Dann bin ich immer noch voll drin, im mental load.

Ich musste sehr lachen, als mir eine Freundin mal erzählte, dass sie geschäftlich eine Woche verreisen musste und ihrem Mann eine ganze DIN A4 Seite mit detaillierten Anweisungen geschrieben hatte für alles was Kinder und Haushalt anging und er danach zu ihr sagte: „Du machst das alles nicht alleine, oder??“

Ich selbst bin auch nicht viel besser. Als ich das erste Mal geschäftlich 3 Tage unterwegs war, klebte ich Post-its in den Kleiderschrank, als ob niemand außer mir Pullis von Strumpfhosen  unterscheiden kann. Meine Güte! Total un-locker und gluckig!

Wenn Väter einen Abend lang auf die Kinder aufpassen, dann machen sie nur das. Da wird nicht noch nebenher eine Ladung Wäsche gewaschen und aufgehängt, die Spülmaschine geleert oder der Müll weggebracht und Freundebücher ausgefüllt u.s.w.. Fährt Mama aber für ein paar Tage weg, dann fallen diese Dinge eben auf und an. Die Wahrscheinlichkeit, dass mehr gemacht wird, steigt.

Einfach mal liegen lassen

Nun ist mir in letzter Zeit irgendwann mal die Kraft ausgegangen. Und ich hab an manche Dinge nicht gedacht, hab sie schlicht vergessen oder manches ist liegengeblieben. Ich bin froh zu sehen, dass meine bessere Hälfte sich dann einschaltet und Verantwortung übernimmt.

Das ist vielleicht ein entscheidender Schritt gewesen, Verantwortung abzugeben einerseits und andererseits zu akzeptieren, dass nicht alles meine alleinige Verantwortung ist.

Andere Methoden

Als weitere Methoden, diesem mental load Herr zu werden habe ich folgende Pläne:

  • Prioritäten setzen – was ist für mich wichtig?
  • auf mich selbst achten
  • mehr Struktur und Zeitmanagement
  • Hilfe in Anspruch nehmen, delegieren
  • weiter Verantwortung teilen
  • gezielte Entspannung/gedankliches Abschalten für mich
  • einfach auch mal nix tun (ist fast das gleiche)
  • weiterer Austausch mit anderen Berufstätigen Müttern

Der letzte Punkt interessiert mich besonders. Welche Strategie hast du bei mental load? Ich denke oft über dieses Thema nach und spreche es oft bei anderen working moms an. Es wurde zeit darüber zu schreiben. Den Impuls für diesen Beitrag gab mir der Beitrag und Aufruf zur Blogparade MENTAL (RE)LOAD: DIE NEVERENDING TO DO LISTE  auf dem Glücklich scheitern blog von Melanie.

Update Mai 2019: leider ist der blog von Melanie nicht mehr aktiv.

Tipps zur Selbstfürsorge für Mütter

Selbstfürsorge – Blogparade #tudiretwasgutes

Selbstfürsorge

Bei der  Tu Dir etwas Gutes Blogparade von SimplyLovelyChaos werden Tipps gesucht zum Thema Selbstfürsorge oder ganz einfach: Wie kann Frau bzw. Mama sich etwas Gutes tun? Dieses Thema ist mir sehr wichtig, nachdem ich letztes Jahr festgestellt hatte, dass ich 10 Jahre lang nicht wirklich etwas für mich getan hatte…

Dass ich täglich wichtige Arbeit für meine Familie und meinen Beruf leiste ist selbstverständlich. Aber wo bleibe ich? Was tue ich für mich? Ich brauche das Gefühl, dass der Tag oder die Woche nicht sinnlos oder Zeitverschwendung war. Für mich.

Und fast hätte ich bei dieser Blogparade gar nicht mitgemacht. Aber dann hörte ich in einem Podcast etwas, das mich wieder daran erinnert hat… Und so bin ich schon mittendrin bei den Dingen, die mir gut tun…

Etwas Neues erfahren. Der Wunsch immer zu lernen.

Es geht um die innere Einstellung zum Lernen. Ich kann durch ein Gespräch mit einer befreundeten Mutter etwas lernen. Der Austausch ist mir wichtig. Oder ich kann einen Impuls in einem Hörbuch bekommen, oder ich lese eine Seite in einem Ratgeber und es bleibt tatsächlich etwas hängen. Und wenn es nur ein Satz ist.  Oder ich höre einen Podcast.

Das tut mir deswegen gut, weil ich dann weiß, dass ich mich nicht vernachlässige. Nicht nur im Äußeren, sondern auch meine grauen Zellen.  Sich weiter entwickeln ist auch Selbstfürsorge.

Die Pflege im Außen

Wenn die Kinder sehr klein sind und einem ständig am Busen baumeln oder permanent am Bein hängen… Ihr wisst was ich meine: Füttern, Wickeln, Waschen, Schlafen, Putzen und wieder von vorn, da kann es schon mal vorkommen, dass Tage vergehen und du kommst nicht zum Duschen. Und wenn es sich dann mal ergibt und du bekommst die Zeit… das Gefühl danach… Da fühlst du dich wieder wie ein Mensch! Oder? Und nur als Beispiel, eine schöne luxuriöse Bodylotion… Der Duft! Eine kleine Oase im Ozean des Babybreis. Sich zu Pflegen, sich als Frau fühlen ist auch Selbstfürsorge.

Die „Was-ich-schon-immer-mal-machen-wollte-Liste“

Eine Idee einer befreundeten Mama. Sie erzählte mir einmal, dass sie ungeplant ein paar Stunden „Kinderfrei“ hatte, weil der Mann mit den Kindern unterwegs war. Erst war sie planlos, aber dann hat sie sich eine Liste gemacht, mit Dingen die sie schon immer mal machen wollte, aber nie Zeit dafür hatte. Künftig schaut sie auf die Liste und macht das, worauf sie am meisten Lust hat. Sich kleine Wünsche und Träume verwirklichen ist auch Selbstfürsorge.

Die „Das-Entspannt-mich-Liste“

Was entspannt dich? Ich meine was entspannt dich wirklich? Tee? Milchkaffee? Ein Eis? Ein Magazin durchblättern? Auf der Couch liegen? Ein Glas Rotwein? Meditieren? Sich selbst massieren – wo auch immer? Egal was… Schreib dir eine Liste. Sie ist nur für dich! Braucht niemand sonst zu sehen. Schreib auf, was dich entspannt. Etwas auf das du zurückgreifen kannst, wenn du ein paar Minuten Zeit hast und dir etwas Gutes tun willst. Du hast ein Recht darauf. Sich regelmäßig entspannen ist auch Selbstfürsorge.

Zeit blocken für Selbstfürsorge

Warum Listen? In manchen Situationen neige ich dazu, nicht zu wissen, was ich mit meiner plötzlich freien (kurzen) Zeit anstellen soll. Schließlich gibt es ja so viele Pflichten, da vergesse ich, wie es geht, einfach etwas zu tun, das Spaß macht. Und dann denke ich manchmal, ich mach noch schnell ’ne Waschladung… Aber muss ich das wirklich, wenn ich mal 30 Minuten Zeit geschenkt bekommen habe?

Ein Blick auf die Liste bringt wieder in Erinnerung, was man in ein paar Minuten sonst noch machen könnte. Und man sieht, was einem dann auch wirklich wichtig ist. Kann sein, dass Du feststellst, dass du keine Lust hast auf Badewanne, obwohl du immer jammerst, dass du nie Zeit hast für ein langes Bad… Aber dafür vielleicht mal wieder Musik auflegen von früher? Und mit dem Beat mitgehen?

Ein mal in der Woche nehme ich mir abends gezielt Zeit für mich. Ich treffe mich mit Freundinnen, gehe in die Sauna, ins Kino oder Essen. Am Wochenende oder an meinem freien Tag blocke ich Zeit für andere Themen.  Ich markiere den Tag oder die Uhrzeit in meinem Kalender. Z.B. Grün für metime, Orange für Weiterbildung, Gelb für Sport. Auch nachträglich, wenn sich spontan Zeit ergeben hat.  So kann ich auf einen Blick sehen, dass ich etwas für mich getan habe und kann feststellen, ob mein Wohlbefinden und die Zeit, die ich für mich nutze zusammen passt.

Unsere Zeit wird zu einem Großteil von den Bedürfnissen der Familie bestimmt. Wir Mütter haben ein Recht darauf für unsere Bedürfnisse auch Zeit in Anspruch zu nehmen. Das erfordert Struktur und Planung. Sich Zeit nehmen, planen, Zeit blocken und sich organisieren ist auch Selbstfürsorge.

Soweit mein Beitrag zur „Tu dir etwas Gutes“- Blogparade von SIMPLYLOVELYCHAOS – Ein Mama-Blog aus Berlin. Ich hoffe, es war auch ein Tipp für dich dabei. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

Deine Anna
the good working mom

P.S.:
Der Podcast, den ich erwähnt habe ist „Gut reden kann jeder“ von Isabel Garcia, in dem es eigentlich um die Stimme geht, aber dann wieder um vieles mehr; nämlich, dass alles mit allem zusammenhängt. Das hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Und damit auf die Stimme. Und sie beschreibt auch die „Das-entspannt-mich-Liste“.

Tipps wie man als working mom ein bisschen Zeit für sich finden kann habe ich in diesem Post hier mal beschrieben.

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Ich hätte auf Barbara hören sollen…

… oder wie ich anfing auf mich selbst zu achten!

Achtsamkeit

 

 

Barbara hatte ich morgens in der U-Bahn getroffen und wir unterhielten uns. Sie war eine Fußball-Mama, die ich vom Fußballtraining kannte und die immer sehr entspannt war. Ich hingegen war etwas angespannt. Und besonders an dem Tag; mit meinen vorbereiteten Workshop-Flipcharts im Rucksack.

Als ich ihr erzählte, dass ich mit dem Zug fahren musste, zu einem Workshop und ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich erst abends zurück kommen würde und wegen der Kinder und dem Mann und weil er die Kinder abholen musste und so weiter… meinte sie:

„Das sind doch die besten Tage!
Ich genieße solche Tage und ich würde an deiner Stelle noch in einem Restaurant essen gehen vor  der Heimfahrt.
Nimm ruhig einen Zug später!“

Ich dachte, so einfach kann ich das nicht machen. Und klar, nach dem Workshop rannte ich zur Straßenbahn, stresste mich zum Bahnhof und nahm den nächsten Zug nach Hause. Ich war weit entfernt davon, auf mich selbst zu achten. Meine Gedanken kreisten nur um die Anderen.

Und was für ein Zufall. Ich kam zeitgleich mit Mann und Kindern zuhause an. Der Große war beim Fußball und die Kleine bei einer Freundin. Das Abholen hatte schon mal geklappt.

Wieder etwas gelernt…

Neben dem Fußballplatz ist eine Pizzeria. Leider kam mein Mann nicht auf die Idee, dort eine Pizza mitzunehmen. Nach einem 12 Stunden Tag mit Anreise – Moderation eines Team-Workshops – Rückreise stellte ich mich also in die Küche und bereitete noch etwas zu essen zu. Ich weiß nicht mehr, was. Ich weiß nur, dass ich total erschossen war.

Klar, das hätte ich alles noch besser optimieren können. Besser planen, auch das Essen vorbereiten – kein Thema. Oder einen Zettel mit Anweisungen schreiben.

Aber ich lernte an dem Tag auch, dass ich besser auf mich selbst achten muss. Mein Mann kann wunderbar kochen, wenn ich nicht da bin. Ich hätte mich nicht beeilen müssen.

Achtsamkeit, achtsam sein, auf sich achten!

Wie hängt das mit der Achtsamkeit zusammen? Es geht darum, mal inne zu halten und sich zu fragen: Wie geht’s mir gerade? Wie geht’s mir mit der Idee, mir für mich Zeit zu nehmen? Wie geht’s mir mit dem Gedanken loszulassen? Was passiert, wenn ich mir für mich Zeit nehme? Was passiert, wenn ich mal auf mich achte? Wie kann ich das machen?

Wie ist es bei Dir? Gab es bei Dir so ein A-ha-Erlebnis? Hast Du Gelegenheit, auf Dich selbst zu achten? Wie machst Du’s?

Schreib mir gerne in die Kommentare – ich freue mich!

Bis zum nächsten Mal
Deine Anna

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Jahresrückblick

Meine Methode für einen Jahresrückblick

Der Jahresrückblick für Working Moms

Jahresrückblick

Und wieder ist ein Jahr voller Herausforderungen und Chancen vergangen. Wieder hatte jede von uns täglich genau so viele Stunden wie Beyoncé und wieder hat jede von uns das Beste daraus gemacht; oder auch nicht?! Zeit für einen Jahresrückblick.

Ich schaue gerne nach vorne,  aber ein Blick zurück verändert die Perspektive in die Zukunft. Das kann schmerzhaft sein, aber es bietet auch eine Chance.

Jeder hat Wünsche oder Ziele. Kleine, große, für jetzt, für später – in unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie gut hast Du Deine Ziele erreicht? Kennst Du überhaupt Deine Ziele? Und wenn ja, was tust Du um sie zu erreichen?

Wenn Du Lust hast, auch einen Jahresrückblick zu machen, dann habe ich als Orientierung, ein paar Leitfragen für Dich.

Du brauchst auch einen Stift und Papier. Und etwas Zeit. Als Working Mom hast Du gelernt schnell und effizient zu sein, vielleicht sind die Kinder zwischen den Feiertagen auch mal mit Papa allein unterwegs oder bei einer Oma – egal wie… finde etwas Zeit für Dich.

Mit mindestens 20 Minuten, kannst du sicher einiges an Gedanken und Gefühlen sammeln. Wenn Dir nicht sofort etwas einfällt, oder du so ein Strukki bist wie ich, dann gehe mit den Leitfragen nach und nach die wesentlichen Lebensbereiche durch: Mentale und körperliche Gesundheit, private und geschäftliche Beziehungen, Beruf, Lifestyle, Geld, persönliche Ziele und Persönlichkeit.

Und hier die Leitfragen

  • Was waren wichtige Meilensteine, die ich dieses Jahr erreicht habe?
  • Über was freue ich mich besonders dieses Jahr? Welche Erfolge kann ich feiern?
  • Was habe ich dieses Jahr nicht erreicht? Welche Enttäuschungen habe ich erlebt? Wie werde ich diese Enttäuschung nutzen, um für die Zukunft ins Handeln zu kommen?
  • Was habe ich über mich (und andere) gelernt?
  • Was waren die größten Herausforderungen?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Welches ist meine Lieblingserinnerung?

Und wenn einem nichts einfällt, dann ist das auch O.K. – manchmal hilft allerdings ein Blick in den Kalender oder in die Fotos auf dem Smartphone. Da sieht man, wie viel man in einem Jahr erlebt hat.

Wie geht es weiter?

Beim Reflektieren kommt so einiges zusammen. Vor allem, wenn Du es auch aufschreibst. Nimm Dir nochmal 5 Minuten und prüfe Deine Antworten. (Erforsche Deine Gefühle – kein Star Wars Witz; ich meine es so)

In einigen Bereichen warst Du erfolgreich in anderen gibt es Potential für Verbesserung?  Manches bewirkt ein ungutes Gefühl? Auf diese Bereiche kannst Du dich jetzt fokussieren und durch gezielte Aktionen die Situation verbessern. 3-5 Lebensbereiche sind genug, um sich ein Jahr lang damit zu beschäftigen.

Zum Beispiel: Beziehung: mehr/anders Zeit mit einer bestimmten Person verbringen, Lifestyle: Wohnung entrümpeln, Beruf: eine Beförderung anstreben..? Ich habe das Gefühl, das reicht für ein Jahr… evtl. noch Gesundheit: ein paar Kilo abnehmen, kannst du da rein quetschen.

Als working mom hast Du wahrscheinlich sowieso wenig Zeit, Dich mit zu vielen Dingen zu beschäftigen. Von mehr Bereichen würde ich abraten.

Die nächsten Schritte

Zu jedem dieser Bereiche bzw. Ziele kommen jetzt erste Schritte, kleine Aktionen. Die Frage ist, wie kann die Situation verbessert/verändert werden? Und dann? Was ist der nächste Schritt? Und dann der nächste…?

Z.B. Wohnung entrümpeln: Wie fange ich an? Mit den Klamotten? Erst mal nur ein Zimmer? Wann mache ich es? Wer hilft? Was passiert mit den Sachen? u.s.w. Step by Step!

Und so hast Du zurück geschaut, kannst stolz sein, auf deine Erfolge, um dann mit einem Plan für die Zukunft nach vorne zu schauen.

Was hältst Du von dieser Methode für den Jahresrückblick und den Blick nach vorne? Schreib mir Deine Meinung.

Ich freue mich auf Feedback.

Bis bald
Deine Anna

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